Quellenabzugsverfahren

Quellenabzugsverfahren


Lohnsteuer und Kapitalertragssteuer werden bereits im Laufe des Jahres vom Arbeitgeber bzw. einem Kreditinstitut direkt an der Quelle erhoben. Deshalb spricht man von einem Quellenabzugsverfahren.

Die Lohnsteuer wurd von Arbeitgeber monatlich zusammen mit dem Solidaritätszuschlag und der Kirchensteuer vom Bruttolohn direkt einbehalten. Der Arbeitgeber bescheinigt die Beiträge auf der Lohnsteuerbescheinigung. Das Finanzamt berücksichtigt diese Beträge als Vorauszahlung auf die endgültig zu zuahlende EInkommensteuer, die bei der Steuerveranlagung ermittelt wird.

Vergleichbar ist das Verfahren bei den Einkünften aus Kapitalvermögen. Die im Laufe des Jahres gezahllte Kapitalertragssteuer (Abgeltungsteuer) ist seit 2009 in der Regel abgegolden. Das heisst die EInkünfte müssen in der Steuererklärung nicht mehr angegeben werden. Eine Anrechnung der Kapitalertragssteuer in der Steuerveranlagung ist nur möglich, wenn die Kapitaleinkünfte nach dem Grund- bzw. Splittingtarif besteuert werden, z. B. im Rahmen einer Günstigerprüfung oder eines Antrags auf Überprüfung des Steuereinbehalts. Geben Sie die Kapitalertragssteuer und ggf. ausländischen Quellensteuern unbedingt an und fügen Sie die Steuerbescheidnigung Ihrer Bank im Original bei.