Heimunterbringung

Heimunterbringung

ist nicht gleich Heimunterbringung


– zumindest nicht soweit es den steuerlichen Abzug betrifft.

Ob die eigene oder die pflege-, krankheits-, oder behinderungsbedingte Heimunterbringung eines Angehörigen, der Abzug der Kosten erfolgt als allgemeine außergewöhnliche Belastung allgemeiner Art, vorausgesetzt die Person ist pflegebedürftig und die Kosten sind zwangsläufig oder aufgrund einer Unterhaltsverpflichtung entstanden.

Ist die Heimunterbringung jedoch „nur“ altersbedingt veranlasst, ist zu unterscheiden. Die Kosten für Ihre eigene Heimunterbringung können Sie nur im Rahmen einer Steuerermäßigung für haushaltsnahe Dienstleistungen berücksichtigen. Bei der altersbedingten Heimunterbringung handelt es sich um Unterstützungsleistungen Bedürftiger.

Kürzungen bei den Heimunterbringungskosten

Sie haben sich bestimmt bereits gedacht, dass Zuschüsse und Kostenerstattungen Dritter die Heimunterbringungskosten mindern. Aber damit nicht genug. Der Fiskus hat auch hier an alles gedacht – auch an die Ersparnis aus der Auflösung des eigenen Haushaltes. Hier erfolgt ebenfalls eine Kürzung.

Von welcher Haushaltsersparnis das Finanzamt ausgeht, entnehmen Sie der nachfolgenden Tabelle.

JahrPro JahrPro MonatPro Tag
20148.354,00 €696,17 €23,21 €
20138.130,00 €677,50 €22,58 €
20128.004,00 €667,00 €22,23 €
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Auf der einen Seite Abzug einer Haushaltsersparnis…

Was, wenn eine kurzfristig erforderliche Heimunterbringung durch private Lebensführungskosten zu finanziellen Doppelbelastung wird?

Wenn ein Umzug ins Heim kurzfristig erforderlich ist, entsteht neben der gesundheitlichen Belastung, der finanziellen Belastung durch die Heimunterbringungskosten zumeist noch eine weitere finanzielle Belastung – und zwar durch die „zunächst noch“ weiterlaufenden privaten Kosten der Lebensführung wie zum Beispiel die Miete.

Da Kündigungsfristen einzuhalten sind, können dabei schnell einige Kosten auflaufen. Bei dieser Doppelbelastung liegt der Gedanke nah, dass der Staat durch eine Steuererleichterung unter die Arme greift.

Dem ist jedoch nicht so. Wie das Finanzgericht in einem solchen Fall bereits geurteilt hat, lesen Sie hier.

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