Mieteinnahmen versteuern: Steuertipps und Tricks

So geben Sie Ihre vermietete Immobilie in der Steuererklärung an


Einnahmen müssen versteuert werden. Das gilt auch für Mieteinnahmen. Doch was genau gilt überhaupt als Mieteinnahme? Und wie können Sie als Vermieter die Steuer mindern? Das lesen Sie in diesem Beitrag.

Mieteinnahmen in der Anlage V angeben

Erzielen Sie als Vermieter mit einer vermieteten Wohnung oder einem vermieteten Haus Einnahmen, müssen diese als Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung versteuert werden. Von den Mieteinnahmen abziehen müssen Sie noch Ihre Ausgaben. Bleibt unterm Strich ein Gewinn, wird dieser als Einkommen bei der Einkommensteuer angegeben. Anlaufpunkt für alle Daten rund um die Vermietung ist die Anlage V der Steuererklärung.

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Anlage V Titelbild

Anlage V

Wer Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung erzielt, kann beim Ausfüllen seiner Steuererklärung Zeit sparen: Eine ordentliche Nebenkostenabrechnung fasst viele wichtige Informationen zusammen und erspart die Suche nach einzelnen Belegen. Was Sie sonst noch zur Anlage V wissen müssen, lesen Sie in diesem Beitrag.

2 Kommentare

In WISO Steuer tragen Sie alles rund um Ihre Vermietung in der Kategorie „Immobilien“ ein.

Mieteinnahmen angeben Steuer Formular WISO

Mieteinnahmen in der Steuererklärung mit WISO Steuer

Welche Mieteinnahmen müssen versteuert werden?

Mit welchem Haus oder Gebäude Sie als Vermieter Mieteinnahmen erzielen, ist dem Finanzamt grundsätzlich völlig egal. So können Sie zum Beispiel folgende Herkunft haben:

  • Vermietung einer privaten Eigentumswohnung
  • Vermietung eines privaten Hauses
  • Untervermietung eines Zimmers in Ihrer eigenen Wohnung
  • Vermietung einer Wohnung in Ihrem eigenen Haus
  • Verpachtung von unbebauten Grundstücken
  • Vermietung einer Ferienwohnung
  • Vermietung eines Ferienhauses

Neben den reinen Mietzahlungen von Ihrem Mieter gehören auch noch sämtliche Nebenkosten zu Ihren Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung.

Gibt es einen Freibetrag, ab dem die Mieteinnahmen versteuert werden?

Mieteinnahmen bleiben beim Vermieter bis zu einem steuerlichen Grundfreibetrag steuerfrei. Überschreiten Ihre Mieteinnahmen zusammen mit all Ihren anderen Einkünften diesen nicht, müssen sie nicht versteuert werden.

Der Grundfreibetrag beträgt im Jahr 2017:

  • Ledige Person – 8.820 Euro (2016: 8.652 Euro)
  • Verheiratete mit gemeinsamer Steuererklärung – 17.640 Euro (2016: 17.304 Euro)

Alles, was über den Grundfreibetrag hinausgeht, wird mit Ihrem persönlichen Steuersatz versteuert. Dieser Steuersatz beginnt bei 14 Prozent bei einem zu versteuernden Jahreseinkommen von 8.821 Euro (ledige Personen) und steigt dann mit dem Einkommen langsam bis auf 42 Prozent ab 54.058 Euro an.

Zu einer steuerlichen Belastung führen Mieteinnahmen dann, wenn die Summe der Einnahmen aus allen Einkunftsarten den Grundfreibetrag, zuzüglich eventueller Kinderfreibeträge übersteigt.

Zudem gilt bei kurzfristiger Untervermietung Ihrer eigenen Wohnung oder Ihres Hauses: Liegen die Einnahmen aus der Vermietung im gesamten Jahr unter 520 Euro, bleiben die unversteuert. Doch diese Bagatellgrenze der Finanzverwaltung ist kein Freibetrag! Das heißt: Bei höheren Einnahmen darf der Betrag nicht pauschal von den Einnahmen abgezogen werden. Mehr dazu lesen Sie in diesem Artikel: Airbnb-Steuern

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Wo trage ich die Mieteinnahmen in der Steuererklärung ein?

Anlaufpunkt rund um Ihre Vermietung ist die Anlage V der Einkommensteuererklärung. In WISO Steuer machen Sie die Eintragungen hier:

Einnahmen Miete Steuererklärung Formular

Einnahmen der Miete in der Steuererklärung angeben mit WISO Steuer

Wann muss ich die Mieteinnahmen versteuern?

Die Mieteinnahmen müssen Sie in dem Jahr versteuern, in dem Ihnen die Mietzahlungen auf Ihrem Konto gutgeschrieben wurden. Für welchen Zeitraum sie Ihr Mieter tatsächlich gezahlt hat, ist egal.

Dies gilt ausnahmsweise nicht bei regelmäßig wiederkehrenden Mieteinnahmen um den Jahreswechsel. Geht die Miete innerhalb von 10 Tagen in der Zeit vom 22. 12. bis 10. 1. für das jeweils andere Jahr ein? Dann werden sie in dem Jahr versteuert, in das sie wirtschaftlich gehören.

Welche Kosten können Sie steuerlich absetzen?

Sind die Ausgaben für die Vermietung höher als die Einnahmen, spricht man von einem Verlust. Dieser wirkt sich steuermindernd aus. Denn dieser wird sodann mit Ihren Einkünften aus anderen Einkunftsarten verrechnet (z.B. Einkünfte aus Kapitalvermögen).

Erwirtschaften Sie hingegen einen Gewinn, so wirkt sich dieser Betrag belastend in der Steuererklärung aus. Um einen Steuerspareffekt bei den Mieteinnahmen zu erzielen, ist es also förderlich mehr Ausgaben als Einnahmen zu haben!

Ausgaben rund um die Immobilie sind Werbungskosten

Kosten, die Ihnen im Zusammenhang mit der vermieteten Wohnung oder des Hauses entstehen, sind Werbungskosten. Diese können Sie von der Steuer absetzen. Der Gesetzesdefinition nach sind Werbungskosten „Aufwendungen, die der Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen dienen“. Alle Werbungskosten, die Ihnen im Zusammenhang mit dem vermieteten Objekt entstanden sind, können Sie im Rahmen Ihrer Einkommensteuer-Veranlagung von den Mieteinnahmen abziehen.

Wichtig hier: Bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung gilt das Zu- und Abflussprinzip. Heißt: Sie können die Ausgaben in dem Jahr absetzen, in dem Sie sie gezahlt haben. Umgekehrt bedeutet dieses Prinzip, dass Sie auch Einnahmen erst versteuern müssen, wenn Sie diese auch tatsächlich erhalten haben. Noch ausstehende Mieten müssen Sie somit erstmal nicht versteuern.

Abzugsfähig sind unter anderem folgende Ausgaben:

Finanzierungskosten: Denken Sie an die Schuldzinsen!

Eine nicht zu unterschätzende Minderung Ihrer Steuern bringt die Abzugsfähigkeit der Finanzierungskosten als Werbungskosten. Haben Sie die Finanzierung mittels Darlehen erbracht? Dann können Sie die dafür anfallenden Zinsen in voller Höhe als Werbungskosten abziehen. Tilgungsanteile innerhalb der monatlichen Kreditrate werden vom Finanzamt allerdings nicht berücksichtigt.

Nebenkosten: Von Grundsteuer bis hin zu Heizungskosten

Dazu gehören alle Nebenkosten, die Ihnen im Zusammenhang mit der Nutzung Ihres Haus- und Grundbesitzes anfallen. Dies sind vor allem die laufenden Kosten für Haus- und Grundbesitz, zum Beispiel die

  • Hausnebenkosten (im Einzelnen aufgeführt unter Nebenkostenabrechnung)
  • Kosten der Heizung
  • Kosten für Wasserversorgung
  • Gebäudeversicherung
  • Grundsteuer
  • Vermietungsanzeigen
  • Maklerprovision
  • Kontoführungsgebühren
  • Möbel
  • Büromaterial
  • Fahrtkosten
  • Anwaltskosten
  • Kosten für den Steuerberater
  • Mitgliedsbeiträge (zum Beispiel Eigentümerverein)

Wichtig hierbei: Bewahren Sie alle Belege über die Kosten auf, so dass Sie diese auf Verlangen des Finanzbeamten vorlegen und die Kosten somit nachweisen können.

Abschreibungen des Gebäudes mindern Ihre Steuern

Nach dem Bau ist eine neue Immobilie hochwertig. Doch der Zahn der Zeit nagt überall — und so verliert jedes Haus aufgrund der sich abnutzenden Bausubstanz nach und nach an Wert. In der Steuererklärung können diese Wertminderungen von den Einnahmen abgesetzt werden – mittels der sogenannten „Absetzung für Abnutzung“, sprich Abschreibung. Dies richten sich danach, ob die vermietete Immobilie zu Ihrem Privat oder Betriebsvermögen gehört und ob das Gebäude zu gewerblichen Zwecken oder Wohnzwecken dient.

Grundlage für die Berechnung der Abschreibung ist der Anschaffungspreis des Gebäudes bzw. die Herstellungskosten. Nicht in die Ermittlung mit einbezogen wird der Bodenwert des Grundstückes. Dieser ermittelt sich anhand der lokalen Bodenrichtwerttabelle.

Abschreibung ermitteln kompliziert? Nicht doch! WISO Steuer rechnet den jährlichen Absetzungsbetrag ganz einfach aus:

Miete AfA Formular absetzen

Miete: AfA ins Steuerformular eintragen mit WISO Steuer

Mehr zum Thema lesen Sie hier: AfA

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Herstellungskosten und Erhaltungsaufwand – Was ist der Unterschied?

Wird an einer Immobilie etwas bereits Vorhandenes instandgehalten, erneuert oder modernisiert, spricht man von Erhaltungsaufwand. Vorteil: Die Kosten können bei der Steuer grundsätzlich sofort als Werbungskosten abgezogen werden. Alternativ können Sie die Ausgaben auch auf zwei bis fünf Jahre gleichmäßig verteilen.

Typische Erhaltungsaufwendungen sind zum Beispiel:

  • Austausch von Fenstern und Türen
  • Austausch der Heizungsanlage
  • Neueindeckung des Daches
  • nachträglicher Kabelanschluss
  • Erneuerung der Elektroinstallationen
  • Renovierung des Badezimmers
  • Fassadenrenovierung,
  • Erneuerung der Klimaanlage,
  • Abflussverstopfung sanitärer Anlagen,
  • Reinigung des Kanals nach Verstopfung,
  • Erneuerung der Wasserrohre,
  • Beseitigung von Wasser- und Unwetterschäden,
  • Reparatur der beschädigten Treppenhausbeleuchtung,
  • Austausch alter/beschädigter Fenster oder Türen,
  • Wartungs- und Reparaturarbeiten am Aufzug usw.
  • neuer Fußbodenbelag

Herstellungskosten der Immobilie

Wird hingegen in dem Gebäude etwas bisher nicht vorhandenes eingefügt, spricht man von Herstellungsaufwand. Dies gilt zum Beispiel beim Einbau eines zusätzlichen Badezimmers oder bei Ausbauten. Herstellungsaufwand liegt auch vor, wenn das Gebäude über seinen ursprünglichen Zustand hinaus wesentlich verbessert wird. Zum Beispiel, wenn die gesamten Maßnahmen zur Modernisierung über eine zeitgemäße substanzerhaltende Erneuerung hinausgehen. Mit den Baumaßnahmen muss der Gebrauchswert des Gebäudes insgesamt deutlich erhöht werden und damit für die Zukunft eine erweiterte Nutzungsmöglichkeit geschaffen werden.

Nachteil der Einordnung als Herstellungsaufwand: Im Gegensatz zu den Erhaltungsaufwendungen können Sie  Herstellungskosten nur über die Jahre – meist über die Dauer von 50 Jahren- verteilt abschreiben.

Anschaffungsnaher Herstellungsaufwand

Zudem gibt es noch den sogenannten anschaffungsnahen Herstellungsaufwand. Dieser liegt vor, wenn der Nettowert von Aufwendungen für die Instandsetzung, die

  • innerhalb von drei Jahren nach Kauf / Bau der Immobilie durchgeführt werden
  • 15 Prozent der Anschaffungskosten des Gebäudes übersteigen.

Folge: Die Kosten werden als Herstellungskosten über die gesamte Nutzungsdauer des Gebäudes verteilt und können nicht im Jahr der Zahlung voll abgezogen werden.

Steuerberatung?

Einzelfragen zu Ihrer Steuererklärung darf leider nur ein Steuerberater beantworten. Wir freuen uns jedoch über Lob und Kritik und nehmen Ihre Anregungen gerne für zukünftige Beiträge auf.

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Übrigens: In unserer Steuer-Software finden Sie eine ausführliche Hilfe und Tipps zu allen Themen rund um Ihre Steuererklärung.

24 Kommentare

Kommentar hinterlassen
  1. 1
    Hans-J. Meyer

    Betr. selbst genutztes und vermietetes Haus
    Kann ich die Erhaltungskosten für den vermieteten Teil splitten in: Rechnungsbetrag ohne Handwerkerkosten als Werbungskosten und die Handwerker kosten als haushaltsnahe Dienstleistungen?

    • 2
      Anna Maringer

      Guten Morgen,

      vielen Dank für Ihre Frage. Bitte beachten Sie, dass wir aus rechtlichen Gründen keine Steuerberatung vornehmen dürfen. Deshalb können wir leider nicht auf Ihre Frage antworten. Schauen Sie doch in unseren Beitrag Renovierung und Steuern rein. Dort finden Sie viele weitere interessante Informationen rund um das Thema Renovierungskosten absetzen.

      Viele Grüße
      Anna Maringer
      Content Editor bei Steuern-Sparen

  2. 3
    Thomas Bahn

    Hallo ich habe eine kleine Einliegerwohnung und vermieter sie seit diesem Jahr für 300 warm an einen Freund also 3600 im Jahr ich selber bin arbeitnehmer muss ich diese 3600 jetzt versteuern? Oder fällt das unter den Steuer frei Betrag?

    • 4
      Jochen Breunig

      Guten Tag Herr Bahn,

      die Beurteilung, ob und ggf. in welcher Höhe Ihre Vermietungseinkünfte letztlich mit Einkommensteuer belastet werden ist ohne Kenntnis über Ihre steuerliche Situation leider nicht möglich. Leider dürfen wir Sie aus rechtlichen Gründen im Einzelfall steuerlich zudem nicht beraten. Grundsätzlich sind Vermietungseinkünfte aber steuerpflichtig. Ob Sie jedoch verpflichtet sind, eine Steuererklärung abzugeben, hängt zudem von weiteren Faktoren wie beispielsweise der Steuerklasse, Lohnsteuerfreibeträgen und Höhe der Vermietungseinkünfte (also Einnahmen minus Ausgaben) ab. Infos hierzu finden Sie in „Steuererklärung – Pflicht oder Kür?“ unter „Besonderheiten für Arbeitnehmer“.

      Vielen Dank und Grüße
      Jochen Breunig
      Tax Specialist bei steuernsparen

  3. 5
    Mike

    Meine Ehefrau und ich vermieten eine Wohnung in Deutschland und erzielen dort 11.400 Euro Mieteinnahmen pro Jahr. Da wir in der Schweiz wohnhaft sind (keinen Wohnsitz in D) sind wir in Deutschland nur beschränkt steuerpflichtig. Müssen wir überhaupt etwas versteuern – die Einnahmen liegen ja unter dem Steuerfreibetrag für Ehepaare? Vielen Dank schon im Voraus.

    • 6
      Jochen Breunig

      Guten Tag Mike,

      leider darf ich Sie aus rechtlichen Gründen steuerlich nicht beraten. Auch eine pauschale Aussage zur beschränkten oder nach § 1 Abs. 3 EStG optionalen unbeschränkten Einkommensteuerpflicht in Deutschland in Zusammenhang mit Inbound-Fällen kann leider nicht getroffen werden. Zudem gelten für beschränkt Steuerpflichtige die Sondervorschriften gemäß § 50 EStG, wonach beispielsweise der Grundfreibetrag im Ergebnis nicht greift.
      WISO Steuer führt Sie allerdings Schritt für Schritt durch die Eingabemaske „Persönliches“, bei welcher geprüft wird, ob eine Option auf die unbeschränkte Einkommensteuerpflicht und den damit verbundenen Grundfreibetrag möglich ist. Weitere Informationen zu Fällen mit Auslandsbezug finden Sie in unserer steuer:Hilfe.

      Vielen Dank und Grüße
      Jochen Breunig
      Tax Specialist bei steuernsparen

  4. 7
    Marion Wittstock

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich bin Kleinunternehmer nach Paragraph 19.
    Ich habe 2017 ein Haus geerbt, lasse es gerade (2020) sanieren.
    Vermietet wird es ab September 2020.
    Die Sanierungsrechnungen bezahle ich in 2020.
    Kann ich im Jahr 2021 auf den Kleinunternehmer verzichten und ab 2021 die gezahlte Mehrwehrtsteuer , aus den Sanierungsrechnungen, auf drei oder 5 Jahre verteilen und dadurch weniger Umsatzsteuer zahlen?

    Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.

    Vielen Dank und freundliche Grüße

    Marion Wittstock

    • 8
      Carina Hagemann

      Guten Tag Frau Wittstock,

      leider darf ich Ihnen aus rechtlichen Gründen im Einzelfall keine Steuerberatung anbieten.
      Allerdings ist bei Vermietungen grundsätzlich zu beachten, dass diese steuerfrei sind. Bei Vermietung an andere Unternehmer für deren Unternehmen besteht jedoch die Möglichkeit, auf die Umsatzsteuerbefreing zu verzichten und Vorsteuer aus Eingangsrechnungen abzuziehen.
      Größere Erhaltungsaufwendungen können bei der Vermietung grundsätzlich auf 3 bis 5 Jahre verteilt werden. Allerdings ist dies eine rein einkommensteuerrechtliche Regelung. Verzichtet ein Vermieter auf die Umsatzsteuerbefreiung, so können nur die Nettoaufwendungen verteilt werden. Vorsteuerbeträge hingegen müssen nach den umsatzsteuerrechtlichen Vorschriften geltend gemacht werden.

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann von steuernsparen

  5. 9
    Daniel Hüttee

    Hallo, ich habe eine Wohnung (vermietet) mit meinem Partner gekauft! Kann nur er die Wohnung steuerlich geltend machen?!?
    Vielen Dank viele Grüße
    Daniel Hütter

    • 10
      Jochen Breunig

      Guten Tag Herr Hütter,

      leider darf ich Sie aus rechtlichen Gründen steuerlich nicht beraten. Grundsätzlich ist es aber so, dass Einkünfte derjenige zu versteuern hat, der sie erzielt. Sind an den Einkünften mehrere Personen beteiligt und sind die Einkünfte diesen Personen steuerlich zuzurechnen, ist eine Erklärung zur gesonderten und einheitlichen Feststellung vorgesehen. Bei Verheirateten erfolgt die Erklärung der Einkünfte zusammen in der Einkommensteuererklärung.

      Vielen Dank und Grüße
      Jochen Breunig
      Tax Specialist bei steuernsparen

    • 12
      Carina Hagemann

      Hallo Frau Graeser,

      Vielen Dank für den Hinweis – der Link im Artikel ist leider nicht mehr aktuell. Alles über die Besteuerung bei Airbnbs lesen Sie in unserem Beitrag: Airbnb. Den Link im Beitrag habe ich soeben ebenfalls aktualisiert.

      Viele Grüße,

      Carina Hagemann von steuernsparen

  6. 13
    Felix

    Hallo, ich habe in der aktuellen Steuererklärung 2019 (Anlage V) durch einen Fehler versäumt, eine Mietanpassung aufzunehmen. Welches Vorgehen empfehlen sie? Die Mieterhöhung sind knapp 5TEuro.

    • 14
      Jochen Breunig

      Guten Tag Felix,

      leider darf ich Sie aus rechtlichen Gründen steuerlich nicht beraten. Grundsätzlich gilt aber: Erkennt man, dass eine abgegebene Erklärung unrichtig oder unvollständig ist und dass es dadurch zu einer Steuerverkürzung kommen kann oder bereits gekommen ist, ist man verpflichtet, dies beim Finanzamt unverzüglich anzuzeigen und die erforderliche Richtigstellung vorzunehmen.

      Vielen Dank und Grüße
      Jochen Breunig
      Tax Specialist bei steuernsparen

  7. 15
    Karl

    Hallo, wie sieht das steuerlich aus, wenn meine studierenden Kinder > 18 Jahre bei mir in der Wohnung wohnen. Sie bezahlen für Kost und Logis ihren gesamten Unterhalt in Höhe von > 800 €, d.h. den Anteil meines geschiedenen Ehepartners in Geld und ebenso das Kindergeld, meinen Anteil erhalten sie als Natural-Leistung. Welche von diesen Einnahmen bzw. nicht geleisteten Ausgaben sind steuerpflichtiges Einkommen auf meiner Seite?

    • 16
      Carina Hagemann

      Guten Tag,

      Leider darf ich Ihnen aus rechtlichen Gründen im Einzelfall keine steuerliche Auskunft geben.
      Alles zum Thema Unterhaltszahlungen für Kinder (auch in Ausbildung oder Studium) finden Sie in unserem Beitrag zur Düsseldorfer Tabelle im jeweiligen Textabschnitt.

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann
      Tax Specialist bei steuernsparen

  8. 17
    Franziska

    Ich möchte eine Wohnung erwerben und informiere mich in dem Zuge über die steuerlichen Vorteile bei Vermietung bzw. Selbstnutzung. Ich frage mich gerade, ob bei Vermietung der Immobilie im Anschaffungsjahr, eine Mindestmietdauer gegeben sein muss, damit der anschaffungsnahe Herstellungsaufwand bzw. alle Erhaltungsaufwände entsprechend von der Steuer abgesetzt werden können?

    • 18
      Jochen Breunig

      Guten Tag Franziska,

      leider darf ich Sie aus rechtlichen Gründen steuerlich nicht beraten. Grundsätzliche Informationen zu Vermietungseinkünften finden Sie in unserem Video und weiteren Beiträgen.

      Grundsätzlich wird bei Vermietungseinkünften die Absicht vorausgesetzt, auf Dauer gesehen nachhaltig Überschüsse zu erzielen. Wenn die Vermietungstätigkeit also nicht auf Dauer angelegt ist, kann das Finanzamt weitere Prüfungen zur Einkunftserzielungsabsicht vornehmen und im Rahmen einer Prognose prüfen, ob in dem zeitlich begrenzten Vermietungszeitraum ein Überschuss der Einnahmen über die Werbungskosten erzielt werden kann.

      Ansonsten gilt, dass Erhaltungsaufwendungen sofort als Werbungskosten abgezogen oder alternativ auf zwei bis fünf Jahre gleichmäßig verteilt werden können. Soweit aber anschaffungsnaher Herstellungsaufwand vorliegt, werden die Kosten über die gesamte Nutzungsdauer des Gebäudes verteilt und können nicht sofort abgezogen werden.

      Vielen Dank und Grüße
      Jochen Breunig
      Tax Specialist bei steuernsparen

  9. 19
    ZWu

    Ich habe eine Wohnung zu vermieten in 2018 gekauft, in 2019 habe schon Darlehenszinsen an die Bank bezahlt, die Wohnung wird aber ab Mittel 2020 vermieten. In diesem Fall kann ich schon Zinsen in 2019 und andere Nebenkosten als Werbungskosten erklären? Vielen Dank in Voraus.

    • 20
      Jochen Breunig

      Guten Tag,

      leider darf ich Sie aus rechtlichen Gründen steuerlich nicht beraten. Grundsätzlich können Aufwendungen dann als Werbungskosten abgesetzt werden, wenn sie der Erwerbung, Sicherung und Erhaltung von Einnahmen dienen. Stehen beispielsweise vorab entstandene Zinsaufwendungen in unmittelbarem Zusammenhang mit einer späteren Vermietung, sind diese als vorweggenommene Werbungskosten abziehbar.

      Vielen Dank und Grüße
      Jochen Breunig
      Tax Specialist bei steuernsparen

  10. 21
    Dukar Peter

    ich vermiete eine Dachgeschoßwohnung im eigen bewohnten Huas. Mieter 300,00 €, Nebenkosten 80,00€ Bin Pensionär und beziehe eine Pension, sowie die Rente meiner Frau.

    • 22
      Alexander Müller

      Hallo Herr Dukar,
      leider wusste ich nicht, ob Sie eine Frage haben zu dem Artikel? Bei Fragen zum Steuerprogramm können Sie sich auch gerne an unseren Support wenden. Kontakdaten finden Sie unter http://www.buhl.de/support.
      Viele Grüße,
      Alexander Müller
      Tax Specialist bei steuernsparen

  11. 23
    Karl-Heinz Buhse

    Ich besitze in einer Eigentümergemeinschaft 2 von 6 Eigentumswohnungen. Unsere Hausverwaltung hatte lange Jahre das
    Heizöl aus den Rücklagen bezahlt und seit 2017 die Beschaffung jährlich auf die Eigentümer verteilt. Bei der Abrechnung zum
    31.12. wird der Wert des Heizölbestandes mit dem Vorjahr abgeglichen und die Differenz den Eigentümern berechnet bzw.
    gutgeschrieben. Auf meine telefonische Anfrage beim Finanzamt wo ich diese Differenz in der Anlage V eintragen soll, bekam
    ich zur Antwort: “So etwas gibt es nicht.” Können Sie mir helfen. Im Voraus vielen Dank

    • 24
      Alexander Müller

      Hallo sehr geehrter Herr Buhse,
      Leider ist mir nicht ganz klar, was Sie mit der Differenz meinen. Gleichzeitig dürfen wir keine Steuerberatung im Einzelfall durchführen. Dies ist uns gesetzlich verboten. Daher kann ich Ihnen nur allgemein Antworten. Bei Vermietungen können die Ausgaben für die Wohnung als Werbungskosten geltend gemacht werden. Kauft man also Heizöl, handelt es sich im Jahr des Kaufs um eine Ausgabe, die angesetzt werden kann (Betriebskosten). Dies gilt auch bei einer (Geld-)Entnahme aus der Rücklage. Wenn bei Verrechnungen/Differenzen kein Geld fließt, wird sich das Finanzamt in der Tat schwer tun, dies als Ausgabe/Einnahme zu sehen. Denn möglicherweise wird dann doppelt abgerechnet: einmal bei tatsächlichem Kauf und dann bei einer Differenzberechnung ohne Geld. Es gilt offiziell das Zu- und Abflußprinzip von Geld – das bedeutet der tatsächliche Zahlungszeitpunkt mit Beleg. Ich hoffe, ich konnte Ihnen ein wenig helfen.
      Viele Grüße,
      Alexander Müller
      Tax Specialist bei steuernsparen

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