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Bogen rund

Haushaltshilfe und Haushaltsscheck

Erleichterung für Privathaushalte


Sie beschäftigen in Ihren Privathaushalt eine Haushaltshilfe für monatlich unter 450 Euro? Dann gibt es nun für Sie wesentliche Erleichterung.

Nicht ohne Haushaltsscheck

Zur Anmeldung und Beitragszahlung können – und müssen! – Sie als Arbeitgeber den sog. Haushaltsscheck verwenden. Es besteht also für die Anmeldung kein Wahlrecht zwischen dem Haushaltsscheck und dem sonst üblichen Meldeverfahren an die Krankenkasse.

Wie funktioniert das Verfahren?

Mit dem Haushaltsscheck melden Sie Ihre geringfügig beschäftigte Haushaltshilfe ganz einfach bei der Minijobzentrale an und erteilen gleichzeitig eine Einzugsermächtigung für die Abbuchung der Nebenkosten.

Die Minijobzentrale berechnet die Nebenkosten (Pauschalabgabe zur Renten- und Krankenversicherung 10 Prozent, Pauschalsteuer 2 Prozent, Beitrag zur Unfallversicherung 1,6 Prozent, Umlagen U1 und U2 0,84 Prozent) und zieht den Gesamtbetrag zweimal jährlich per Lastschrift von Ihrem Konto ein: Und zwar für das erste Halbjahr am 15. Juli und für das zweite Halbjahr am 15. Januar des Folgejahres.

Achtung: Neue Termine!

Nun werden mit dem “Fünften Gesetz zur Änderung des SGB IV und anderer Gesetze” die Einzugstermine hinausgeschoben: und zwar auf den 31. Juli sowie den 31. Januar des Folgejahres. Die zeitliche Verlängerung der Einzugsfristen ist aufgrund des SEPA-Verfahrens erforderlich, um die mit den neuen Vorschriften zum Lastschrifteinzug verbundene Frist von 14 Tagen für die Vorabankündigung einhalten zu können.

Für die Ausgaben der Haushaltshilfe gibt es eine Steuerermäßigung: Für eine geringfügig beschäftigte Perle können die Kosten mit 20 Prozent, höchstens 510 Euro, direkt von der Steuerschuld abgezogen werden.

Welche Kosten werden einbezogen?

Zu den Kosten gehören auch die o.g. Nebenkosten, die mittels Haushaltsscheck von der Minijobzentrale eingezogen werden. Und die am 15. Januar des Folgejahres eingezogenen Nebenkosten gehören noch zu den begünstigten Aufwendungen des Vorjahres, d.h. sie werden in die Steuerermäßigung des Vorjahres einbezogen (BMF-Schreiben vom 10.1.2014, Teilziffer 44).

Wenn ab 2015 der Einzugstermin vom 15. Januar des Folgejahres auf den 31. Januar verlegt wird, so ändert dies nichts an der bestehenden Steuerermäßigung. Auch wenn die Nebenkosten erst am 31. Januar des Folgejahres vom Konto abgebucht werden, gehören sie weiterhin zu den begünstigten Kosten des alten Jahres und sind dort steuermindernd absetzbar.

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