Kurzarbeitergeld

Kurzarbeitergeld

Woran Sie denken sollten


In Krisenzeiten setzen Unternehmen häufig auf Kurzarbeit. Der Arbeitgeber bezahlt nur die tatsächlich geleistete Arbeitszeit.

Der Arbeitnehmer bekommt für seinen Verdienstausfall von der Arbeitsagentur Kurzarbeitergeld. Ausbezahlt wird beides direkt vom Arbeitgeber.

Grundsätzlich ist Kurzarbeitergeld steuerfrei. Das heißt: der Arbeitgeber zieht keine Lohn- und Sozial­ver­sicherungs­bei­träge ab. Aber, was viele nicht wissen:  Kurzarbeitergeld kann zu einer Steuernachzahlung führen. Denn, es unterliegt dem so genannten »Progressionsvorbehalt«.

Bei Verheirateten, die eine gemeinsame Steuererklärung abgeben, wird das Kurzarbeitergeld des einen den Einnahmen des anderen Partners hinzugerechnet. Dies kann dazu führen, dass dann ein höherer Steuersatz gilt. Und der zu einer höheren Einkommensteuer führt.

Auch Unverheiratete kann dies treffen. Denn bei Kurzarbeit werden Monat für Monat nur auf das eben verringerte Arbeitseinkommen Steuern abgeführt. Am Ende des Jahres aber wird das Kurzarbeitergeld dazu gezählt. Ergebnis: das gesamte Einkommen wird höher und damit auch der prozentuale Steuersatz.

Tipp: Ehepartner können zwischen einer getrennten oder gemeinsamen Steuer-Veranlagung wählen. Wenn ein Partner in einem Kalenderjahr nur Kurzarbeitergeld bezieht, dann kann sich eine getrennte Veranlagung durchaus lohnen. So kann man schnell einige Hundert Euro sparen.

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