Kein Bargeld für den Babysitter

Wegen Nachweis der Kosten


Zwei Drittel der Kosten für die Betreuung Ihres Kindes, maximal 4.000 Euro können Sie in der Steuererklärung ansetzen. Doch Vorsicht: Das Finanzamt erkennt die Aufwendungen nur an, wenn Sie zum Beispiel die Tagesmutter, den Babysitter oder die Betreuungseinrichtung nicht bar bezahlt haben.

Für den steuerlichen Abzug Ihrer Kosten ist es notwendig, dass Sie dem Finanzamt eine Rechnung vorlegen können und nachweisen können, dass die Zahlung auf das Konto des Leistenden erfolgt ist.

Die Richter des Bundesfinanzhofs haben sich der Frage gewidmet, ob der Gesetzgeber bare und unbare Zahlungen ungleich behandeln darf. Unbare Zahlungen mindern Ihre Steuerlast, wohingegen Barzahlungen steuerlich keine Rolle spielen sollen.

Stichwort „Schwarzarbeit“

Für die Richter ist diese ungleiche Behandlung von Ausgaben kein Problem. Auch bei den haushaltsnahen Dienstleistungen und bei den Arbeiten der Handwerker in privaten Haushalten ist es Voraussetzung für den Steuerabzug, dass die Rechnungen auf das Bankkonto des Leistenden überwiesen werden.

Der Gesetzgeber kann für Kosten, die den privaten Bereich des Steuerbürgers betreffen, besondere Nachweise fordern. Im Fall der Kinderbetreuung soll Missbrauch vorgebeugt werden. Insbesondere soll Schwarzarbeit in Privathaushalten verhindert werden.

Beschluss des Bundesfinanzhofs, Aktenzeichen III B 2/11

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