Helfer beim Hausnotruf
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Helfer beim Hausnotruf

Beim Übungsleiterfreibetrag begünstigt


Der Hausnotruf ist ein Angebot von Hilfsorganisationen: Mittels eines Notruf-Senders, den die teilnehmenden Personen um das Handgelenk oder den Hals tragen, können sie in einer Notlage mit der Zentrale des Hausnotrufs in Kontakt treten.

Bei Bedarf fahren dann die Helfer des Hintergrunddienstes zu den betroffenen Personen und leisten Hilfe. Insbesondere ältere, kranke oder behinderte Menschen, die alleine und weitestgehend selbstständig in ihrer Wohnung leben, profitieren davon.

2.400 Euro steuerfrei

Die Tätigkeit der Helfer beinhaltet somit die Pflege alter, kranker und behinderter Menschen – und diese Pflegetätigkeit ist durch den so genannten Übungsleiterfreibetrag begünstigt. Also bleiben die Vergütungen bis zur 2.400 Euro im Jahr steuerfrei.

Nur Rettungseinsätze begünstigt?

Doch gilt die Steuerfreiheit uneingeschränkt auch für die Bereitschaftszeiten? Das Finanzamt zeigt sich hier kleinlich: Demnach könne die Steuervergünstigung nur für den Anteil der Vergütung gewährt werden, der auf tatsächliche Rettungseinsätze entfällt. Dieser begünstigte Anteil solle anhand der Gesamtumstände des Einzelfalls ermittelt werden (Schreiben der Oberfinanzdirektion OFD Frankfurt, S 2245 A-2-St 213). In Nordrhein-Westfalen blieben aus Vereinfachungsgründen pauschal 50 Prozent der Vergütung steuerfrei (Kurzinfo der OFD Rheinland Nr. 004/2008).

Positive Entscheidung vom Finanzgericht

Nun hat das Finanzgericht Köln für die Helfer und gegen den Fiskus entschieden. Die Vergütungen der Helfer im Hintergrunddienst sind nun in vollem Umfang begünstigt sind – und daher bis zu 2.400 Euro im Jahr steuerfrei.

Die Steuerbefreiung gelte auch in Bezug auf die Bereitschaftszeiten. Eine Differenzierung nach Einsatzzeiten und Bereitschaftszeiten verbiete sich schon deshalb, weil das Sich-Bereithalten unabdingbare Voraussetzung für die erfolgreiche Durchführung der Rettungseinsätze ist (Aktenzeichen 3 K 1350/12).

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