Sachgutscheine

Sachgutscheine

Abschlag von 4 Prozent nicht zulässig


Barlohn vom Arbeitgeber – auch eine kleine Prämie zu einem besonderen Anlass – ist immer als Arbeitslohn steuer- und sozialversicherungspflichtig. Sachlohn hingegen kann steuer- und sozialversicherungsfrei sein – und zwar bis zu einem Wert von 44 Euro pro Monat.

Erleichtert

Solche Sachbezüge können Waren sein, die der Arbeitgeber den Mitarbeitern direkt gewährt, z. B. ein Buch, ein Weinpräsent. Das können aber auch Warengutscheine sein, die der Mitarbeiter anderswo einlösen kann. Kürzlich hat der Bundesfinanzhof die steuerliche Behandlung von Warengutscheinen wesentlich erleichtert.

Bewertungsabschlag?

Die Bewertung von Sachbezügen richtet sich nach dem üblichen Endpreis. Dabei wird der übliche Endpreis vermindert um übliche Preisnachlässe. Aus Vereinfachungsgründen kann die Ware oder Dienstleistung mit 96 Prozent des Endpreises bewertet werden. Zu berücksichtigen ist also ein Bewertungsabschlag von 4 Prozent, sodass der Wert tatsächlich sogar 45,80 Euro betragen darf.

Die Finanzverwaltung hat darauf hingewiesen, dass bei Sachgutscheinen der Bewertungsabschlag von 4 Prozent nicht angewandt werden darf, weil es hierbei kein Bewertungsproblem gibt. Dasselbe gilt für nachträgliche Kostenerstattungen oder zweckgebundene Geldzuwendungen.

Wichtig

Bei dem Betrag von 44 Euro handelt es sich um eine Freigrenze, nicht um einen Freibetrag. Das bedeutet: Wird die Freigrenze auch nur geringfügig überschritten, ist der gesamte Betrag steuer- und sozialversicherungspflichtig. Wird der Betrag in einem Monat nicht ausgeschöpft, kann der Restbetrag nicht in einen anderen Monat übertragen werden. Es ist auch nicht zulässig, den Monatsbetrag auf einen Jahresbetrag von 528 Euro umzurechnen und eine einmalige Sachzuwendung bis zu diesem Betrag steuerfrei zu belassen.

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