Jobsuche steuerlich absetzen

Welche Bewerbungskosten die Steuer mindern


Ein beruflicher Neustart kostet nicht nur eine Menge Nerven, sondern auch erstmal ordentlich Geld. Je nach Menge der abgeschickten Bewerbungen und getätigten Vorstellungsgespräche können einige hundert Euro zusammen kommen.

Jeder Beleg zählt

Doch der Fiskus hilft Ihnen: Die Ausgaben können Sie – unabhängig vom Erfolg der jeweiligen Bewerbung – als Werbungskosten absetzen. Sammeln Sie daher schon zu Beginn Ihrer Bewerbungsphase alle Quittungen und Belege rund um Ihre Jobsuche. Hat Ihr potentieller Arbeitgeber jedoch Kosten erstattet, müssen Sie diese von den Gesamtkosten abziehen.

Diese Kosten mindern Ihre Steuer:

  • Briefpapier, Briefmarken und Briefumschläge
  • Bewerbungsfotos
  • Kopien (einfache und beglaubigte) und Druckkosten
  • Klarsichtfolien, Hefter und Mappen
  • Kosten für Musterarbeiten
  • Polizeiliches Führungszeugnis
  • Stelleninserate in Zeitung oder Internet
  • Telefonkosten in Zusammenhang mit der Bewerbung
  • Tageszeitungen mit großem Stellenmarkt (z.B. FAZ)
  • Bücher mit Tipps für Bewerbungen und Vorstellungsgespräche
  • Bewerbungsseminare
  • Kosten für Schreibstudios
  • Urkunden
  • Parkgebühren
  • Unfallkosten auf dem Weg zum Bewerbungsgespräch
  • Fahrtkosten zum potentiellen neuen Arbeitgeber (30 Cent je gefahrenem Kilometer)
  • Fahrkarte für öffentliche Verkehrsmittel, Taxigebühren
  • Übernachtungs- und Verpflegungskosten (falls nicht vom potentiellen Arbeitgeber übernommen)
  • Kosten fürs Probearbeiten (falls nicht vom potentiellen Arbeitgeber übernommen)

Tragen Sie die Gesamtsumme in Zeile 46 der Anlage N ein.

Sie haben die Quittungen verlegt?

Halb so schlimm – Pro Bewerbung mit Bewerbungsmappe können Sie pauschal 8,50 Euro ansetzen. Haben Sie sich ohne Mappe z.B. per E-Mail um einen Job bemüht, können Sie 2,50 Euro je Bewerbung als Werbungskosten abziehen.

Tipp: Erstellen Sie eine Liste, auf welcher die angeschriebenen Firmen ggf. mit Datum der eingereichten Bewerbung aufgeführt sind.

 

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