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Selbstständige & Unternehmer

Gewinnermittlung – Aber wie?


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Selbstständige, Gewerbetreibende, Unternehmer, Freiberufler… im alltäglichen Sprachgebrauch werden die Begriffe oft synonym verwendet. Im Steuerrecht lohnt es sich aber, etwas genauer hinzuschauen. Denn: Nicht alles, was nach einem Gewerbe aussieht, ist auch aus steuerlicher Sicht eins.

Die sieben Einkunftsarten

Im Einkommensteuerrecht wird unterschieden, womit Sie Ihr Geld verdienen. Davon hängt ab, wie Sie Ihre Einkünfte versteuern müssen. Für jede Einkunftsart gelten unterschiedliche Regeln, z. B. darüber, wie Sie den Gewinn ermitteln. Außerdem kann die Einkunftsart Einfluss auf andere Steuern wie z. B. die Gewerbesteuer haben. Die sieben Einkunftsarten sind:

  • Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft
  • Einkünfte aus Gewerbebetrieb
  • Einkünfte aus selbstständiger Arbeit
  • Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit
  • Einkünfte aus Kapitalvermögen
  • Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung
  • Sonstige Einkünfte

Was Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft oder aus Vermietung und Verpachtung sind, scheint selbsterklärend. Bei Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit handelt es sich um Einkünfte aus einer Arbeitnehmertätigkeit – also einem Angestelltenverhältnis. Einkünfte aus Kapitalvermögen erzielen Sie z. B. durch Zinsen oder Dividenden auf angelegtes Vermögen. Zu den sonstigen Einkünften gehören unter anderem Renten. Aber wo genau liegt der Unterschied zwischen Gewerbebetrieb und selbstständiger Arbeit?

Was sind Einkünfte aus Gewerbebetrieb?

Um Einkünfte aus Gewerbebetrieb zu haben, müssen Sie folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie sind selbstständig tätig. Das heißt: Sie sind kein Arbeitnehmer, sondern Ihr eigener Chef. Niemand anders ist Ihnen gegenüber weisungsbefugt. Entscheidend ist, dass Sie das wirtschaftliche Risiko sowie den Erfolg und Misserfolg Ihres Betriebs (mit)tragen.
  • Ihre Tätigkeit üben Sie nachhaltig – also nicht nur einmalig – aus. Sie haben die Absicht, aus Ihrer Arbeit dauerhaft eine selbstständige Einnahmequelle zu machen.
  • Ihre Tätigkeit ist nicht nur ein wohltätiges Hobby. Sie möchten einen Gewinn erzielen.
  • Hierfür beteiligen Sie sich am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr. Das heißt: Sie treten direkt an Ihre Kunden oder Lieferanten heran.
  • Um zu den Einkünften aus Gewerbebetrieb zu zählen, dürfen Ihre Einnahmen nicht zu den Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft, selbstständiger Arbeit, nichtselbstständiger Arbeit oder Vermögensverwaltung gehören.

Was sind Einkünfte aus selbstständiger Arbeit?

Sie erzielen Einkünfte aus selbstständiger Arbeit, wenn

  • Sie selbstständig (also nicht als Arbeitnehmer) tätig sind und
  • es sich bei Ihrer Arbeit um eine wissenschaftliche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende oder erzieherische Tätigkeit handelt oder
  • Sie freiberuflich tätig sind.

Welche Berufe als freiberufliche Tätigkeit zählen, ist im Gesetz festgehalten. Man spricht deshalb auch von Katalogberufen. In folgenden Berufen haben Sie als Freiberufler Einkünfte aus selbstständiger Arbeit:

Ärzte, Zahnärzte, TierärzteRechts- und PatentanwälteNotare
(Vermessungs-)IngenieureArchitektenHandelschemiker
Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Steuerbevollmächtigte, vereidigte Buchprüfer, beratende Volks- und BetriebswirteHeilpraktikerDentisten
KrankengymnastenJournalistenBildberichterstatter
DolmetscherÜbersetzerLotsen

Außerdem hat da Bundesfinanzministerium folgende Berufe als freie Berufe anerkannt:

Diplom-Informatiker oder Diplom-MathematikerFleischbeschauerHebamme, Entbindungspfleger, Diätassistenten
Patentberichterstatter mit wertender TätigkeitProzessagentenZahnpraktiker
GutachterAltenpfleger, soweit keine hauswirtschaftliche Versorgung der Patienten erfolgtErgotherapeuten
Krankenpfleger/ Krankenschwestern, soweit keine hauswirtschaftliche Versorgung der Patienten erfolgtLogopädenStaatlich geprüfte Masseure, Heilmasseure, soweit diese nicht lediglich oder überwiegend kosmetische oder Schönheitsmassagen durchführen
Medizinische Bademeister, soweit diese auch zur Feststellung des Krankheitsbefunds tätig werden oder persönliche Heilbehandlungen am Körper des Patienten vornehmenMedizinisch-technische AssistentenOrthopisten
Psychologische Psychotherapeuten für Kinder und JugendlichePodologenRettungsassistenten
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Freiberufler Katalogberufe

Katalogberufe

Katalogberufe sind wissenschaftliche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende oder erzieherische Tätigkeien, die im Gesetz als solche verankert sind.

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Warum wird überhaupt unterschieden?

Die Unterscheidung zwischen Gewerbebetrieb und selbstständiger Arbeit wird also vor allem anhand der ausgeübten Tätigkeit getroffen. Aber wofür ist die Differenzierung überhaupt notwendig?

Sowohl bei den Einkünften aus Gewerbebetrieb als auch bei den Einkünften aus selbstständiger Arbeit handelt es sich um Gewinneinkunftsarten. Das heißt: Zur Besteuerung wird Ihr Gewinn herangezogen. Aber wie ermitteln Sie den Gewinn?

Wie Sie Ihren Gewinn ermitteln, hängt davon ab, ob Sie Freiberufler, Gewerbetreibender oder Land- und Forstwirt sind. Deshalb wird auch zwischen Gewerbebetrieb und selbstständiger Arbeit unterschieden. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Video:

Was passiert bei der Buchführung?

„Soll an Haben“… irgendwo haben Sie das sicher schon einmal gehört. Aber was genau bedeutet das und wie kommt man auf den Gewinn? Ist man zur Buchführung verpflichtet, wird zur Ermittlung des Gewinns ein Betriebsvermögensvergleich durchgeführt.

Dabei wird das Betriebsvermögen (positive Vermögensgegenstände – negative Vermögensgegenstände) am Ende des laufenden Wirtschaftsjahres mit dem Betriebsvermögen am Ende des vorangegangenen Wirtschaftsjahres verglichen. Das nennt man auch Betriebsvermögens-Änderung. Die Betriebsvermögens-Änderung wird dann noch um Privatentnahmen erhöht und um Privateinlagen gemindert.

Am Ende steht der Gewinn oder der Verlust des laufenden Wirtschaftsjahres fest. Bei der Gewinnermittlung spielen folgende „Werkzeuge“ eine entscheidende Rolle:

Laufende Buchhaltung

Alle Geschäftsvorfälle in Ihrem Betrieb werden mithilfe der Buchhaltung laufend dokumentiert. Egal ob der Einkauf eines Kunden, der Kauf einer neuen Maschine oder die Bezahlung der Mitarbeiter – jedes Ereignis wird in der Buchhaltung erfasst. Die Buchhaltung ist quasi ein riesiger Datenschatz, auf dessen Basis der Jahresabschluss erstellt werden kann.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung, kurz GuV, ist Teil des Jahresabschlusses. Hier werden alle Vorfälle zusammengefasst, die für das Unternehmen Auswirkung auf den Gewinn haben.

Bilanz

Die Bilanz ist ebenfalls Bestandteil des Jahresabschlusses. Während in der GuV Einnahmen und Ausgaben (z. B. Umsatzerlöse, Materialkosten etc.) erfasst werden, bildet die Bilanz die Vermögenswerte ab. Hier werden Anlagevermögen, Umlaufvermögen, Verbindlichkeiten und Eigenkapital des Unternehmens festgehalten und bewertet.

Was passiert bei der Einnahmen-Überschuss-Rechnung?

Das Erstellen von Buchführung und Jahresabschluss ist mit einer Menge Aufwand verbunden. Dieser Aufwand kann nicht jedem Betrieb zugemutet werden. Deshalb können viele Betriebe von einer Erleichterung profitieren und Ihren Gewinn mit der Einnahmen-Überschuss-Rechnung, kurz EÜR ermitteln.

Das Prinzip dahinter: Alle Betriebseinnahmen und alle Betriebsausgaben werden für das Wirtschaftsjahr ermittelt. Beim Abzug der Betriebsausgaben von den Betriebseinnahmen erhält man entweder den Gewinn oder den Verlust des Jahres.

Wo liegt der Unterschied?

Was genau unterscheidet die EÜR vom Betriebsvermögensvergleich?

Bei der EÜR werden die im Wirtschaftsjahr zugeflossenen Betriebseinnahmen und die abgeflossenen Betriebsausgaben gegenübergestellt. Demnach gibt es keine Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Rechnungsabgrenzungsposten.

Anders ist das bei der Gewinnermittlung mittels Betriebsvermögensvergleich. Hier spielen Bestandsgrößen wie Forderungen, Verbindlichkeiten etc. eine wichtige Rolle. Damit einher geht natürlich auch, dass diese Gewinnermittlung umfangreicher und aufwendiger ist.

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Einnahmenüberschussrechnung Frau Schreibtisch Titelbild

Einnahmenüberschussrechnung

Was unterm Strich zählt, ist der Gewinn. Bis dahin ist es aber ein weiter Weg. Dabei muss aber nicht jeder gleich eine Bilanz aufstellen. Es gibt nämlich noch eine weitere Art zur Gewinnermittlung: Die Einnahmenüberschussrechnung, abgekürzt EÜR. Aber was ist eine EÜR? Warum muss der Gewinn ermittelt werden? Und welche Regeln gelten dafür? Dieser Beitrag liefert Ihnen die Antworten.

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Was ist Umsatzsteuer?

Bei der Umsatzsteuer ist egal, ob Sie Gewerbetreibender oder Freiberufler sind. Sie müssen in der Regel auf Ihre ausgeführten Lieferungen und Leistungen Umsatzsteuer erheben und an das Finanzamt abführen. Wer umsatzsteuerpflichtige Leistungen erbringt, ist ein Unternehmer nach dem Umsatzsteuergesetz.

Für Sie ergibt sich dadurch aber auch ein großer Vorteil. Denn im Gegenzug dürfen Sie sich auch selbst gezahlte Umsatzsteuer vom Finanzamt erstatten lassen. Dann heißt das „Vorsteuer“.

Aber auch hier können vor allem kleine Betriebe von einer Entlastung profitieren: der Kleinunternehmerregelung. Innerhalb gewisser Umsatzgrenzen können Sie dann auf die Umsatzsteuer verzichten. Das lohnt sich aber nicht immer.

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Umsatzsteuer Einkaufen Erklärung

Umsatzsteuer: Was ist das?

„Wir schenken Ihnen die Mehrwertsteuer!“ Diese Werbung haben Sie sicher schonmal irgendwo gehört. Aber was genau ist das überhaupt? In Deutschland wird der Begriff „Mehrwertsteuer“ synonym für die Umsatzsteuer und Vorsteuer verwendet. Wer zahlt diese Steuer und warum dürfen manche die „Vorsteuer abziehen“?  Erfahren Sie hier alles, was Sie über die deutsche Umsatzsteuer wissen müssen.

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Was ist Gewerbesteuer?

Bei der Gewerbesteuer wird die Unterscheidung zwischen Gewerbetreibenden und Freiberuflern wieder interessant. Denn: Die Gewerbesteuer trifft nur Gewerbetreibende. Freiberufler bleiben hier verschont.

Wie wird die Gewerbesteuer berechnet?

Grundlage für die Berechnung der Gewerbesteuer ist der Gewerbeertrag. Dieser wird auf Basis des steuerlichen Gewinns errechnet. Allerdings wird der steuerliche Gewinn, um spezielle gewerbesteuerliche Vorschriften angepasst. Man spricht hierbei von Hinzurechnungen und Kürzungen.

Die Gewerbesteuer wird in zwei Stufen ermittelt. Zunächst wird der Gewerbeertrag mit 3,8 % multipliziert. Dadurch erhält man den Gewerbesteuermessbetrag. Jetzt kommt der Hebesatz ins Spiel. Der Hebesatz wird von der Gemeinde festgelegt, in denen Ihr Gewerbebetrieb liegt. Der Gewerbesteuermessbetrag wird mit dem Hebesatz multipliziert. Dadurch erhält man die Gewerbesteuer.

Übrigens
Die Gewerbesteuer, die Sie für Ihren Betrieb zahlen, wird oft vollständig auf Ihre Einkommensteuer angerechnet.

Aufatmen können alle Gewerbetreibenden, die nur geringe Gewinne erzielen. Denn: Der Freibetrag für die Gewerbesteuer ist relativ hoch. Bis zu einem Gewerbeertrag von 24.500 Euro fällt keine Gewerbesteuer an.

Ihre Steuererklärung: Ganz einfach mit WISO Steuer

Als Selbstständiger oder Gewerbetreibender müssen Sie nicht nur steuerlich an vieles denken. Deshalb empfehlen wir Ihnen WISO Steuer. Mit unserer Steuer-Software erstellen Sie die Steuererklärung für Selbstständige im Handumdrehen. Wir unterstützen Sie Schritt für Schritt mit der umfangreichen Hilfe-Funktion.

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Steuerberatung?

Einzelfragen zu Ihrer Steuererklärung darf leider nur ein Steuerberater beantworten. Wir freuen uns jedoch über Lob und Kritik und nehmen Ihre Anregungen gerne für zukünftige Beiträge auf.
Übrigens: In unserer Steuer-Software finden Sie eine ausführliche Hilfe und Tipps zu allen Themen rund um Ihre Steuererklärung.

10 Kommentare

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  1. 1
    Petra Czech

    Ich habe als Selbständige die NRW-Corona-Soforthilfe erhalten, bin jetzt aber unsicher, wofür ich sie verwenden darf. Ich hätte im April einen großen Event durchgeführt (50 % meines regulären Jahresgewinns), der aber Corona zum Opfer gefallen ist. Die Vorlaufkosten speziell für diesen Event reichen von Januar bis Mai (jeweils Rechnungsdatum), Was davon kann ich mit der Corona-Soforthilfe verrechnen? All diese Kosten sind für den Event entstanden, der im April zwangsweise ausfallen musste…

    • 2
      Carina Hagemann

      Guten Tag,

      zur Corona-Soforthilfe kann ich Ihnen leider nur mit den allgemeinen Bestimmungen der Länder weiterhelfen. Bei Fragen im Einzelfall wenden Sie sich im Zweifel am besten an die Ansprechpartner der zuständingen Industrie- und Handels- bzw. Handwerkskammer. In NRW dürfen Sie grundsätzlich die Corona-Soforthilfe nur zur Finanzierung der laufenden Betriebskosten (z. B. Miete, Leasingraten,…) verwenden. Alle weiteren Voraussetzungen, Ansprechpartner sowie einen umfangreichen FAQ-Katalog finden Sie auf der Homepage des Landes NRW. Für weitere Informationen rund um die steuerlichen Auswirkungen der Corona-Krise schauen Sie gerne in unseren Beitrag: Corona und die Steuern

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann von steuernsparen

  2. 3
    Ricardo Tunnissen

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    seit einigen Jahren nutze ich für die Erstellung meiner Steuererklärung das WISO Steuer Sparbuch, mit welchem ich sehr zufrieden bin. Dieses Jahr war es mir jedoch nicht möglich, meinen Steuerbescheid elektronisch herunterzuladen, obwohl die Voraussetzungen hierzu erfüllt waren (so nehme ich an). Da ich meinen Steuerbescheid zwischenzeitlich bereits papierhaft erhalten habe, bin ich dem Problem nicht weiter nachgegangen.

    Ich bin sehr zufrieden mit Ihren Produkten und habe sie/Sie bereits zahlreichen Freunden und Bekannten weiterempfohlen. Ich wünsche Ihnen alles Gute! Mit besten Grüßen aus Münster

    • 4
      Carina Hagemann

      Hallo Herr Tunnissen,

      vielen Dank für Ihr positives Feedback – es freut uns sehr, dass Sie mit dem Sparbuch gut zurecht kommen!

      Ihr Anliegen bezüglich des Bescheidabrufs haben wir an den Software-Support weitergegeben.
      Grundsätzlich soll der elektronische Bescheid nicht den Papier-Bescheid ersetzen. Er dient lediglich zum Bescheidabgleich.
      Damit können Sie sicherstellen, dass das Finanzamt all Ihre Eingaben berücksichtigt hat bzw. auf einen Blick erkennen, an welcher Stelle es Abweichungen gab.
      Um diese Ansicht zu öffnen wählen Sie in Ihrem Steuerfall “Steuerbescheid prüfen > Steuerbescheid prüfen” und klicken Sie dann auf “Weiter”.
      Im nächsten Fenster sollten Sie Ihre Bescheiddaten sehen können.

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann
      Tax Specialist von steuernsparen

  3. 5
    Ines Wirth

    Hallo, ich habe eine Frage. Bin ich Freiberufler, wenn ich Trauerrednerin bzw. Hochzeitsrednerin bin?

    Bin u.a. angestellt und betreibe es als Nebentätigkeit. Wie und unter was zählt man da?

    Viele Grüße

    • 6
      Alexander Müller

      Hallo Frau Wirth,
      Ihre Frage beschäftigte schon Gerichte. Wie so oft in rechtlichen Dingen “kommt es darauf an”. In einem Urteil des Niedersächsischen Finanzgerichts (Urteil vom 24.03.2004 – Az 2 K 2/03) heißt es: “Die Tätigkeit einer Trauerrednerin kann künstlerisch und damit nach §18 Abs.1 Nr.1 EStG freiberuflich sein, wenn die Trauerreden im Wesentlichen eigenschöpferisch sind und eine gewisse Gestaltungshöhe erreichen. Die Tätigkeit einer Trauerrednerin ist nicht künstlerisch, wenn die Rednerin in der überwiegenden Zahl der Fälle nach Redeschablonen verfährt und nur für besonders gelagerte Ausnahmefälle einen individuellen Text entwirft.” Dieses sind die Kriterien, nachdem auch das Finanzamt Ihre Tätigkeit unter Umständen einschätzen wird.
      Viele Grüße,
      Alexander Müller
      Tax Specialist bei steuernsparen

  4. 7
    Damirov

    Sehr geehrte Damen und Herren
    Ich arbeite als Arzt und habe ich inder letzten Jahr mehrere Gutachten erstellt, Außerdem habe ich als Notarzt neben meinen Hauptberufes noch freiberuflich Geldverdient. Nun will ich Steuererklärung abgeben. Komme aber selbständig nicht weiter vor. Können sie mir bitte Typs geben. Soll ich Umsatzsteuer eintragen? wo soll ich es alles eintragen? DankE!

    • 8
      Carina Hagemann

      Hallo,

      leider dürfen wir Ihnen aufgrund gesetzlicher Regelungen keine Steurberatung im Einzelfall anbieten.
      Ob Sie eine Umsatzsteuererklärung abgeben müssen, hängt davon ab, ob Sie umsatzsteurpflichtige Umsätze erzielen. Grundsätzlich sind ärztliche Leistungen zwar umsatzsteuerbefreit. Allerdings gibt es zahlreiche Ausnahmen, in denen doch umsatzsteuerpflichtige Leistungen vorliegen. Um alle steuerlichen Sachverhalte gegenüber dem Finanzamt korrekt zu erklären, empfehle ich Ihnen, einen Steuerberater zu konsultieren. Dieser wird Ihnen auch gerne alle weiteren Fragen rund um Ihre Steuererklärung beantworten.

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann von steuernsparen

  5. 9
    Kilian Eifler

    EÜR
    Ich habe diese Jahr zum ersten mal die Steuererklärungen für mein Gewerbe gemacht. Die Hinweise und Führung ist gut, ABER die Software soll mir doch das Leben erleichtern. Warum muss ich dann vier Mal die Firmendaten und drei mal die EÜR Daten eintragen müssen. Des weiteren habe ich keine Möglichkeit gefunden die EÜR Daten aus meiner Buchhaltungssoftware zu importieren(xml, csv, xcel). Ich fände es gut wenn das in der nächsten Version möglich wäre.

    • 10
      Anna Maringer

      Sehr geehrter Herr Eifler,
      vielen Dank für Ihre Anregungen. Wir arbeiten ständig daran unsere Produkte zu verbessern und Ihr Hinweis hilft uns sehr dabei.

      Viele Grüße
      Ihre :Buhl-Redaktion

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