Hundesitter

Hundesitter

Sind die Kosten absetzbar?


Betreuungskosten für den Hund können zu den haushaltsnahen Dienstleistungen gehören. Ob sie als solche steuerlich berücksichtigt werden, ist bisher nicht entschieden. Die Begründung der Richter in einem Urteil des Finanzgerichts Münster lässt jedoch hoffen, dass Kosten für den Hundesitter Ihre Steuerlast mindern können.

Die Anzahl der Geburten in Deutschland ist rückläufig. Anders sieht es mit der Anschaffung eines „besten Freundes des Menschen“ aus. Solange der Hund einen Menschen begleitet, muss er betreut und versorgt werden. Dienstleistungen rund um den Hund ist ein wachsender Wirtschaftszweig. Tagesbetreuung für den Hund ist keine Seltenheit mehr.

Steuererleichterung für Hundebesitzer

Die Kosten für die Kinderbetreuung können als Sonderausgaben in der Steuererklärung angesetzt werden. Einen solchen Paragraphen gibt es für die Kosten von Hundebetreuung nicht. Schaut man genauer hin, könnten manche Betreuungskosten für den Hund zu den steuerbegünstigten haushaltsnahen Dienstleistungen gehören. Die Frage, ob Kosten für die Hundebetreuung die Steuerlast mindern, sollten die Richter des Finanzgerichts Münster entscheiden.

Der Fall

Geklagt hatte ein zweifacher Hundebesitzer, der regelmäßig einen Betreuungsservice für seine Vierbeiner in Anspruch nimmt. In seinem Fall werden die Hunde abgeholt und gebracht. In der Wohnung oder dem Garten des Klägers findet keine Betreuung statt. Die Richter stellten fest, dass die Tätigkeit des „Dogsitters“ grundsätzlich zu den haushaltsnahen Dienstleistungen gehört. Diese würden Tätigkeiten einschließen, die üblicherweise zur Versorgung der Familie in einem Privathaushalt erbracht würden. Dazu gehörten auch die Leistungen für die Versorgung und Betreuung eines in den Haushalt aufgenommenen Hundes.

Im vorliegenden Fall scheiterte die Steuerermäßigung daran, dass die Tätigkeit nicht im Haushalt des Klägers ausgeführt wurde. Die Richter mussten hier nicht entscheiden, ob die Kosten für den Hundesitter die Steuer mindern würde, wenn die Tätigkeit im Haushalt erbracht würde. Die Urteilsbegründung kann Hundebesitzer hoffen lassen, dass Kosten für im Haushalt betreute Hunde in der Steuererklärung eine Rolle spielen können.

Hundeflüsterer

Ungeklärt bleibt auch die Frage der Tätigkeit von Hundetrainern. Wenn Ihr Hund in Ihrem Haushalt trainiert und erzogen wird, handelt es sich dann um eine haushaltsnahe Dienstleistung? Wahrscheinlich ist der Vergleich mit dem Nachhilfeunterricht des Nachwuchses zu ziehen. Genau wie dieser, werden Kosten für den „Hundeflüsterer“ wahrscheinlich nicht Ihre Steuerlast mindern.

Finanzgericht Münster, Aktenzeichen 14 K 2289/11 E

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