Kindergeld für EU-Ausländer

Kindergeld für EU-Ausländer

Schärfere Regeln


Familienkassen sollen nach einer neuen Dienstanweisung des Bundeszentralamtes für Steuern strenger kontrollieren, ob für im Ausland geborene Kinder gezahlt werden muss.

Wichtige Neuerungen

Kürzlich entschied der Europäische Gerichtshof, dass EU-Ausländer Anspruch auf Kindergeld in anderen Staaten der EU haben. Voraussetzung: Ein Elternteil arbeitet in dem Land und zahlt Steuern. Das Kind muss nicht in diesem Land leben. Diese Regelung betrifft auch ausländische Arbeiter in Deutschland. Da mit den bisher laschen Voraussetzungen nicht selten Missbrauch getrieben wurde, sollen einer zum 1. Juli überarbeiteten Anweisung zufolge die Anspruchsvoraussetzungen genauer geprüft werden.

Stärkere Kontrollen

Bisher musste die Existenz eines im Ausland geborenen Kindes nur durch eine „einfache“ Geburtsurkunde nachgewiesen werden. Dies ist jetzt nicht mehr ausreichend: Nach der neuen Dienstanweisung müssen amtliche Dokumente vorliegen – und diese exakter geprüft werden.

Auch soll der Aufenthaltsstatus nun alle sechs Monate überprüft werden – und nicht wie bisher nur einmal im Jahr. Zudem müssen die Kindergeldkassen bei der Überprüfung künftig die Ausländerbehörden miteinbeziehen.

Kindergeld auch für Saisonarbeiter

Seit Ende letzten Jahres haben auch Eltern von Kindern Anspruch auf Kindergeld, die selbst nicht in der Bundesrepublik wohnen. So können zum Beispiel auch polnische Saisonarbeiter für die Zeit Ihres Einsatzes in Deutschland Kindergeld beziehen. Deutschland zahlt momentan für rund 660.000 Kinder von EU-Ausländern Kindergeld. Davon leben ca. 66.000 in ihrem Heimatland.

 

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