Mehr Weihnachtsgeld vom Fiskus

Mehr Weihnachtsgeld vom Fiskus

Jetzt noch Antrag stellen und Steuern sparen


Sie hatten dieses Jahr hohe Kosten für Arbeitsmittel, Kinderbetreuung, Handwerkerleistung oder ähnliches? Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen können Sie schon dieses Jahr geltend machen – und sich ein ordentliches Weihnachtsgeld vom Fiskus sichern.

Durch Lohnsteuerermäßigung zu mehr Weihnachtsgeld

Sie haben die Möglichkeit bis zum 30.11.2019 einen Lohnsteuer-Freibetrag als elektronisches Lohnsteuermerkmal (ELStAM)  für das restliche Jahr 2019 beim Finanzamt eintragen zu lassen. In diesem Fall wird ihr Freibetrag auf die verbleibenden Monate November und Dezember verteilt. Ihr Arbeitgeber zieht den Freibetrag dann anteilig von Ihrem Bruttolohn ab – Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag  und Kirchensteuer wird dann nur von dem Restbetrag berechnet.

Tipp

Es lohnt sich, den Antrag noch vor der Gehaltsauszahlung im November zu stellen. Denn durch ein 13. Gehalt fällt diese besonders hoch aus. Durch die Steuerfreistellung können Sie sich so mehr von Ihrem Weihnachtsgeld sichern.

 

Auf die Höhe der Kosten kommt es an

Für den Antrag auf Lohnsteuerermäßigung sind jedoch einige Voraussetzungen zu beachten. So müssen Ihre Werbungskosten sowie die Sonderausgaben mindestens über den Pauschbeträgen von 1.000 EUR bzw. 36 EUR liegen. Ihre außergewöhnlichen Belastungen müssen mehr als 600 EUR betragen. Diese Grenze gilt auch für Eheleute und wird nicht verdoppelt.

Seit dem Jahr 2018 gibt es für den Antrag auf Lohnsteuerermäßigung einen Hauptvordruck mit zwei Seiten. Die Anlagen „Kinder“, „Werbungskosten“ sowie „Sonderausgaben/außergewöhnliche Belastungen“ müssen nur bei Bedarf ausgefüllt werden. Hier geht es zum Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung 2019.

 

4 Comments

eigener Kommentar
  1. 1
    T. Grunwald

    Muss das PDF-Formular „Antrag auf Lohnsteuerermäßigung 2019“ ausgedruckt und manuell ausgefüllt werden? Ich kann dort am PC zumindest nichts eintragen. Kann man das nicht auch über die Buhl-Steuersoftware machen und online schicken?

    • 2
      Anna Maringer

      Hallo Herr Grunwald,

      selbstverständlich können Sie das über unsere Software machen – für Sie ist das der einfachste und bequemste Weg. Wenn Sie ein Abonnement haben, müssten Sie die neue Software 2020 schon erhalten haben. Wenn Sie diese starten, können Sie im Hauptmenü den Antrag auf Lohnsteuerermäßigung 2019 wählen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihre buhl:Redaktion

  2. 3
    Tom Hertram

    Also mir wurdebeim Finanzamt gesagt das es nicht so richtig ist . Die haben zu mir gesagt das ich 1/12 für November und Dezember bekomme und nicht vom ganzen Jahr durch 2 !!!

    • 4
      Anna Maringer

      Sehr geehrter Herr Hertram,

      vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihr Interesse an unserem Artikel. Grundsätzlich dürfen wir nach dem Steuerberatungsgesetz keine Beratung im Einzelfall vornehmen. Jedoch haben wir für Sie von unserem Steuerexperten eine Stellungnahme zu Ihrer Aussage angefordert. Diese finden sie hier:

      Maßgebend für den Freibetrag bei der Lohnsteuer ist der §39a EStG (Einkommensteuergesetz). Dort steht folgendes:

      Zur Frist der Beantragung, §39a Abs.2 S.2 EStG:
      „Die Frist für die Antragstellung beginnt am 1. Oktober des Vorjahres, für das der Freibetrag gelten soll. Sie endet am 30. November des Kalenderjahres, in dem der Freibetrag gilt.“

      Zur Verteilung des Freibetrags, §39a Abs.2 S.6 EStG:
      „Das Finanzamt hat den Freibetrag durch Aufteilung in Monatsfreibeträge, falls erforderlich in Wochen- und Tagesfreibeträge, jeweils auf die der Antragstellung folgenden Monate des Kalenderjahres gleichmäßig zu verteilen.“

      Das bedeutet also: Einen Antrag für so einen Freibetrag kann man bis zum 30.11. des jeweiligen Jahres stellen. Und wenn das Finanzamt diesen Freibetrag gewährt, muss dieser auf die „der Antragstellung folgenden Monate des Kalenderjahres gleichmäßig verteilt werden“.

      Der Freibetrag wird immer auf die noch verbleibenden Monate des Jahres komplett verteilt. Das macht diesen Steuertipp ja auch gerade so interessant!

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihre buhl:Redaktion

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