Handwerker von der Steuer absetzen

Handwerker von der Steuer absetzen

Modernisierung


Egal ob tapezieren, Fliesen verlegen oder Rasenmähen: Wenn Sie Handwerker im Haus haben, können Sie Steuern sparen!

Satte 20 Prozent der Ausgaben sind von der Steuer abziehbar. Kosten bis zu 6.000 Euro sind begünstigt – das macht bis zu 1.200 Euro Steuerersparnis im Jahr.

Abgezogen werden dürfen jedoch nur die reinen Arbeitsleistungen, nicht die Materialkosten, wie z.B. Tapeten oder Fliesen. Anerkannt werden Wartungsarbeiten, Reparaturen oder Instandhaltungen. Auch der Schornsteinfeger, der einmal im Jahr kommt, gehört dazu.

Tipp: Fragen Sie Ihren Handwerker gleich nach einer Rechnung in der die Material- und die Arbeitskosten getrennt aufgeführt werden!

Arbeiten in Haus oder Garten

Wichtig ist, dass die Reparaturen oder Wartungen im Haus oder rund ums Haus erfolgen. Repariert ein Handwerker Ihren Kühlschrank oder Ihre Waschmaschine bei Ihnen zu Hause, erkennt das Finanzamt diese Rechnung an. Nicht abzugsfähig ist aber z.B. die Reparatur eines Fernsehgerätes, wenn es der Techniker mit in seine Werkstatt nimmt. Auch Arbeiten eines Gärtners, wie das Pflegen der Rosen oder das Heckenschneiden rund ums Haus können geltend gemacht werden.

Tipp: Bei defekten Haushaltsgeräten versuchen Sie am besten dem Techniker schon bei der Terminvereinbarung genau zu schildern, was Ihrem Gerät fehlt. Dann hat er das entsprechende Ersatzteil vielleicht gleich dabei und muss das Gerät nicht mitnehmen.

Achtung: Bares ist nicht immer Wahres!

Damit die Kosten anerkannt werden, brauchen Sie unbedingt eine Rechnung und den Nachweis der bargeldlosen Zahlung, z.B. per Überweisung, Lastschrift oder mit ec-Karte. Barzahlungen oder Barschecks werden nicht anerkannt! Selbst dann nicht, wenn der Handwerker die Zahlung handschriftlich quittiert. Denn: Ziel dieser Möglichkeit Steuern zu sparen ist auch die Bekämpfung der Schwarzarbeit.

So klappt der Abzug beim Finanzamt sicher

  • Rechnung liegt vor
  • Materialkosten und Arbeitskosten sind einzeln aufgeführt
  • Bargeldlose Bezahlung ist nachgewiesen (z.B. Kontoauszug)

Sehr bequem: Sie müssen Rechnungen und den Überweisungsbeleg nicht mehr der Einkommensteuererklärung beilegen. Das Finanzamt kann aber später verlangen, dass Sie diese Belege und einen Kontoauszug vorlegen. Also: Auf jeden Fall alle Belege aufheben!

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