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Kinderbetreuung im Lockdown: Das können Sie absetzen

Was Eltern für die Steuer wissen müssen


Es kam so wie befürchtet: Der Lockdown ging in die Verlängerung. Schulen und Kitas bleiben bis 14. Februar geschlossen und Eltern müssen sich weiter in Geduld und Multitasking üben. Denn Kinderbetreuung aus dem Home-Office – das ist schon lange die neue Realität. Wie Sie der Fiskus dabei unterstützt erfahren Sie hier.

Kinderbetreuung in der Corona-Krise

Kita zu: Kann ich auch andere Kinderbetreuung absetzen?

Aufgrund der Corona-Pandemie hat sich für viele Eltern der Alltag dramatisch verändert. Für die Steuer gilt dabei: Fallen aufgrund der geschlossenen Kitas und Schulen die Betreuungsgebühren weg, sind diese auch nicht abzugsfähig.

Aber: Viele bemühen sich um eine alternative Betreuung für ihre Kinder – und diese Kosten können von der Steuer abgezogen werden. Dabei ist egal, ob Sie Großeltern Fahrtkosten erstatten oder einen Babysitter engagieren. Mehr zum Thema hier.

Keine Betreuungsmöglichkeit: Was muss ich steuerlich beachten?

Ist die Kita oder Schule pandemiebedingt geschlossen bzw. eingeschränkt geöffnet, haben viele Eltern ein Problem. Und für einige ist die Kombination aus Home-Office und Kinderbetreuung zu Hause schlichtweg nicht möglich. Denn: Da Oma und Opa zur Risikogruppe gehören, fällt auch diese Betreuungsmöglichkeit weg. Wenn Sie keine alternative Kinderbetreuung organisieren können, haben Sie folgende Möglichkeiten:

Kinderkrankengeld

Sie haben Sie Anspruch auf Kinderkrankengeld ­– auch dann, wenn das Kind gar nicht krank ist und Sie es lediglich auf Empfehlung zu Hause betreuen. Das sind insgesamt 90 Prozent Ihres Nettoeinkommens. Diese Regelung gilt für alle Eltern mit Kindern unter 12 Jahren. Alle Details dazu lesen Sie im folgenden Beitrag: Kinderkrankengeld

Entschädigung wegen Verdienstausfall

Sie haben einen Anspruch auf Entschädigung für den pandemiebedingten Verdienstausfall (§ 56 Abs. 1a IfSG). Diese beläuft sich auf 67 Prozent des Nettolohns und maximal 2.016 Euro. Die Entschädigungsregelung wurde nun bis zum 31.03.2021 verlängert.

  • Pro Elternteil wird der Lohnersatz für maximal 10 Wochen gezahlt.
  • Diese Regelung gilt für alle Eltern mit Kindern unter 12 Jahren. Auch dann, wenn das Kind sich in einer angeordneten Quarantäne befindet und deshalb zu Hause bleiben muss.
  • Das Kinderkrankengeld und die Entschädigung können Sie nicht gleichzeitig erhalten.
Sowohl das Kinderkrankengeld als auch die Entschädigung sind steuerfrei. Allerdings handelt es sich bei beiden Zahlungen um eine  Lohnersatzleistung . Das bedeutet, dass Sie eine Steuererklärung abgeben müssen, wenn Sie eine dieser Leistungen erhalten haben.

Zudem unterliegen Lohnersatzleistungen dem  Progressionsvorbehalt . Heißt: Für das gesamte Einkommen gilt dann ein höherer Steuersatz. Folge: Eine Steuernachzahlung ist nicht ausgeschlossen.

Home-Schooling: Kann ich Laptop und Nachhilfe absetzen?

Damit das Home-Schooling klappt, kommen neue Ausgaben für Unterrichtsutensilien hinzu. Neben den klassischen Büchern, Schreibblöcken oder Stiften müssen z. B. auch Laptop und Headset angeschafft werden, mancherorts auch eine stabile Internetverbindung. Zum Drucken von unzähligen Arbeitsblättern muss auch der heimische Drucker dran glauben. Die Frage, die sich viele stellen: Was davon ist absetzbar? Leider sorgt das deutsche Steuerrecht hier für Ernüchterung:

Coronabedingte Arbeitsmittel

Diese sind für den Unterricht der Kinder nicht abzugsfähig. Denn Kosten für die Schul- und Berufsbildung der Kinder sind mit dem Kindergeld und dem Kinderfreibetrag abgegolten. Deshalb können Eltern nicht noch zusätzlich die Ausgaben für Schulmaterial geltend machen.

Nachhilfeunterricht

Kosten hierfür erkennt das Finanzamt nicht an. Denn Nachhilfekosten zählen nicht als Kinderbetreuung, weil der Fokus auf dem Lernen und nicht der Betreuung liegt. Ausnahme: beruflicher Umzug. Sind Sie aus beruflichen Gründen umgezogen, können Sie die Nachhilfekosten als Werbungskosten absetzen. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag zur Umzugskostenpauschale.

Schulgeld

Für Schulgeld an einer Privatschule können Sie rund 30 Prozent und maximal 5.000 Euro der Kosten pro Kind absetzen – mit Abzug von Betreuung, Verpflegung und Unterkunft.

Weitere interessante Themen im Zusammenhang mit der Pandemie, finden Sie in unserem Special Corona & Steuern.

Allgemeines zu Kinderbetreuungskosten

Was sind Kinderbetreuungskosten?

Ganz einfach: Das sind alle Kosten, die Sie für die Betreuung Ihres Kindes bezahlen. Dabei spielt es keine Rolle, wo die Betreuung stattfindet:

  • im Kindergarten, in der Kindertagesstätte,
  • im Heim, Hort oder Krippe,
  • bei der Tagesmutter oder
  • bei Ihnen zu Hause.

Gehört alles, was ich zahle zu den Betreuungskosten? Leider nein. Das Finanzamt akzeptiert nur Kosten, bei denen die reine Fürsorge im Vordergrund steht. Daher zählen Kosten für Verpflegung, sportliche Aktivitäten, Nachhilfeunterricht etc. nicht zu den Betreuungskosten.

Ausnahme: Die „pädagogisch sinnvolle Gestaltung“ im Rahmen der Kinderbetreuung. Dazu zählt z. B. der spielerisch vermittelte Fremdsprachenunterricht im Kindergarten. Die Kosten hierfür können Sie absetzen (Urteil des Bundesfinanzhofs vom 19.04.2012, III R 29/11).

Wann müssen Kosten aufgeteilt werden?

Und wenn die Kosten beides beinhalten? Bringt die Tagesmutter ihrem Kind auch noch das Geigenspielen bei, müssen Sie schätzen wie hoch der Anteil für die Betreuung ist. Gleiches gilt für die Nachmittagsbetreuung mit Nachhilfeunterricht in der Schule. Mit einer vertraglichen Vereinbarung bzw. Aufteilung der Kosten sind sie daher gut bedient. Der Anteil für den Nachhilfeunterricht kann nämlich nicht angesetzt werden.

Ähnlich verhält es sich, wenn Sie z. B. ein 14-jähriges und ein 8-jähriges Kind haben. Beide Kinder besuchen eine Kinderbetreuung. Aber: Sie können nur die Zahlungen für Ihr 8-jähriges Kind absetzen. Für Kinder ab 14 Jahren gilt der Steuerabzug nicht mehr. Auch hier müssen Sie abschätzen, wie viel Sie für das jüngere Kind zahlen und können nur diesen Teil ansetzen.

Welche Voraussetzungen gelten für den steuerlichen Abzug?

Die oben genannten Kinderbetreuungskosten können Sie als Sonderausgaben in Ihrer Steuererklärung absetzen. Das geht, solange

  • das Kind noch unter 14 Jahre ist,
  • es sich um ein leibliches oder Pflegekind handelt und
  • das Kind in ihrem Haushalt lebt.
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Um Ihre Kosten absetzen zu können, müssen Sie eine Rechnung haben und den Betrag überweisen. Barzahlungen akzeptiert das Finanzamt leider nicht.

Kinderbetreuung: Und wenn Oma und Opa einspringen?

Grundsätzlich ist es egal, ob der Opa oder der Onkel für die Betreuung einspringt, erstatten Sie ihnen die Fahrtkosten, können Sie diese steuerlich geltend machen. Das Gleiche gilt, wenn Sie Ihre Angehörigen über die Erstattung der Fahrtkosten hinaus für die Betreuung bezahlen. Folgendes müssen Sie beachten:

  • Vereinbarung:
    Sie brauchen Sie eine schriftliche Vereinbarung mit den Großeltern – auch, wenn die eigentliche Betreuung kostenlos ist. In dieser halten Sie fest, dass die Großeltern regelmäßig auf Ihre Kinder aufpassen und Sie ihnen die Fahrtkosten dafür erstatten.
  • Nachweis:
    Die tatsächlich erstatteten Fahrten müssen Sie auch nachweisen können. Das geht am besten am besten als Auflistung mit Entfernung, Datum, und Adresse. Für die Kostenberechnung gilt: 30 Cent pro gefahrenen Kilometer oder auch der Ersatz einer Tankfüllung. Halten Sie dazu Tankquittungen oder Fahrkarten parat.
  • Überweisung:
    Zahlen Sie die Erstattung unbedingt per Überweisung. Unbare Zahlungen akzeptiert das Finanzamt nicht.

Übrigens: Da die Steuern pauschal bezahlt wurden, müssen Oma und Opa keine Angaben bei der Steuer machen. Für sie ist es dann steuerfrei.

Allerdings können Sie keine Betreuungskosten absetzen, wenn enge Familienmitglieder Ihre Kinder betreuen. Dazu zählen die, die Kindergeld erhalten oder Anspruch auf Kinderfreibeträge bei der Steuererklärung haben – also Eltern oder auch der Lebenspartner der Mutter. Zahlt der eine Partner dem anderen für die Betreuung einen Geldbetrag, so wird dieser nicht berücksichtigt. Auch erkennt das Finanzamt keine Kosten an, die für eigene Fahrten zum Bringen und Abholen Ihres Kindes anfallen.

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Verdienst über 410 Euro:
Verdient ein Angestellter durch die Betreuung pro Jahr mehr als 410 Euro, ist das steuerpflichtig. Sind die Großeltern bereits in Rente und bleiben insgesamt unter dem Grundfreibetrag müssen keine Steuern bezahlt werden.

Oma als Minijobber:
Eine andere Möglichkeit wäre es, die Großeltern über das Haushaltscheck-Verfahren als Minijobber anzustellen. Dies geht online problemlos. Der Vorteil: Steuern werden pauschal bezahlt und die Betreuungsperson ist auch in der gesetzlichen Unfallversicherung versichert. Die Kosten aus dem Haushaltscheck-Verfahren können die Eltern komplett als Kinderbetreuungskosten angeben. Mehr dazu erfahren Sie auf der Website der Minijob-Zentrale.

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So viel gibt’s: Steuerbonus von bis zu 4.000 Euro pro Kind

Kinderbetreuungskosten werden zu zwei Drittel anerkannt, insgesamt jedoch bis maximal 4.000 Euro pro Kind und Jahr.

Auch wenn die Voraussetzungen für den Abzug nicht das ganze Jahr vorgelegen haben (z. B. bei Geburt eines Kindes), gilt der Höchstbetrag in voller Höhe.

Wer darf die Kinderbetreuungskosten absetzen?

Grundsätzlich gilt: Die Kosten darf nur derjenige absetzen, der sie auch tatsächlich gezahlt hat. Haben sich beide Eltern die Rechnung geteilt, können beide einen Teil absetzen. Der anteilige Höchstbetrag für jeden Elternteil liegt grundsätzlich bei 2.000 Euro pro Kind und Jahr. Sie können jedoch einvernehmlich eine andere Aufteilung des Höchstbetrages beantragen.

Zusammenveranlagung

In diesem Fall ist es egal, wer die Kosten übernommen hat. Diese werden bei beiden Elternteilen gemeinsam in einer Summe abgezogen.

Einzelveranlagung

Bei einer Einzelveranlagung werden sie auf gemeinsamen Antrag jeweils zur Hälfte beim Ehemann und bei der Ehefrau berücksichtigt. Haben beide Kosten übernommen, darf jeder seine zu zwei Dritteln bis zum Höchstbetrag von 2.000 Euro pro Elternteil absetzen. Hat bei einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft nur ein Elternteil den Betreuungsvertrag abgeschlossen und die Kosten gezahlt, kann der andere Elternteil keine Kinderbetreuungskosten absetzen.

Die Kosten müssen Sie nachweisen können – allerdings nur noch auf Verlangen des Finanzamts. Dafür benötigen Sie eine Rechnung und einen Kontoauszug oder einen Überweisungsträger.

Info Icon GrafikBewahren Sie Überweisungsbelege und Rechnungen auf:
Für den steuerlichen Abzug ist es unbedingt nötig, dass Sie die Betreuungskosten überweisen. Barzahlungen und Barschecks werden vom Finanzamt nicht anerkannt.
Wichtig ist auch, dass Sie eine Rechnung von der betreuenden Person erhalten. Eine einfache Quittung des Empfängers reicht nicht.

  • Besucht Ihr Kind einen Kindergarten oder -hort? Dann reicht ein Bescheid der Einrichtung, in dem die Kosten für die Betreuung festgehalten sind. Einen Überweisungsbeleg brauchen Sie aber auch hier.
  • Haben Sie eine Betreuungsperson im Rahmen eines Minijobs oder einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung angestellt? Dann sollten Sie einen Arbeitsvertrag abschließen.

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Mit WISO Steuer tragen Sie die Daten mit wenigen Klicks in die Steuererklärung ein.

Unter Daten erfassen > Kinder können Sie alle relevanten Informationen zu Ihrem Kind bzw. Ihren Kindern eintragen. Dort geben Sie unter anderem auch die Betreuungskosten für Ihre Kinder an:

 

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Übrigens: In unserer Steuer-Software finden Sie eine ausführliche Hilfe und Tipps zu allen Themen rund um Ihre Steuererklärung.

14 Kommentare

Kommentar hinterlassen
  1. 1
    Tobi Weber

    Hallo zusammen,
    wie gebe ich Kinderbetreuungskosten bei getrennt lebenden ein. ?
    Die Kinder sind bei meiner Ex-Frau gemeldet, sind aber alle 2 Wochenenden und die hälftigen Ferien bei mir.
    Die hälfte der Kindergarten bzw. Hortkosten bezahle ich. Eine Eintragung bei den normalen Betreeungskosten funktioniert nicht, da die Kinder nicht bei mir gemeldet sind.
    Kann ich dies eventuell über Sonderausgaben angeben ?

    Danke und viele Grüße

    • 2
      Carina Hagemann

      Hallo Herr Weber,

      bitte beachten Sie, dass ich Ihnen aus rechtlichen Gründen leider keine steuerlichen Einzelfallfragen beantworten darf.
      Grundsätzlich sind Kinderbetreuungskosten steuerlich unter bestimmten Voraussetzungen als Sonderausgaben abzugsfähig.
      Ob diese Voraussetzungen erfüllt sind, prüft das Steuerprogramm WISO Steuer automatisch. Hierfür müssen Sie zum einen Angaben zum Kind, dem Kindschaftsverhältnis sowie Meldeort und Haushaltszugehörigkeit angeben.
      Bei der Erfassung der Kinderbetreuungskosten geben Sie dann zudem an, welcher Elternteil die Kosten getragen hat.
      Bei Fragen rund um die rechtlichen Voraussetzungen werfen Sie gerne einen Blick in die Steuer-Hilfe.

      Viele Grüße
      Carina Hagemann von Steuern-Sparen

  2. 3
    HHPapa

    die 2/3 bzw max 4.000 € waren ja vor Corona, durch Corona und die Kindergarten Schliessungen kamen extra Betreuungskosten dazu, über die 4.000 € – kann man die als Sonderbelastung absetzen?

    • 4
      Carina Hagemann

      Guten Tag,

      bisher hat sich an der gesetzlichen Regelungen zum Abzug der Kinderbetreuungskosten im Hinblick auf die Corona-Pandemie nichts geändert, sodass weiterhin die im Beitrag genannten Höchstbeträge und Voraussetzungen gelten.
      Sollte sich diesbezüglich etwas ändern, informieren wir Sie umgehend auf Steuern-Sparen darüber.

      Viele Grüße
      Carina Hagemann von Steuern-Sparen

  3. 5
    Esse

    Guten Abend!
    Unsere Großeltern haben in den letzten 4 Jahren die Kinder über die Wochenenden abgeholt und gebracht während der Bauphase unseres Hauses. Wäre es möglich die Fahrtkosten der letzten Jahre den Großeltern zu erstatten in 2020, so dass wir diese in 2020 geltend machen können?

    • 6
      Jochen Breunig

      Guten Tag Esse,

      leider dürfen wir Sie aus rechtlichen Gründen steuerlich nicht beraten. Die gewünschte Antwort sollte sich aber aus unserem Beitrag und dem Kapitel „Wenn Oma und Opa babysitten“ ergeben.

      Vielen Dank und Grüße
      Jochen Breunig
      Tax Specialist bei steuernsparen

  4. 7
    Ines Schlager

    Hallo,
    wie erfasse ich bei den Kindern Zuschüsse nach dem FAG (KiTaG), die ich für die Kinderbetreuung meiner U3 Zwillinge erhalten habe?

    • 8
      Carina Hagemann

      Guten Tag,

      Zuschüsse zu den Kinderbetreuungskosten tragen Sie im Elster Formular in der Zeile 74 der Anlage Kind ein.
      Einfacher geht es mit WISO Steuer. Hier Wählen Sie Bereich Persönliches / Kinder einfach Kinderbetreuungskosten aus und erfassen
      hier Ihre Ausgaben und Erstattungen.

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann
      Tax Specialist bei steuernsparen

  5. 9
    Hazal

    Hallo,

    Kann ich Alleinerziehende Mutter mit Kind 4 Jahren einmal kitagebühren und Tagesmutter also Mini jobber bei der Steuer absetzen. Der kindesvater hat seine Tochter nicht gesehen wünscht kein Kontakt. Zu mir ich arbeite im Dreischicht betrieb und bin wirklich auf eine Haushaltshilfe angewiesen. Kann ich beides absetzen.

    • 10
      Carina Hagemann

      Guten Tag,

      vielen Dank für Ihre Nachricht.
      Bei der Absetzbarkeit von Betreuungskosten kommt es nicht darauf an, wie viele verschienene Kosten Sie angeben.
      Entscheiden ist allein die Höhe aller Kosten insgesamt.
      Es ist also möglich, alle Kosten anzugeben, die Sie für die Betreuung Ihres Kindes selbst hatten. Dabei müssen Sie allerdings die im Artikel geschilderten Voraussetzungen beachten.
      Steuerlich abzugsfähig sind aber pro Kind nur 2/3 der gesamten Kosten und im Jahr maximal 4.000 Euro.

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann von steuernsparen

  6. 11
    Björn Sträßer

    Hallo, wir gebe ich die Kinderbetreuungskosten bei Zwillingen ein? Teile ich den Betrag dann auf beide auf? Oder teile ich den gesamt Betrag einem Kind zu und lasse bei dem anderen 0,00€ stehen? Was ist der beste Weg??

    • 12
      Carina Hagemann

      Guten Tag Herr Sträßer,

      Die Kinderbetreuungskosten können pro Kind i. H. v. maximal 4.000 Euro pro Jahr angesetzt werden.
      Deshalb müssen die Kosten pro Kind angegeben werden, um den maximal abzugsfähigen Betrag pro Kind zu ermitteln.
      Falls sich die Betreuungskosten gleichermaßen auf beide Kinder verteilen, können Sie die Kosten hälftig pro Kind angeben.
      Andernfalls müssen Sie genau zuordnen, welche Betreuungskosten für welches Kind angefallen sind.

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann von steuernsparen

  7. 13
    Tessa

    Guten Tag, vielen Dank für den ausführlichen Artikel. Eine Frage zum grauen Infokasten bei “Wenn Oma und Opa babysitten” : ist mit Zuverdienstgrenze von 410€ wirklich pro Jahr gemeint und nicht pro Monat? Viele Grüße!

    • 14
      Alexander Müller

      Hallo sehr geehrte Frau Spancken,
      vielen Dank für Ihre Frage. Ja, es sind wirklich 410€/Jahr! Allerdings haben wir Ihr Kommentar zum Anlass genommen, den Beitrag ein wenig zu überarbeiten.
      Kinderbetreuung ohne einen Arbeitsvertrag gilt aus der Sicht des Finanzamts als eine selbständige Tätigkeit. Bis zu 410€ pro Jahr kann ein Angestellter/Beamter aber aus einer selbständigen Tätigkeit nebenbei steuerfrei dazuverdienen (§46 EStG).
      Anders sieht es bei einem echten 450€-Job aus. Hier sind 450€/Monat gemeint. Voraussetzung ist aber, dass der 450€-Job ordnungsgemäß angemeldet ist und die pauschalen Abgaben durch den Arbeitgeber bezahlt werden. Dann ist ein 450€-Job für den Beschäftigen steuerfrei.

      Viele Grüße,
      Alexander Müller
      Tax Specialist bei steuernsparen

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