Kirchenlohnsteuer


Bei Lohnsteuerpflichtigen berechnet der Arbeitgeber die Kirchensteuer und führt sie zusammen mit der Lohnsteuer an das Finanzamt ab. Dabei richtet sich der Arbeitgeber nach dem in der ELStAM-Datenbank vermerkten Schlüssel für die Religionszugehörigkeit. Die häufigsten Abkürzungen sind: ev = evangelisch (protestantisch), rk = römisch-katholisch, ak = alt-katholisch und rf = evangelisch-reformierte Kirche.
Aus Vereinfachungsgründen kann der Arbeitgeber für alle Arbeitnehmer den monatlichen Kirchensteuerabzug – die sog. Kirchenlohnsteuer – mit dem Kirchensteuersatz abrechnen, der für den Ort der Betriebsstätte gilt. Der Arbeitgeber braucht also nicht zu unterscheiden, wo die Arbeitnehmer wohnen. Bei der Einkommensteuerveranlagung legt das Finanzamt dann abhängig vom Wohnort den richtigen Kirchensteuersatz zugrunde.