Kirchensteuer bei Kapitaleinkünften

Kirchensteuer bei Kapitaleinkünften

Kein Wahlrecht mehr bei der Kirchensteuer


Die Kirchensteuer soll zukünftig automatisch von den Kapitaleinkünften abgezogen werden.

Wer Einkünfte aus Kapitalvermögen bezieht, hatte bislang die Wahl, ob er seinem Kreditinstitut seine Konfession mitteilt und diese direkt die Kirchensteuerlast einbehält oder nicht. Voraussetzung war die Mitgliedschaft in einer kirchensteuerpflichtigen Religionsgemeinschaft. Der direkte Kirchensteuerabzug beruht auf einer Antragstellung bei der Hausbank. Wenn dies nicht erwünscht ist, kann die Kirchensteuerschuld bislang in der jährlichen Einkommensteuererklärung veranlagt werden.

Elektronisches Informationssystem

Schon vor einiger Zeit stand zur Diskussion, dass ein elektronisches Informationssystem ins Leben gerufen werden sollte, das den abzugsverpflichteten Auskunft über die Zugehörigkeit zu einer Kirchensteuer erhebenden Religionsgemeinschaft gibt, einzuführen.

Nun ist es soweit:

Das gegenwärtige System wird voraussichtlich nur noch bis 31.12.2013 angewendet. Künftig müssen Kreditinstitute beim Bundeszentralamt für Steuern mit Hilfe der Identifikationsnummer des Kirchensteuerpflichtigen die Konfession abfragen. Das Kreditinstitut bekommt daraufhin die Religionsgemeinschaft und den entsprechenden Kirchensteuersatz übermittelt. Zudem soll das Kreditinstitut diesen Betrag an das für ihn zuständige Finanzamt übermitteln. Der einbehaltene Betrag wird dann an das Bundeszentralamt für Steuern weitergeleitet.

Mit dieser Gesetzesänderung soll das Kirchensteueraufkommen „zeitnah erfasst und gesichert werden“.

ELStAM stellt keine Datenquelle dar

Aus rechtlichen Gründen darf das ELStAM- System nicht zur Abfrage der Religionsangehörigkeit genutzt werden, da ELStAM lediglich für die zum Lohnsteuerabzug notwendigen Daten eingeführt wird.

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