Mini-Jobs und Steuer

Wie die pauschale Besteuerung funktioniert


Der Arbeitgeber zahlt eine Pauschalsteuer, was auch möglich ist, wenn der Mini-Jobber daneben noch eine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung ausübt. Bei Pauschalversteuerung erscheint der Lohn aus dem Mini-Job nicht auf der Lohnsteuerbescheinigung und taucht damit auch nicht in der Steuererklärung des Mini-Jobbers auf.

Der Arbeitgeber versteuert den Arbeitslohn pauschal mit

  • 2 %, wenn er nur zur Abführung von pauschalen Rentenversicherungsbeiträgen verpflichtet ist,
  • 20 %, wenn die vollen Sozialversicherungsabgaben zu zahlen sind (bei Überschreitung der 450-Euro-Grenze).

Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit

Will der Arbeitgeber keine Pauschalversteuerung, muss er den Mini-Job individuell über die Lohnsteuertabelle versteuern. Dann ist der Lohn vom Mini-Jobber auch in der Steuererklärung anzugeben, wenn zusammen mit anderen Einnahmen der Grundfreibetrag überschritten wird und damit auch der Mini-Verdienst versteuert werden muss. Im Gegensatz zur Pauschalversteuerung können Werbungskosten geltend gemacht werden, mindestens aber der Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.000 Euro.

Bei allen ab 1.1.2013 neu abgeschlossenen Mini-Jobs gilt für den Arbeitnehmer eine gesetzliche Rentenversicherungspflicht. Er muss also den Arbeitgeberbeitrag zur Rentenversicherung auf den vollen Beitragssatz (2014: 18,9 %) aufstocken. Das Gleiche gilt, wenn bei einem bereits bestehenden Mini-Job das Arbeitsentgelt von bisher 400 Euro ab 2013 angehoben wird. Allerdings kann der Mini-Jobber sich von der Versicherungspflicht befreien lassen.

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