Saisonarbeit auf dem Bau

Saisonarbeit auf dem Bau

Sparen mit dem Saison-Kurzarbeitergeld


Beschäftigte des Baugewerbes und des Baunebengewerbes können bei Arbeitsausfall in der Schlechtwetterzeit – vom 1. Dezember bis 31. März – das Saison-Kurzarbeitergeld erhalten. Dabei sollten Sie eine wichtige Steuersparmöglichkeit beachten.

Kurzarbeitergeld: Lohnersatz für Arbeitsausfälle

Das Kurzarbeitergeld dient der Überbrückung nicht allein witterungsbedingter, sondern auch auftragsbedingter Arbeitsausfälle in dieser Zeit. Das Saison-Kurzarbeitergeld beträgt für Arbeitnehmer mit mindestens einem Kind 67 Prozent, für Arbeitnehmer ohne Kinder 60 Prozent des letzten Nettoverdienstes.

Das Saison-Kurzarbeitergeld ist steuer- und sozialversicherungsfrei, wird aber in den Progressionsvorbehalt einbezogen. Daher muss diese Leistung in der Einkommensteuererklärung in „Anlage N“ als Lohnersatzleistung angegeben werden.

Steuerfreies Wintergeld

Zusätzlich zum Saison-Kurzarbeitergeld können die gewerblichen Arbeitnehmer im Rahmen von Tarifvereinbarungen bestimmte Zusatzleistungen erhalten: nämlich das Zuschuss-Wintergeld und das Mehraufwands-Wintergeld. Diese beiden Zusatzleistungen werden finanziert mittels einer Umlage (sog. Winterbeschäftigungsumlage), die von den Arbeitgebern und den Arbeitnehmern aufgebracht wird.

Das Zuschuss-Wintergeld und das Mehraufwands-Wintergeld sind steuer- und sozialversicherungsfrei und werden nicht in den Progressionsvorbehalt einbezogen.

Tipp: In der Steuererklärung müssen Sie keine Angaben zum Zuschuss-Wintergeld oder zum Mehraufwands-Geld machen.

Beiträge als Werbungskosten absetzbar

Nun weisen auf eine Steuersparmöglichkeit hin, die noch immer nicht allgemein bekannt ist: Die Arbeitnehmerbeiträge zur Winterbeschäftigungsumlage sind als Werbungskosten absetzbar. Denn die Umlage wird aus dem steuer- und sozialversicherungspflichtigen Arbeitslohn berechnet und vom Nettolohn einbehalten. Im Allgemeinen hat der Arbeitgeber sie in der Lohnsteuerbescheinigung gesondert ausgewiesen.

Tipp: Tragen Sie die Beträge zur Winterbeschäftigungsumlage in der „Anlage N“ in Zeile 46-48 unter „Sonstige Werbungskosten“ ein.

So kommen Sie zu Ihrem Recht

Es kann vorkommen, dass das Finanzamt die Arbeitnehmerbeiträge zur Umlage nicht als Werbungskosten akzeptieren will, weil die damit erworbenen Leistungsansprüche steuerfrei seien.

Argumentieren Sie dann, dass die Arbeitnehmerbeiträge primär dem Erhalt des gegenwärtigen Arbeitsplatzes und der ununterbrochenen Beschäftigung dienen. Zudem sind die Beiträge unabhängig davon zu zahlen, ob später tatsächlich steuerfreie Leistungen bezogen werden.

 

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