Rechtsschutz

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Beiträge können Werbungskosten sein


Die Beiträge für eine private Rechtsschutzversicherung können abgesetzt werden, wenn darin arbeitsrechtlicher Schutz inbegriffen ist.

Kosten sind nicht gleich Werbungskosten

Um manche Berufe ausüben zu können, muss eine Berufsrechtsschutzversicherung  abgeschlossen sein. Aber eine Berufsrechtsschutzversicherung kann für alle Arbeitnehmer von Vorteil sein. Kennen Sie das? Kündigung, Entlassung oder Probleme mit der Arbeitszeugnis- Ausstellung? Streitigkeiten mit dem Arbeitgeber kommen meistens plötzlich und unverhofft.

Die meisten Steuerpflichtigen schließen keine reine Berufsrechtsschutzversicherung sondern eine Rechtsschutz- Kombination in Form einer Familien oder Berufs- und Straßenverkehrsversicherung ab. Der Gesetzgeber wertet diese grundsätzlich als gemischte Aufwendung und ordnet sie der privaten Lebensführung zu.

Eine Ausnahme kann zugelassen werden, wenn eine Splittung der Beitragszahlungen von der Versicherung ausgestellt wird. Ist klar erkennbar, welcher Betrag aus beruflichen Gründen gezahlt wurde, dann können Sie diese als Werbungskosten absetzen.

Fiskus schließt Pauschale aus

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft gibt an, dass nach der Rechtsschutz-Gesamtstatistik bei der Familien- Rechtsschutz- Versicherung 65 % und bei der Familien- und Verkehrs-Rechtsschutz- Versicherung 43 % auf berufliche Schadensfälle entfallen.

Unser Tipp: Das Finanzamt erkennt diese Pauschalen nicht an. Deshalb ist es ratsam, eine Beitragssplittung direkt bei der Versicherung anzufordern. Diese Aufteilung kann sich für Sie lohnen! Denn die übrigen Beitragsbestandteile werden nicht den Vorsorgeaufwendungen zugerechnet und würden ungenutzt verpuffen.

Bundesfinanzhof, Aktenzeichen VI R 97/94, BDL Pressemitteilung Nr. 19, 3.8.2012.

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