Job- Ticket

Chef zahlt die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel


Wenn Sie von Ihrem Arbeitgeber einen Sachbezug erhalten, müssen Sie diesen versteuern. Denn es besteht Steuer- und Sozialversicherungspflicht, es sei denn, die Bezüge übersteigen nicht 44 Euro im Monat. Dazu zählt beispielsweise auch ein vom Chef bezahltes Job- Ticket.

Stress, Stress und nochmal Stress

Kilometerlanger Stau, Rush Hour, Stop an Go: Jeden Tag, fünf Mal die Woche muss fast jeder Arbeitnehmer durch diesen alltäglichen Stress. Dabei hat der Arbeitstag noch lange nicht begonnen. Nach neusten Studien verbringt beispielsweise jeder Stuttgarter durchschnittlich 58 Stunden und jeder Kölner sogar 76 Stunden pro Jahr im Stau.

Doch die „Rettung“ ist oft näher als gedacht: Viele Chefs zahlen ihren Arbeitnehmern ein Job- Ticket.

Geschenkt ist doch nicht ganz geschenkt

Ob kostenloses Mittagessen, Firmenwagen- Nutzung für private Fahrten.

All diese Leistungen gehören aus steuerlicher Sicht zu den Sachbezügen. Seit 2007 darf der Arbeitgeber diese mit pauschalen 30 Prozent versteuern. Das gilt auch für das Job- Ticket. Doch wenn sich die Kosten für das Ticket im Rahmen halten, kann die Freigrenze genutzt werden.

Schön, es gibt eine Freigrenze!

Der Fiskus drückt bei Sachzuwendungen unter 44 Euro noch mal ein Auge zu. Kostet das Job- Ticket monatlich weniger als 44 Euro, wird davon ausgegangen, dass kein Geldwerter Vorteil vorliegt.

Wird aber diese Grenze überschritten und gibt der Arbeitgeber einen Zuschuss darüber hinaus zahlt oder er zahlt das Ticket komplett aus der Unternehmenskasse, dann liegt ein Sachbezug vor. Und der Fiskus möchte dann auch ein Stück von dem Kuchen haben.

Dazu ein kleines Beispiel: Frau Müller fährt täglich mit dem Bus an ihren Arbeitsplatz. Das Ticket kostet 42,00 Euro, welches Ihr Chef monatlich zahlt. Frau Müller hat in diesem Fall Glück gehabt. Denn dieser geldwerte Vorteil hat keine steuerliche Relevanz für sie.

Ein Prosit auf den Chef

Im Fachjargon wird bei Sachbezügen von sog. Aufmerksamkeiten gesprochen. Darunter fallen auch Bücher, Blumen, Tonträger, die Sie als Angestellter zu besonderen Anlässen erhalten.

Aber von Aufmerksamkeiten wird auch bei Getränke und Genussmitteln gesprochen, die Sie vom Chef zum Verzehr im Betrieb unentgeltlich oder teilentgeltlich erhalten.

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