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Privat krankenversichert

So wirkt sich der Arbeitgeber-Zuschuss aus


Die meisten privat Krankenversicherten zahlen ihre monatlichen Versicherungsbeiträge sowohl für die Basisabsicherung als auch für Wahlleistungen. Der Arbeitgeber zahlt einen Zuschuss zur privaten Krankenversicherung. Diesen Zuschuss zahlt er nicht nur für die Basisabsicherung, sondern anteilig auch für die Wahlleistungen.

In der Steuererklärung können privat Krankenversicherte seit dem Kalenderjahr 2010 ihre Versicherungsbeiträge für die Basisabsicherung in der privaten Krankenversicherung voll ansetzen. Gekürzt um den Zuschuss des Arbeitgebers oder eines Zuschusses von Dritter Seite, wirken sie sich in voller Höhe bei der Steuerberechnung aus. Soweit die Beiträge Wahlleistungen betreffen, wirken sich diese Beiträge nur selten aus.

Verteilung des Zuschusses auf Beiträge

Da liegt die Auffassung nahe, dass der Zuschuss des Arbeitgebers die Beiträge zur Basisabsicherung nur kürzen sollte, sofern der Arbeitgeber ihn auch für die Basisabsicherung zahlt. Die Finanzverwaltung legt das Gesetz zu Ungunsten der privat versicherten Steuerbürger aus. Die Beiträge der Basisabsicherung kürzt sie um die vollen Zuschüsse der Arbeitgeber. Nur der übersteigende Teil der Beiträge mindert die Steuerlast.

Diese Rechtsauffassung mochte sich so mancher Steuerzahler nicht gefallen lassen. Deshalb sind in mehreren Bundesländern bei den Finanzgerichten Klagen zu diesem Thema eingegangen. Die Richter des Finanzgerichts Hamburg haben als Erste die Auffassung der Finanzverwaltung bestätigt.

Begründung der Richter

Privat Versicherte sind bereits doppelt privilegiert. Zum einen erhalten Sie einen Arbeitgeberzuschuss auch hinsichtlich der Wahlleistungen und diese Zuschüsse des Arbeitgebers sind komplett steuerfrei. Gesetzlich Versicherte erhalten einen Zuschuss des Arbeitgebers nur auf die Basisabsicherung. Die Beiträge für die Basisabscherung steuerlich nur zu berücksichtigen sofern Sie die Zuschüsse der Arbeitgeber übersteigen, das sahen die Hamburger Richter als Kompensation anderweitiger Privilegierung an.

Wichtig

Da die Rechtsfrage noch nicht abschließend geklärt ist, sollten Sie als Betroffener Einspruch gegen Ihren Steuerbescheid einlegen. Einspruchsverfahren hinsichtlich dieses Streitpunkts werden grundsätzlich von den Finanzämtern zurückgestellt.

Finanzgericht Hamburg,  Aktenzeichen 3 K 144/11

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