Haushaltshilfe über Agentur vermittelt

Haushaltshilfe über Agentur vermittelt

Gebühren nicht steuerbegünstigt


Sie brauchen eine Putzkraft, einen Gärtner oder eine andere Haushaltshilfe, finden aber niemanden? Hier gibt es Agenturen, die Haushaltshilfen vermitteln und bei Ausfall des Personals für Ersatz sorgen. Dafür verlangen sie eine einmalige Bearbeitungsgebühr und laufende Abo-Gebühren.

Keine Kosten „für“ die Beschäftigung

Nun hat das Finanzgericht Köln entschieden, dass diese Gebühren nicht steuerbegünstigt sind – und somit keinen Steuervorteil bringen. Denn diese Gebühren sind keine Aufwendungen „für“ ein haushaltsnahes Beschäftigungsverhältnis. Damit ist ausschließlich das Entgelt gemeint, das an diejenige Person gezahlt wird, die im Haushalt tätig ist.

Ein Beschäftigungsverhältnis besteht nur zwischen dem Auftraggeber und der Haushaltshilfe, nicht jedoch mit der Vermittlungsagentur (Aktenzeichen Köln 3 K 2253/13).

Der entschiedene Fall

Ein Steuerzahler erteilte einer Agentur den Auftrag, ihm eine Haushaltshilfe zu vermitteln. Voraussetzung war, dass diese alle 14 Tage jeweils 3 Stunden lang seine Wohnung reinigen sollte. Die Agentur übernahm ferner die Verpflichtung, jederzeit bei Urlaub, Krankheit sowie generell bei Ausfall von Personal kostenlose Folgevermittlungen zu schaffen.

Dafür zahlte der Mann an die Agentur neben einer einmaligen Bearbeitungsgebühr von 25 Euro einen monatlichen Abo-Betrag in Höhe von 17 Euro. Diese Kosten strich nun das Finanzamt aus seiner Steuererklärung – und die Finanzrichter bestätigten das Vorgehen.

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