Minijob und Aushilfsjob

Minijob und Aushilfsjob

Auch hier gilt der Mindestlohn


Ab dem 1. Januar 2015 gilt branchenunabhängig und flächendeckend ein Mindestlohn von 8,50 Euro brutto pro Zeitstunde. Dieser soll erstmals 2017 und danach alle zwei Jahre angepasst werden. Dieser Mindestlohn gilt auch für geringfügig und kurzzeitig Beschäftigte.

Aufzeichnung zur Überprüfung nötig

Für die Arbeitgeber wird mit dem Mindestlohngesetz eine neue Aufzeichnungspflicht eingeführt: Sie müssen Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit spätestens bis zum siebten Tag aufzeichnen und diese Aufzeichnungen mindestens zwei Jahre lang aufbewahren.

Stärkste Lohnerhöhung bei Minijobs

Geringfügig Beschäftigte (Minijobs) gehören zu der Gruppe von Beschäftigten, deren Bruttolöhne sich durch den Mindestlohn am stärksten erhöhen werden. Wenn aber der Lohn mit 450 Euro im Monat begrenzt bleibt, heißt dies, dass die Zahl der Arbeitsstunden geringer werden muss.

Aufgrund der Verdienstobergrenze von 450 Euro kommt künftig der tatsächlich geleisteten Arbeitszeit eine besondere Bedeutung zu. Begünstigt sind Minijobber sowohl im gewerblichen Bereich also auch in Privathaushalten, wo die Abrechnung über das Haushaltsscheck-Verfahren erfolgt.

Besondere Bedeutung für Aushilfsjobs

Auch für kurzfristig Beschäftige (Aushilfsjobs) hat die Aufzeichnung der Arbeitszeit, insbesondere die Zahl der gearbeiteten Tage, aufgrund der sozialversicherungsrechtlichen Rahmenbedingungen eine besondere Bedeutung. In den Jahren 2015 bis 2018 gilt eine neue erweiterte zeitliche Grenze von 3 Monaten oder 70 Arbeitstagen innerhalb eines Kalenderjahres, anstatt bisher von 2 Monaten oder 50 Arbeitstagen.

Hinweis

Bei geringfügig Beschäftigten in Privathaushalten sind die Arbeitgeber von der neuen Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflicht ausgenommen.

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