Bogen rund

Fußballwetten zur WM

Nicht ohne des Fiskus


Ja, es gibt noch Einnahmen in Deutschland, die Sie nicht mit dem Staat teilen müssen: Gewinne aus Sportwetten sind für Wetter nicht steuerpflichtig. Doch der Fiskus holt sich sein Geld auf anderem Wege…

Keine Steuern bei König Fußball?

Nun geht es wieder rund: Wie weit kommen Jogis Jungs? Wer erreicht das Halbfinale? Und wer wird Weltmeister? In Deutschland kann darüber auf zahlreichen Internet-Portalen gewettet werden.

Doch keine Angst: Der Gewinn, der Ihnen ausbezahlt wird, ist steuerfrei. In der Steuererklärung hat er nichts zu suchen – egal wie hoch die Auszahlung war. Grund: Erträge aus Glücksspielen werden in Deutschland nicht besteuert.

Dazu zählen zum Beispiel Gewinne aus

  • Lotto
  • Sportwetten
  • Roulette
  • Preisausschreiben
  • Spielkasino
  • Rennwetten
Wichtig: Auch Gewinne aus privaten Tipprunden auf kicktipp oder ähnlichen Portalen interessieren den Fiskus nicht.

Staat verzichtet auf Einnahmen

Wer sich fragt, warum der Staat hier freiwillig auf eine Besteuerung verzichtet, sollte Folgendes überlegen: Wären die Wettgewinne steuerpflichtig, so könnte man auch die verlorenen Wetteinsätze als Ausgaben geltend machen. Und da bei Wettspielen erfahrungsgemäß mehr verloren als gewonnen wird, würde der Fiskus bei privaten Wettern ein sattes Minusgeschäft fahren.

Wettgewinn steuerfrei anlegen?

Sobald Sie jedoch Ihren Wettgewinn gewinnbringend anlegen, klopft der Fiskus an die Tür: Auf die erwirtschafteten Zinsen müssen Sie Kapitalertragssteuer zahlen. Sie beträgt 25 Prozent plus Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag. Ihr Kreditinstitut führt die Steuer direkt an den Fiskus ab. Die Zinsen erhalten Sie bereits steuerbereinigt – in der Steuererklärung angeben müssen Sie diese nicht mehr.

Tipp: Wann es sich doch lohnt, Kapitalerträge in Ihrer Steuererklärung anzugeben erfahren Sie hier auf steuernsparen.de.

Anbieter zahlt Wettsteuer

2012 trat das Gesetz zur Besteuerung von Sportwetten in Kraft. Dies besagt, dass für alle Sportwetten – egal ob online oder offline – eine Steuer von fünf Prozent des Wetteinsatzes an den Fiskus abgeführt werden muss. Diese Regelung betrifft alle deutschen Spieler, unabhängig davon, ob sie bei einem deutschen oder ausländischen Portal wetten. Da die ausbezahlten Gewinne weiterhin steuerfrei sind, wird der Wettanbieter zur Kasse gebeten. Dadurch schmälern sich natürlich seine Einnahmen. Daher geben die meisten Anbieter die Wettsteuer direkt an die Kunden weiter.

Steuer auf Gewinn oder Wetteinsatz

Die Anbieter haben verschiedene Möglichkeiten, das Geld von den Zockern wieder zu holen. Die meisten haben sich für die kundenfreundlichste Variante entscheiden, nur die gewonnenen Wetten zu besteuern. Die Wettabgabe ist steuerfrei, erst der Gewinnbetrag im Erfolgsfall wird um 5 Prozent gemindert.

Beispiel

Einsatz: € 10     Quote: 2,0

Gewinn vor Abzug der Steuer: € 20

Ausbezahlter Gewinn: € 19

Bei manchen Buchmachern wird die Wettsteuer auch auf sämtliche Kunden umgelegt: Die Steuer wird bereits vom jeweiligen Einsatzbetrag abgezogen. Ob die Wette später gewonnen wird oder nicht, ist egal – zahlen muss der Kunde trotzdem.

Beispiel

Einsatz: € 10     Quote: 2,0

Einsatz abzüglich Steuer: € 9,50

Gewinn abzüglich Steuer: € 19

Wir freuen uns über Ihr Feedback

Individuelle Fragen zu Ihrer Steuererklärung können wir leider nicht beantworten, da wir keine persönliche Steuerberatung anbieten dürfen. Bitte beachten Sie die rechtlichen Hinweise zu diesem Beitrag.

Sie haben Fragen zu unserer Steuer-Software? Hier hilft Ihnen das Kundencenter weiter.

+ Hier gibt es noch keine Kommentare

Kommentar hinterlassen