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Rente & Pension

Mit dem Finanzamt haben Sie es das ganze Leben zu tun. Auch noch im Ruhestand.


Ob Rente oder Pension- der Fiskus ist immer dabei

Seit der letzten großen Rentenreform sind mittlerweile zehn Jahre vergangen. Es kam wie es kommen musste: Abstriche bei der gesetzlichen Rente und ein sinkendes Rentenniveau. Auf einen nachträglichen Verwurf der Reform spekuliert mittlerweile wohl niemand mehr.

All denjenigen, die vermuten unsere Beamten wären privilegiert und damals mit einem blauen Auge davongekommen, soll gesagt sein: so war es nicht! Denn im Rahmen der Rentenreform verpflichtete das Bundesverfassungsgericht den Gesetzgeber, auch die Unterschiede in der Besteuerung zwischen Pensionen und Renten zu beseitigen. Die Beseitigung erfolgt zwar schrittweise, doch am Ende, das heißt 2040 versteuert jeder Ruheständler in Deutschland seine Rente oder Pension zu 100 Prozent.

Steuerfreie Rente

Glück hat, wer Empfänger einer der wenigen steuerfreien Renten ist. Folgende Renten brauchen Sie diese nicht in der Steuererklärung anzugeben:

  • Renten aus der gesetzlichen Unfallversicherung
  • Wiedergutmachungsrenten
  • Renten an Verfolgte der NS-Zeit
  • Rente für einen bei Ableistung des früheren Grund-/Zivildienstes oder des jetziges freiwilligen Wehrdienstes bzw. Bundesfreiwilligendienstes erlittenen Unfallschaden
  • der in den neuen Ländern gezahlte Sozialzuschlag zu Rente
  • Kriegs-und Schwerbehindertenrenten
  • Schadenersatzrenten zum Ausgleich vermehrter Bedürfnisse
  • Schmerzensgeldrenten
  • Unterhaltsrenten

Die Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung

Noch sind Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung und vergleichbare Renten nicht zu 100 Prozent steuerpflichtig. Trotzdem führt die neue Rentenbesteuerung ab 2005 insgesamt zu einer höheren Besteuerung als noch bis Ende 2004. Spätestens 2040 ist der sogenannte Rentenfreibetrag (steuerfreier Anteil der Rente) dann gänzlich Geschichte.

Wen wundert es da, dass beim Bundesverfassungsgericht diesbezüglich eine Verfassungsbeschwerde anhängig ist (Aktenzeichen 2 BvR 1066/10). Die Steuerbescheide ergehen in dieser Hinsicht vorläufig.

Wie viel Sie von Ihrer Rente versteuern müssen und über welchen Rentenfreibetrag Sie sich „noch“ freuen können, lesen Sie hier.

Werbungskosten bei Renten

Ihnen sind Aufwendungen im Zusammenhang mit Ihrer Rente entstanden? Setzen Sie sie ab. Für Renteneinkünfte gibt es einen Pauschbetrag für Werbungskosten in Höhe von 102 Euro jährlich. Übersteigen Ihre Werbungskosten den Pauschbetrag, können Sie diese dem Finanzamt auch einzeln nachweisen und so Ihre steuerpflichtige Rente mindern.

Rente – Pensionen: Welche Ungleichbehandlung musste da überhaupt beseitigt werden?

Bekannt ist, dass Beamte Ihre Pension von ihrem Dienstherrn beziehen (z.B. Bund oder Land), Rentner ihre Rente hingegen von der Deutschen Rentenversicherung.

Der Tatsache geschuldet, dass der Beamte lebenslang von seinem Dienstherrn besoldet wird, hat steuerlich die Behandlung als „nachträglichen“ Arbeitslohn zur Folge. Ein Wechsel der Einkunftsart erfolgt mit der Pensionierung nicht. Daher wird die Steuer auf den sog. Versorgungsbezug –wie während des aktiven Dienstverhältnisses- durch den Lohnsteuerabzug erhoben.

Aber natürlich auch nicht in voller Höhe. Ein Teil ist steuerfrei. Ein Versorgungsfreibetrag sowie ein Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag. Doch nicht nur Beamte beziehen Versorgungsbezüge. Welche Bezüge oder sonstigen Vorteile ebenfalls zu den Versorgungsbezügen gehören, lesen Sie hier.

Was von der privaten Rentenversicherung bleibt

Gute Nachricht: Renten aus privaten Rentenversicherungen (Leibrenten) sind nicht zu 100 Prozent steuerpflichtig. Steuerpflichtig ist nur ein sogenannter Ertragsanteil.
Die Höhe des Ertragsanteils ist abhängig von dem bei Rentenbeginn vollendeten Lebensjahr des Rentenberechtigten und von der Art der Rente. Der Ertragsanteil bleibt während der Laufzeit der Rente konstant.

Was Sie zu dem Ertragsanteil sonst noch wissen sollten: Er wurde mit Wirkung ab 2005 an den aktuellen Marktzinssatz und die durchschnittliche Lebenserwartung angepasst und gegenüber den Vorjahren erheblich gesenkt.

Riester-Rente: Abgerechnet wird am Schluss

Bei Einzahlung in Ihre Riester-Rente zeigte sich der Fiskus mit seinen Riester-Zulagen und dem Sonderausgabenabzug bei der Steuer noch großzügig. Doch sobald die erste Rentenzahlung auf Ihrem Konto eingeht, wird abgerechnet. Und im Falle der Riester-Rente nicht zu wenig. Sie ist in voller Höhe zu versteuern.

Anlage R oder Anlage N?

Sie sind sich nicht sicher, ob Sie nun eine Rente oder einen Versorgungsbezug beziehen? Sie befürchten eine 50:50-Chance diese richtig oder falsch einzutragen? Müssen Sie nicht, denn Sie haben Ihre Belege. Die weisen Ihnen zielsicher den Weg.

Beträge aus Rentenmitteilungen der Deutschen Rentenversicherung und andere Leistungsmitteilungen rentenauszahlender Unternehmen gehören in die Anlage R. Beträge aus Lohnsteuerbescheinigungen in die Anlage N.

Eine weitere Unterstützung zum Eintrag von Renten und Versorgungsbezügen, finden Sie hier.

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15 Comments

eigener Kommentar
  1. 1
    Bernhard Hesse

    ich lebe seit 2005 in Spanien, musste Einkommensteuer fuer 2010-2014 nachbezahlen , meine Rente ist 1250,–€
    die Nachzahlung war ca. 4000,–€ Miete fuer 2010 500,–€ x12 2011 bis 2014 370€ 48x 60 % invalidaet
    meine Frage, ist das korrekt?
    wieviel % steuern zahlt man , und die Miete und 60% invalidat muessten doch abzuege sein oder?

    herzlichen Dank

  2. 4
    Stephan Herlitze

    Meine Frau hat Anfang 2017 ihre betriebliche Altersversorgung aus ihrer Pensionskasse ausgezahlt bekommen (26803.22 €). Sie hat daraufhin einen Bescheid von ihrer KV „BKK mhplus“ erhalten. Diese errechnete einen 10 jährigen monatlichen Beitrag von 41,32 € ( Gesamt: 4958,40 €).
    Meine Fragen: Ist das rechtens, und werden dazu nachträglich noch Steuern erhoben ? Wenn ja, mit welchen Kosten muss sie rechnen ?

  3. 5
    Lars

    Ich danke Ihnen für den interessanten Artikel. Damit man bei der Rente auch etwas Steuern sparen kann, ist eine umfassende Beratung wichtig.
    Mit besten Grüßen,
    Lars

  4. 6
    Carsten Würfel

    Was sind wir Deutschen doch für Schwachmaden – lassen uns im Alter weiter vom FA ausplündern!
    Es ist respektlos und menschenverachtend, einfach festzusetzen, wenn du in Rente gehst, dann hast du einfach von heute auf morgen mit ~45% deines bisherigen Nettoeinkommens auszukommen! Geht’s noch!? Dieser Unverschämtheit nicht genug – das reicht den kriminellen Blutsaugern aber nicht, nein, du sollst deine Almosen auch noch versteuern! Wie armselig sind wir eigentlich – im Geiste…?
    Wenn jemand in Deutschland zB 1000 € Rente bekommt – wären es in Österreich 1700 €!!! Merkt ihr jetzt wie wir verarscht werden!? Es kommt noch besser! Die Beamten bekommen ~71% ihres letzten Nettoeinkommens – obwohl sie nie einen € eingezahlt haben! Das finanzieren wir Einzahler – also das arbeitende Volk – auch noch mit – zum Dank bekommen wir Melkkühe selbst nur noch 43% ab 2020 und müssen unser Trinkgeld auch noch versteuern! Noch mal – wo bleibt Empörung, Zorn und Wut – auf das wir ein Recht hätten !? Ich frage mich – leben wir eigentlich noch, oder sind wir schon Zombies…?
    Wenn man dann noch in das neu erschienene Buch „Steuergesetze “ rein schaut, bekommt man endgültig die Krise! Dort wird unumstößlich aufgezeigt, das die Steuergesetze aus der Nazi Zeit stammen und gar nicht angewendet werden dürfen – auch die AO ist eigentlich nicht anwendbar, da aufgehoben – wie viele andere Gesetze auch – Einführungsgesetze, Geltungsbereiche aufgehoben – Verstöße gegen das Zitiergebot – vieles nicht ratifiziert usw. usf…. Und alles ist offiziell in Bundesgesetzblättern dokumentiert, also hoch offiziell! Nur dem gemeinen Volk wird das natürlich nicht mitgeteilt – soll ja niemand wissen, das alle Finanzämter privat geführte Firmen sind – es dort keinen einzigen echten Beamten gibt! Darum wird ja auch kein einziger Bescheid unterschrieben – nur wir müssen unsere Erklärung angeblich unterschreiben – Lug und Trug – wo man hin schaut…
    In dem Buch werden Wege aufgezeigt, mit welchen jeweiligen Strategien man das FA richtig unter Druck setzen kann – wenn das 100 000te machen würden, wäre der Abzocker Spuk dieser sogenannten FAer bald vorbei…! Und nun kommt meine eigentliche Kritik an unserer Propaganda Medien – nicht die geringste Aufklärung für das gemeine Volk – es wird ausschließlich Systemkonform berichtet! Nicht die Spur eines investigativen Journalismus – es ist beschämend! Ich jedenfalls schäme mich inzwischen, einer so armseligen Spezi anzugehören! Seine Abstammung kann man sich leider halt nicht aussuchen…
    Aber darum wird man natürlich auch keine Unterstützung hier von „Ratgeber – Steuertipps“ erwarten können – die würden niemals ihr „Geschäftsmodel“ selbst torpedieren – Buhl lebt ja von der Unwissenheit seiner „Kunden“ – man bekommt schlaue Tipps wie man ein paar € mehr oder weniger sparen kann, von Steuern, die man erst gar nicht zahlen müsste…! Eigentlich eine Lachnummer…
    So – nun bin ich gespannt – ob Buhl wenigstens so viel Courage hat, diesen meinen Beitrag ungekürzt zu bringen…!? Ganz toll wäre, wenn Buhl Redakteure sich mal die Mühe machen würden, meine Behauptungen mal SELBST zu prüfen – ohne vom Mainstream abzuschreiben… Wenn sie das Büchlein kaufen (15€) oder nur die eBook Version (10€) können Sie eine Menge Zeit sparen und sind in relativ kurzer Zeit schlau genug, um mitreden zu können – wenn sie es wollen und dürfen…!?
    Dann könnte Buhl uns Kunden und Verbraucher wirklich nützlich helfen – so das wir als nicht mehr zu ignorierente Masse massiv Druck auf’s FA ausüben könnten…!
    Ja ja – ich weiß – bin ins Träumen ab geglitten – reines Wunschdenken – schade…
    Jedenfalls – Leute – rafft EUCH auf – überprüft mein Statement hier – macht EUCH selbst endlich schlau!
    Agiert endlich SELBST – anstatt ständig immer noch mehr Steuern, doppelt und dreifach zu bezahlen…!
    Überlegt selbst – von eurem satt versteuertem Einkommen, eurem Netto, zahlt ihr beim Einkaufen und begleichen aller möglichen Rechnungen (Energie – Benzin{80¢+MwSt / l} – Miete Kfz ) schon wieder fette zusätzliche Steuern + überall natürlich auch die MwSt (für welchen Mehrwert eigentlich?) …!
    Ist das Vernünftig – ohne den geringsten Widerstand…? Also AUFWACHEN!!! Das ist Raub & Betrug – von Firmen, die sich schlauer Weise FA nennen – eigentlich unglaublich und auf jeden Fall Ungeheuerlich!!!

    • 7
      Willi Goppelsröder

      Danke für diesen super Artikel. Genau so ist es bei den Beamten. Sicherer Arbeitsplatz, keine Einzahlung in die Rentenkasse und dann noch über 70 % des letzten Gehaltes. Wir müssten demonstrieren. Ich bin dabei!!

  5. 8
    Carsten Würfel

    PS: Das unverzichtbare Buch für jeden Steuerzahler heißt :
    Steuergesetze „ungültig“!
    Hatte den Titel nicht vollständig angegeben – bei meinem letzten Statement – sorry

  6. 10
    Karl-Heinz Judith

    zum Beitrag von Nr 6 von Carsten Würfel
    habe heute am 03.02.2018 ihren Beitrag gelesen ; dazu einige Anmerkungen.
    Ich bin Bundesbeamter im Ruhestand und bekomme 71% meiner lezten Bezüge–aber nicht Netto sondern Brutto!
    Die Pension wird altersgemäß versteuert. Dann werden mir noch 15% vom Bruttoeinkommen als Beitrag zur
    Krankenkasse abgezogen und zur (Altersvorsorge ) 1% abgezogen. dazu kommt noch die Pflegeversicherung.
    Die Krönung ist aber : ich bin als ehemaliger Beamter privat versichert .Ich zahle 10% meiner Aztkosten selber
    In der Apotheke Zahle ich meine Medikamente sofort. Ab 100 Euro kann ich die Rechnungen einreichen,und bekomme 90% nach Abzug von 5 oder 10 Euro gesetzliche Kosten erstattet. Ich warte auf die Bürgerversicherung.

  7. 11
    Pascal D. Kaschen

    Danke für den Beitrag.

    Als Selbständiger wäre für mich aber mehr Informationen bzgl. der Basisrente („Rürup-Rente“) interessant. Hab bis jetzt viele gute Vergleichsseiten wie https://xn--rrup-renten-vergleich-8hc.de/ besucht. Da werden die einzelnen Konditionen der ANbieter angezeigt und verglichen, aber ich wäre auch an einer ausführlichen Pro-Contra Liste interessiert (Wikipedia ist da sehr vage). Wie wird z.B. das fehlende Kapitalwahlrecht bei Rürup ausgeglichen? Wäre gut, wenn hier Selbständige ein bisschen ausführlicher informiert werden könnten.

    Herzlichen Dank und freundliche Grüße
    Pascal

  8. 12
    Frankenstein Michael

    Ich bin seit März 2017 Rentner und engagieren mich noch in dem Vorstand eines Vereins und zweier Stiftungen. Für das ehrenamtliche Engagement setze ich neben meiner Zeit meine private Technik (Tel., Pc usw.) und meinen PKW in erheblichen Maße ein. Habe ich eine Möglichkeit (außer der Ehrenamtspauschale) in der Steuererklärung davon etwas berücksichtigen zu lassen?

  9. 13
    Engel Bernhard

    Hallo Herr Würfel,in vielen Dingen die Sie beschreiben bin ich ganz Ihrer Meinung.Ich habe das angesprochene Buch noch nicht gelesen werde es aber nachholen.Rund um die BRD haben verschiedene Nationen eine bessere Sozialstruktur als das reiche,wirtschaftlich starke Deutschland.Das unsere Politiker nicht Willens sind sich zumindest mal zu informieren wie man es besser machen kann finde ich schlicht und einfach ignorant.Wenn ich als Arbeiter einen Lohn empfange diesen ordnungsgemäß versteuere zusätzlich in die Sozialsysteme einzahle dann ist mir unverständlich warum ich das fürs Alter angesparte Ruhegeld noch einmal versteuern muss.Ein Beamter wird mit Steuergeld bezahlt und muss einen Teil wieder an das FA abgeben sowohl im aktiven Dienst als auch als Pensionär.Irgendwie fehlt mir das Verständnis das aus Gleichheitsgründen deshalb auch die Rente besteuert werden muss.Der Vergleich hinkt meiner Ansicht nach folgender Betrachtungsweise. Wenn ich als Arbeiter etwas zum Bruttosozialprodukt beitrage und der Beamte einen Teil wieder in die Kasse zurückzahlt aus der er bezahlt wurde dann müsste man das differenzierter betrachten.Nicht das man Beamte nicht brauchen würde aber er ist sollte deshalb nicht wichtiger erachtet werden als ein Arbeiter.Das dies so ist wird deutlich wenn man das Verhältnis Beamtenpension und Rentenanwartschaft sieht. Die Rentenbesteuerung wurde deshalb eingeführt weil sich ein Beamter sich durch die Besteuerung seines Gehaltes ungerecht behandel fühlte und dachte er könnte sich durch eine Klage vor dem Verfassungsgericht davon befreien.Leider Haben die Richter anders entschieden,dem Staat diese Einnahmen weiterhin gesichert und für die Folgejahre noch zu einer zusätzlichen verholfen. Seitdem zweifele ich sehr stark an der Unabhängigkeit der Justiz.Sollte sich irgendwann einmal etwas ändern dann bin ich mir ziemlich sicher das nicht das Rentenniveau angehoben wird sondern die Pensionen nach unten revidiert werden.Das dies passieren wird ist aber sehr unwahrscheinlich weil auch die Verfassungsrichter Beamte sind.Übrigens begründet sich diese Ungleichheit auf die Rentenreform 1957.Damals saßen in der Rentenkommission fast ausschließlich Beamte.An der Quelle saß der Knabe.Das einzig positive an einer kleinen Rente ist das auch bei Rentenbezug der Freibetrag von über 8000€ gilt.Ob das aber ein Trost ist sei dahingestellt

  10. 14
    Hans,Günter

    Ich bin Rentner und 75 Jahre. Hatte 2017gro?e Probleme mit meinem Rücken und der Hüfte. Hatte mehrere Ärzte aufgesucht ,die mir sagten ich sollte einmal zur Kur fahren. Das hatte mir dann auch mein Hausarzt attestiert . Da ich die Kur selbst bezahlt hatte, habe ich in meiner Steuererklärung die Behandlungskosten und 50% der Verpflegungskosten angesetzt. Die Fahrtkosten habe ich selbst getragen. Doch das Finanzamt hat mir nicht einmal die Behandlungskosten anerkannt.

  11. 15
    Peter Dubois

    Schlimm ist, wenn fehlende Sachkenntnis und Vorurteile zusammentreffen. Carsten Würfel ist ein Musterbeispiel dafür. Während Renten in der Besteuerung langsam (bis 2040) an die Besteuerung der Pensionen herangeführt werden, waren Pensionen schon immer in annähernd voller Höhe steuerpflichtig.
    Zusätzlich können Pensionäre nicht Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherungen werden, sie bleiben auf die Beihilfe als Leistung des ehemaligen Dienstgebers erhalten, der verbleibende Anteil kann privat versichert werden. Dann kosten z.B. 30% Risiko ca. 212,00 € im Monat. Grundsätzlich treten die Pensionäre bei Gesundheitskosten in Vorlage und erhalten Teile nach Abzügen erstattet.
    Nimmt man einen gängigen Steuersatz und rechnet die zusätzlichen Versicherungskosten hinzu, minimiert sich die Pension auf knapp 50%.
    Für die Differenz zu den angeblichen 43% der Rentner musste der Pensionär sein ganzes Arbeitsleben bereit sein, Dienst dort zu tun, wo der Dienstgeber ihn einsetzen wollte, musste berufsbedingt häufig umziehen, seine Kinder durch diverse Schulsysteme schleusen, unzählige nicht ausgeglichene Mehrarbeit leisten, wenn das dienstlich notwendig war.
    Die Behauptung, unsere komplette Steuergesetzgebung sei weitgehend aus Vorkriegszeiten und daher ungültig, ist aus der Luft gegriffen und soll Stimmung machen. Das dann auch noch zu einem Wahlaufruf für eine Partei zu machen, zeigt, wer dahinter steckt.

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