Künstler und Publizisten aufgepasst

Künstler und Publizisten aufgepasst

Neuregelungen der Künstlersozialabgabe beschlossen


Die Künstlersozialabgabe wird neu gestaltet. Dies beschloss nun der Bundestag einstimmig und brachte das Gesetz zur Stabilisierung der Sozialabgabe auf den Weg.

Was ist neu?

Derzeit sind rund 180.000 selbstständige Künstler und Publizisten über die Künstlersozialversicherung pflichtversichert – zur gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung. Die Künstler tragen dabei die Hälfte der Sozialversicherungsbeiträge. Die andere Hälfte wird durch 20 Prozent Bundeszuschuss sowie durch die Künstlersozialabgabe der Unternehmen zu 30 Prozent finanziert. Viele umgehen jedoch diese Zahlungspflicht. Dies soll mit dem neu beschlossenen Gesetz gestoppt werden.

Beitragssatz derzeit bei 5,2 Prozent

Durch das Gesetz soll der Anstieg des Künstlersozialabgabe-Satzes gestoppt werden. Seit 2012 stieg der Beitrag von 3,9 Prozent um rund 30 Prozent. Bemessungsgrundlage des Beitrags sind die an die Künstler und Publizisten gezahlten Entgelte.

Einführung einer Bagatellgrenze

Aufträge, die im Kalenderjahr höchstens 450€ Honorar an freie Künstler betragen, sind nun von der Künstlersozialabgabe befreit. Dies wurde bereits seit Jahren vom Zentralverband des deutschen Handwerks gefordert.

Intensivere Prüfungen

Statt bisher 70.000 jährlichen Prüfungen sollen ab nächstem Jahr 400.000 Unternehmen geprüft werden. Dafür werden bundesweit 233 zusätzliche Prüfer eingestellt. Auch sollen alle als abgabepflichtig erfassten Arbbeitgeber als auch Betriebe mit mind. 20 Beschäftigten geprüft werden – sowie 40 Prozent der Betriebe mit unter 20 Beschäftigten. Die intensiveren Prüfungen der deutschen Rentenversicherung und der Künstlersozialkasse sollen für Abgabegerechtigkeit sorgen.

Bitte beachten Sie bei der Vergabe von Aufträgen an selbstständige Künstler und Publizisten die neuen Regelungen.

 

 

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