Rechnungen

Über kleine und größere Beträge


Der Bon an der Kasse, eine Rechnung mit Adresse, das sind Nachweise für die Steuer. Wann der Kassenbon reicht und wann eine Rechnung erforderlich ist, hängt vom Betrag ab. Das Umsatzsteuergesetz unterscheidet zwischen Rechnungen über Kleinbeträge bis 150 EUR und anderen Rechnungen.

Rechnungsbetrag bis 150 EUR

Damit der Vorsteuerabzug für Unternehmer nicht verloren geht, sollten Rechnungen über Kleinbeträge folgende Angaben enthalten:

  1.    Den Namen und die Anschrift des leistenden Unternehmers,
  2.    das Ausstellungsdatum,
  3.    die Menge und die Art der gelieferten Gegenstände oder den Umfang und die Art der sonstigen Leistung,
  4.    das Entgelt und den darauf entfallenden Steuerbetrag in einer Summe,
  5.    den Steuersatz oder einen Hinweis auf die Steuerbefreiung.

Diese Angaben finden sich gewöhnlich auf jedem Kassenbon wieder.

Rechnungsbetrag über 150 EUR

  1. Übersteigt ein Rechnungsbetrag die Grenze von 150 EUR fordert das Finanzamt weitere Angaben, wie zum Beispiel:
  2.     Neben dem Namen und der Anschrift des leistenden Unternehmers ist der Name und die     Anschrift des Leistungsempfängers notwendig,
  3.    die Steuernummer oder die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer,
  4.    eine Rechnungsnummer, die fortlaufend ist und jede Rechnung identifiziert,
  5.    den Zeitpunkt der Lieferung oder der sonstigen Leistung,
  6.    im Voraus vereinbarte Entgeltsminderungen, wie zum Beispiel Skonto,
  7.    das nach Steuersätzen und Steuerbefreiungen aufgeschlüsselte Entgelt.

Haltbarkeit der Rechnung

Rechnungen auf Thermopapier sollten deshalb haltbar gemacht werden, damit auch bei einer Betriebsprüfung viele Jahre später der Steuerabzug nicht verwehrt wird. Eine Kopie der Rechnung, zusammen mit dem Original abgeheftet, ist ausreichend.

Hinweis

Für manche Rechnungen spezieller Bereiche und für elektronische Rechnungen gelten zusätzliche Besonderheiten. Hinweisen möchte ich in diesem Zusammenhang noch auf Rechnungen über die Bewirtung in Gaststätten. Auch hier gilt die Grenze von 150 EUR. Übersteigt die Bewirtung diesen Betrag, ist eine Rechnung erforderlich, die den Namen des bewirtenden Unternehmers enthält. Nur so bleibt der Betriebsausgabenabzug erhalten.

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