Risikoausgleichsrücklage für Landwirte

Risikoausgleichsrücklage für Landwirte

Bundesrat fordert steuerfreie Hilfe


2018 – kein leichtes Jahr für deutsche Landwirte. Die Hitzewelle führte landesweit zu enormen Ernteausfällen. Für einige Höfe wirkte sich die Dürre durchaus existenzbedrohend aus. Nun fordert der Bundesrat weitere Maßnahmen zur Stabilisierung der Agrarbetriebe. Die Bundesregierung solle zügig die Voraussetzungen dafür einführen.

Steuerfreie Hilfe für Ernteausfälle

Diesen Sommer hat die extreme Trockenheit die wirtschaftliche Lage vieler Bauernhöfe enorm verschlechtert. Die bisher zur Verfügung stehenden Hilfsinstrumente reichen bei weitem nicht aus, um die Schäden auch nur annähernd zu kompensieren.

Daher hat der Bundesrat in einer am 21. September gefassten Entschließung eine steuerfreie Risikoausgleichsrücklage vorgeschlagen. Die landwirtschaftlichen Betriebe sollen durch eine betriebseigene Krisenreserve die Auswirkungen von Extremwetterereignissen abmildern. Gefordert wird ein einfaches Verfahren, das im Krisenfall unbürokratisch und schnell zur Einführung kommt.

Die Forderung wurde nun an die Bundesregierung weitergeleitet. Wann darüber beraten und mit welchem Ergebnis zu rechnen ist, ist momentan noch nicht absehbar.

Download

Den Beschluss des Bundesrates können Sie sich hier herunterladen.

Steuer- und Verfahrenserleichterungen

Die Finanzministerien einzelner Bundesländer haben den Landwirten in den letzten Wochen bereits Steuer- und Verfahrenserleichterungen in Aussicht gestellt. So konnten Betroffene in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Saarland, Thüringen, Bremen sowie Niedersachsen bereits eine Vielzahl von Hilfen in Anspruch nehmen. Dazu gehörten beispielsweise Anpassung der Vorauszahlungen, Stundung fälliger Steuern oder aber auch die Vermeidung von Vollstreckungsmaßnahmen.

Welche Bundesländer sich mit welchen Maßnahmen angeschlossen haben, lesen Sie hier.

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