Lohnsteuerfreibeträge ab 2016

Lohnsteuerfreibeträge ab 2016

Jetzt beantragen – für gleich zwei Jahre!


Der einfachste Weg zum höheren Netto-Gehalt: Beantragen Sie noch dieses Jahr die Lohnsteuer-Ermäßigung. Und sichern sich damit ab Januar die günstige Wirkung des Freibetrags.

Erhöhen Sie ihr Nettogehalt

Haben Sie hohe Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen? Dann müssen Sie nicht bis zum Jahresende auf eine Steuer-Erstattung warten. Lassen Sie sich die Ausgaben bereits während des Jahres steuermindernd berücksichtigen. So haben Sie Monat für Monat mehr Geld in der Tasche.

Was Sie tun müssen

Stellen Sie einen Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung bei Ihrem Finanzamt – am besten noch bis Ende dieses Jahres. Dadurch sichern Sie sich die Wirkung des Freibetrages bereits ab Januar 2016.

Wie es funktioniert

Für die voraussichtlich entstehenden Ausgaben können Sie sich vom Finanzamt einen Lohnsteuer-Freibetrag als ELStAM (elektronische Lohnsteuer-Abzugs-Merkmale) in der Zentraldatei der Finanzverwaltung eintragen lassen.

Ihr Arbeitgeber zieht diesen Freibetrag fiktiv von Ihrem Monatsverdienst ab. Von diesem reduzierten Betrag wird dann die monatliche Lohnsteuer berechnet- sowie Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer.

Neu: nun zwei Jahre gültig!

Den Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung können Sie bereits ab Oktober 2015 einreichen.

Dieses Jahr neu: Der Freibetrag kann für zwei Jahre auf einmal beantragt werden. Wenn sich die persönlichen Verhältnisse nicht ändern, gilt der Freibetrag für 2016 und das Folgejahr 2017.

Für den Antrag stehen zwei Vordrucke zur Verfügung: der „Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung 2016“ und der „Vereinfachte Antrag auf LohnsteuerErmäßigung 2016“. Auf beiden Vordrucken kann man die zweijährige Geltungsdauer des Freibetrags durch Ankreuzen beantragen. Die ausgefüllten Anträge können auch per Post an das Finanzamt geschickt werden.

Gründe, die zu einer Ermäßigung führen

  • hohe Werbungskosten, z. B. Fahrtkosten, doppelte Haushaltsführung, Arbeitszimmer, Fortbildungskosten (über 1.000 Euro),
  • Sonderausgaben, z. B. Spenden, Ausgaben für Kinderbetreuung, Ausbildungskosten, Schulgeld,
  • außergewöhnliche Belastungen, z. B. Krankheitskosten, Heimunterbringung, Behinderung, Pflegebedürftigkeit, Unterhaltsleistungen an bedürftige Angehörige,
  • Entlastungsbetrag bei verwitweten Alleinerziehenden im Sterbejahr und Folgejahr,
  • Unterhaltszahlungen an den geschiedenen oder dauerhaft getrennt lebenden Ehepartner,
  • Pauschbeträge für behinderte Menschen und Hinterbliebene,
  • Ausgaben für Haushaltshilfe, haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen,
  • Verluste aus anderen Einkunftsarten,
  • Geringverdiener: Eintragung des nicht ausgenutzten Freibetrages aus dem ersten Arbeitsverhältnis als Freibetrag bei der zweiten Beschäftigung.

Wichtig

Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnliche müssen insgesamt über 600 Euro betragen. Die Grenze gilt auch bei Eheleuten, diese wird also nicht verdoppelt.

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