Einspruchsfrist

Einspruchsfrist


Der Einspruch gegen einen Steuerbescheid muss innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe schriftlich eingelegt werden. Als bekannt gegeben gilt ein Bescheid grundsätzlich drei Tage nach der Aufgabe zur Post.
Wird ein Steuerbescheid mit der Post übermittelt und wird die betreffende Postsendung später als drei Tage nach Absendung in den Hausbriefkasten des Empfängers eingeworfen, so beginnt die Einspruchsfrist am Tag des Einwurfs. Das gilt auch dann, wenn der Empfänger des Steuerbescheids ein Unternehmen ist, der Einwurf an einem Sonnabend erfolgt und in dem betreffenden Unternehmen sonnabends nicht gearbeitet wird.
Endet die Einspruchsfrist an einem Wochenende, so kann der Einspruch noch an dem nächsten Werktag beim Finanzamt eingereicht werden.

Versäumen Sie die Frist ohne Verschulden (zum Beispiel wegen einer schweren Erkrankung), ist auf Antrag Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu gewähren.
Die Einspruchsfrist beginnt bei fehlender oder unrichtiger Rechtsbehelfsbelehrung nicht zu laufen. In diesem Fall können Sie noch innerhalb eines Jahres nach Bekanntgabe des Steuerbescheids Einspruch einlegen.