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News: Steuer-Vereinfachung für kleine Photovoltaik-Anlagen

Endlich weniger Bürokratie!


Besitzer kleiner Photovoltaik-Anlagen sowie vergleichbarer Blockheizkraftwerke müssen die Einnahmen nicht mehr in der Einkommensteuererklärung angeben. Voraussetzung ist ein formloser Antrag beim Finanzamt. Die geltenden Regelungen zur Umsatzsteuer bleiben jedoch bestehen. Das Bundesfinanzministerium hat zum  02.06.2021 eine entsprechende Vereinfachungsregel veröffentlicht.

Die Bürokratieentlastung gilt für kleine Photovoltaik-Anlagen bis zu 10 kW und vergleichbare Blockheizkraftwerke bis 2,5 kW. Die Befreiung gilt auch nur für Anlagen, die auf privaten Wohnhäusern bzw. Garagen installiert sind und nicht vor 2004 in Betrieb waren.

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10 Kommentare

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  1. 1
    Frank Güthlein

    Ich bin ja seit 4 Jahren als Kleinunternehmer angemeldet und habe auch die Abschreibungen geltend gemacht kann ich da denn jetzt einfach aussteigen ?

  2. 2
    Joachim Kühnel

    Danke für die zeitnahe Information! Bin heute gerade im Gespräch mit unserem Finanzamt wegen EÜR.
    Jetzt kann ich die mir wirklich sparen und werde gleich den formlosen Antrag stellen.
    Dank an die FA. :buhl und die engagierten Mitarbeiter!!!

  3. 3
    Alexander A.

    Die USt-Erklärung und den entsprechenden ESt-Teil (der nun entfallen kann) bedeuten (persönlichen) Aufwand und die viel-verhasste Bürokratie.
    ABER: Ich persönlich habe den monetären Nutzen sowohl der 5-jährigen USt-Regelbesteuerung (Vorsteuer zurück!) + Ansetzten der Finanzierungs(-Zins-)Kosten, AfA, weitere Aufwände… als buchstäblich gewinnbringend erfahren. Bzgl. Einkommensteuer alleine dadurch, dass ich rechnerisch jedes Jahr einen kleinen Verlust mache und dies mein zu versteuerndes Einkommen schmälert.
    Abseits der ökologischen “Romantik” ist für mich meine Photovoltaik + Speicherbatterie vor allem ökonomisch eine Erfolgsstory, wozu Buzzwords wie “Eigenstrom-Geiz”-Effekt, Verbrauchsoptimierung und auch der steuerliche Aspekt definitiv zählen.
    Mit anderen Worten: Die steuerliche Eigenleistung (nicht „Muskelhypothek“, sondern Eigenleistung durch Schreibtischarbeit) dürfte sich für viele lohnen und ist daher m.E. nicht grundsätzlich zu verdammen 😊

  4. 4
    Peter Eckerle

    ACHTUNG
    Wer innerhalb der letzten 5 Jahre eine solche PV-Anlage angeschafft und zur Vorsteuer optiert hat, soll lieber erstmal mit einem solchen Antrag abwarten. Das Finanzamt könnte die Vorsteuer, die man damals beim Erwerb wahrscheinlich abgezogen hat, anteilig kürzen. Erst nach 5 Jahren droht hier keine Gefahr mehr. Sicher wird hierzu bald eine Ergänzung des BMF kommen.

  5. 5
    Rolf Lichtenberg

    Vielen Dank für die Info. Ich habe dieses Jahr mit Hilfe des WisoProgramms erstmalig die Steuererklärung und Umsatzsteuererklärung erstellt. Als ich mich für eine Photovoltaikanlage entschieden hatte, wusste ich nicht was ein bürokratischer Unsinn in Sachen Einkommenssteuer bzw. Umsatzsteuererklärung für eine Anlage von 6kw auf mich zukommen würde und habe deshalb den Steuerkram in 2012 einem Steuerberater übergeben. Da ich aber unzufrieden war, insbesondere der horrenden Entlohnung für den Steuerberater, habe ich mich dieses Jahr selber darangesetzt und erfolgreich für 2020 zum Abschluss gebracht. Was sich mir nicht erschließt, warum man die Umsatzsteuer nicht einfach berechnet, nämlich eingespeister Strom mal 19% gleich zu entrichtende Umsatzsteuer. Stattdessen muss man kompliziert Daten ermitteln, teilweise schätzen und zum Schluss, so zumindest bei mir, hatte ich mehr Umsatzsteuer (zum Glück nur ein paar Euro) zu entrichten als nach meiner o.a. Formel.
    Warum muss Steuererklärung so kompliziert sein und größtenteils ist sie unlogisch. Was mir jetzt helfen würde was muss denn in dem formlosen Antrag drinstehen und wird die Umsatzsteuer weiterhin kompliziert ermittelt?

  6. 6
    JoeG

    Keine EÜ Rechnung heißt aber auch: Verzicht auf die steuerlichen Vorteile (z.B. AfA, Zinsen, etc.) durch Schaffung negativer Einkünfte, oder?

  7. 7
    Martin Damm

    Sehr geehrte Damen und Herren, ich “kämpfe” gerade wieder mit der Einkommensteuererklärung für 2020, leider erlebe ich das nicht so, dass das mit Ihrer Software sich “fast von allein” macht… Seit dem 1.6.2020 bin ich Rentner, bekomme deswegen Rente plus eine Zusatzversorgung des KVBW, wollte die gestern eingeben – und habe bis jetzt nicht die “Leistungserklärung” der KVBW gefunden, erst recht nicht die “Zeile 1” davon, und vertraue jetzt darauf, dass das was das Finazamt schon hat (per Datenübernahme) wohl stimmen wird.
    Ich habe immer wieder den Eindruck – bei Ihnen allerdings deutlich seltener – dass Menschen, die alltäglich mit der Thematik beschäftigt sind oft Menschen nicht verstehen (können), bei denen das eben nicht so ist.
    Eine PV-Anlage wie die oben beschreibene haben wir übrigens auch noch letztes Jahr in Betrieb genommen, deswegen die Frage: gilt das auch schon für die Steuererklärung 2020, an der ich ja gerade sitze?

    • 8
      Anna Maringer

      Guten Tag,

      danke für Ihre Nachricht. Die Kollegen im Kundencenter können Sie bei Fragen zur Programmbedienung optimal unterstützen. Beschreiben Sie Ihr Anliegen einfach unter “Anfrage stellen”. Natürlich können Sie sich auch telefonisch an das Kundencenter wenden.

      Viele Grüße
      Anna von Steuern-Sparen

  8. 9
    Dr. Achim Meurer

    Ich hätte gerne die genaue Fundstelle für den erlass hinsichtlich der Steuerfreiheit (Einkommensteuer) bei kleinen Photovoltaikanlagen

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