Herbstzeit ist Gartenzeit

Aufwendungen helfen Steuern sparen


Draußen färben sich die ersten Blätter. Es ist Herbst und im Garten herrscht Hochbetrieb. Wer nicht selbst graben und Zweige schneiden möchte, beauftragt einen Gärtner. Jetzt fallen nicht nur Blätter, sondern auch Kosten an. Die können Sie in Ihrer Steuererklärung angeben.

Als Handwerkerleistung oder als haushaltsnahe Dienstleistung mindern die Aufwendungen die Steuer, wenn Sie den Garten Ihres (selbst bewohnten) Domizils bearbeiten lassen.

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Zwei Möglichkeiten

Handelt es sich um eine Handwerkerleistung oder um eine haushaltsnahe Dienstleistung? Unterscheiden lassen sich die beiden Bereiche nicht immer einfach. Haushaltsnahe Dienstleistungen sind Leistungen, die normal von einem Familienmitglied im Rahmen der hauswirtschaftlichen Tätigkeit erbracht werden und regelmäßig anfallen. Übertragen auf die Gartenarbeit gehören zu den hauswirtschaftlichen Tätigkeiten zum Beispiel das Mähen des Rasens, das Fegen des Laubs oder das Schneiden der Hecken. Spätestens, wenn der bisher naturbelassene Garten gestaltet wird, handelt es sich um eine Handwerkerleistung.

Unterschiedliche Förderung

Die beiden Bereiche müssen deshalb unterschieden werden, da sie steuerlich nicht gleich gefördert werden. Zwar können in beiden Fällen 20 Prozent der Ausgaben für Arbeitsleistung, für Maschinen- und Fahrzeugkosten (Wegegeld) in der Steuererklärung ansetzen werden, doch die maximale steuerliche Förderung unterscheidet sich. Während der Höchstbetrag bei den Handwerkerleistungen bei 1.200 EUR im Jahr liegt, können bei den Dienstleistungen 4.000 EUR im Jahr angesetzt werden.

Achtung

Das Finanzamt gewährt Ihnen die steuerliche Förderung nur, wenn Sie eine Rechnung vorweisen können und die Zahlung per Überweisung erfolgt ist. Barzahlungen werden steuerlich nicht gefördert. Da nur Arbeits- und Maschinenkosten angesetzt werden, ist es am einfachsten, wenn die Rechnung diese Positionen getrennt von den Materialkosten ausweist. Das Finanzamt erkennt die Kosten inklusive Umsatzsteuer an.

Bundesfinanzhof, Aktenzeichen VI R 61/10 BDL, Pressemitteilung vom 02.10.2012

Steuerberatung?

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