Möbeleinlagerung

Möbeleinlagerung

Kosten nicht absetzbar


Zieht eine Familie zum Arbeitgeber ins Ausland, so können die Kosten für das Einlagern von Möbeln und Haushaltsgeräten nicht steuerlich abgesetzt werden.

Dies geht auch dann nicht, wenn die Einlagerung vor dem Hintergrund erfolgte, mittelfristig wieder nach Deutschland zurückzuzeihen und Anschaffungskosten für private Haushaltsgegenstände einzusparen. Dies hat das Finanzgericht München entschieden.

Hintergrund

Ein Ehepaar verlegte seinen Familienwohnsitz nach England und bezog dort ein Haus. Nach den Angaben des Ehepaares war dieses mit einer Einbauküche ausgestattet gewesen. Auch seien aufgrund der unterschiedlichen Stromversorgung für den früheren Hausstand in Deutschland angeschaffte Elektrogeräte nicht in England nutzbar gewesen. Diese und Möbel des früheren Hausstandes seien deshalb für eine beabsichtigte spätere Rückkehr nach Deutschland eingelagert worden. Die Klägerin wohnte bis Ende März 2007 in England. Ab April 2007 bezog sie eine möblierte Wohnung in der Nähe ihres in Unterhaching sitzenden neuen Arbeitgebers.

Das Finanzamt ließ die erklärten Mehraufwendungen aus der Führung eines doppelten Haushalts zum Abzug zu. Die Aufwendungen für die Einlagerung der Möbel und Elektrogeräte in Höhe von rund 1.300 Euro berücksichtigte es aber nicht, weil es keinen hinreichenden Zusammenhang mit der doppelten Haushaltsführung erkennen konnte. Die dagegen gerichtete Klage hatte keinen Erfolg.

Finanzgericht München, Aktenzeichen 8 K 461/10

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