Hilfe für Menschen mit Behinderung

Hilfe für Menschen mit Behinderung

Wie hilft der Fiksus?


Eine Behinderung kann sehr schnell für den Betroffenen auch finanziell zur Last werden. Zum Glück hilft der Staat.

Für Menschen mit Behinderung gibt es zahlreiche Vergünstigungen, wie:

  • den Behinderten-Pauschbetrag,
  • die Berücksichtigung von Krankheitskosten,
  • zusätzliche Werbungskosten,
  • die Anerkennung von Fahrtkosten,
  • die Minderung der Kraftfahrzeugsteuer.

Behinderten-Pauschbetrag

Dieser Pauschbetrag soll die erhöhten Aufwendungen eines Behinderten, die durch Verrichtungen im Alltag entstehen, abdecken. Hierzu gehören Kosten für die Hilfen im häuslichen Bereich inklusive der Kosten, die durch einen erhöhten Wäschebedarf entstehen. Hierzu gehören auch Kosten für die Pflege.

Die Höhe des Pauschbetrags ist vom Grad der Behinderung abhängig:

  • von 25 und 30 Prozent  EUR 310
  • von 35 und 40 Prozent EUR 430
  • von 45 und 50 EUR 570
  • von 55 und 60 EUR 720
  • von 65 und 70 Prozent  EUR 890
  • von 75 und 80 EUR 1.060
  • von 85 und 90 Prozent EUR 1.230
  • von 95 und 100 Prozent  EUR 1.420

Der Pauschbetrag erhöht sich auf € 3.700 bei dauerhaft hilflosen Menschen und bei Blinden. Um einen Pauschbetrag auf Grund der Behinderung ansetzen zu können, muss mindestens ein Grad der Behinderung von 25 vorliegen. Ist der Grad der Behinderung auf unter 50 festgestellt, wird ein Pauschbetrag nur gewährt, wenn:

  • Renten oder andere Bezüge nach gesetzlichen Vorschriften zustehen, oder
  • die körperliche Beweglichkeit dauerhaft eingebüßt wurde oder eine typische Berufskrankheit vorliegt.

Kinder

Der Pauschbetrag kann vom behinderten Kind auf die Eltern übertragen werden,wenn diese für das Kind Kindergeld bzw. einen Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf erhalten. Sind die Ausgaben für diesen Bereich insgesamt höher als der Pauschbetrag, können die tatsächlichen Kosten nachgewiesenund angesetzt werden. Beim Ansatz von tatsächlichen Aufwendungen, als außergewöhnliche Belastungen, ist immer die zumutbare Eigenbelastung zu beachten.

Krankenkosten

Zusätzlich zum Behinderten-Pauschbetrag können Krankenkosten angesetzt werden. Hierzu gehören zum Beispiel:

  • Behandlungskosten
  • Fahrtkosten, die für Fahrten zur Behandlung notwendig sind
  • Arzneimittel
  • Heilmittel
  • Hilfsmittel, wie Brillen oder Rollstühle
  •  Kuren, unter bestimmtenVoraussetzungen
  •  Schulgeld, unter bestimmten Voraussetzungen

Alle Aufwendungen können nur geltend gemacht werden, wenn sie der Heilung oderder Linderung einer Krankheit dienen. Es muss sich also um echte Krankheitskostenhandeln. Sie müssen zudem zwangsläufig, notwendig und angemessen sein.

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