Krankheitsbedingte Unterbringung

Krankheitsbedingte Unterbringung

Nur manchmal abziehbar


Aufwendungen für die krankheitsbedingte Unterbringung eines Angehörigen können als außergewöhnliche Belastungen steuerlich zu berücksichtigen sein. Dies hat der Bundesfinanzhof entschieden.

Anders als bei typischen Unterhaltsaufwendungen komme ein Abzug aber nur in Betracht, soweit die außergewöhnlichen Belastungen den Betrag der so genannten zumutbaren Belastung überschritten.

Der Fall:

Eine Tochter sollte dem Sozialamt für die Unterbringung ihres nach einem Schlaganfall pflegedürftigen Vaters in einem Altenpflegeheim rund 1.300 EUR erstatten. Das Finanzamt berücksichtigte die von ihr in der Einkommensteuererklärung geltend gemachten Unterhaltsaufwendungen nicht. Die Klage war erfolglos.

Zwar stellten Aufwendungen, die einem Steuerpflichtigen für die krankheitsbedingte Unterbringung eines Angehörigen in einem Altenpflegeheim entstünden, als Krankheitskosten eine außergewöhnliche Belastung dar, so die Richter. Abziehbar seien nicht nur die Pflegekosten, sondern auch die Kosten, die auf die Unterbringung und Verpflegung entfielen, soweit es sich hierbei um Mehrkosten gegenüber der normalen Lebensführung handele.

Bundesfinanzhof,  Aktenzeichen VI R 14/10

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