Kinderzuschläge bei Beamten

Abschaffung der Steuerbefreiung


Ein allgemeiner Irrglaube ist, Beamte würden keine Steuern zahlen. Doch manchmal werden Sie tatsächlich bevorzugt besteuert. Ab 2015 wird eine Vergünstigung jedoch abgeschafft.

Bonus für Erziehung und Pflege

Zeiten der Kindererziehung und der Pflege einer pflegebedürftigen Person werden bei der Rente besonders honoriert: In der gesetzlichen Rentenversicherung werden dafür Beitragszeiten auf dem Rentenkonto gutgeschrieben, die rentensteigernd wirken.

Die daraus resultierenden Rentenzuschläge sind Teil der Gesamtrente und werden einheitlich mit dem sog. Besteuerungsanteil besteuert.

Beamte steuerlich besser gestellt

Anders ist dies bei Beamten: Sie erhalten Zuschläge für Kindererziehung und für Pflege. Die Zuschläge sind Bestandteil des steuerpflichtigen Ruhegehalts, jedoch aufgrund einer Sonderregelung steuerfrei gestellt. Daher wird das Ruhegehalt in einen steuerpflichtigen und einen steuerfreien Anteil aufgeteilt.

Diese steuerliche Besserstellung von Zuschlägen für Kindererziehungs- und Pflegezeiten, die in den Versorgungsbezügen der Beamten enthalten sind, gegenüber den steuerlich nicht gesondert begünstigten Zuschlägen in der gesetzlichen Rente hält der Gesetzgeber nicht mehr für gerechtfertigt.

Ab 2015: Gleiches Recht für alle

Nun wird mit dem so genannten Zollkodex-Anpassungsgesetz bei Beamtenpensionären die Steuerbefreiung der Zuschläge für Kindererziehung und Pflege abgeschafft – allerdings nur für Kinder, die ab dem 01.01.2015 geboren werden, und für Pflegezeiten, die ab dem 01.01.2015 begonnen werden.

Ruhegehaltsempfängern, denen bereits jetzt ein steuerfreier Teil ausgezahlt wird, oder bei denen bis zum 31. Dezember 2014 die Voraussetzungen für die Zuschläge (z. B. durch die Geburt des Kindes) erfüllt sind, bleibt die Steuerfreiheit der Zuschläge erhalten.

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