Die ersten Steuerbescheide für 2019 sind da

Welches ist das schnellste Finanzamt?


Sie haben Ihre Einkommensteuererklärung für 2019 bereits mit WISO steuer:Web abgegeben? Dann sind Sie sicherlich guter Dinge und rechnen vielleicht sogar mit einer saftigen Erstattung. Jetzt können Sie sich erstmal zurücklehnen und durchatmen. Denn Sie waren richtig schnell. Aber ist das Finanzamt mit dem Steuerbescheid genauso schnell wie Sie mit der Erklärung? Wir berichten über das schnellste Finanzamt Deutschlands.

Schnallen Sie sich an

Ja. Es gibt tatsächlich Finanzämter, die wirklich sehr schnell unterwegs sind. Denn die ersten Bescheide sind bereits da. Vielleicht gehören Sie ja auch zu den Glücklichen, die sich jetzt schon über eine Steuererstattung freuen können?

Wann Sie Ihre Steuererklärung abgeben müssen oder bis wann Sie das können lesen Sie in unserem Beitrag Steuererklärung rückwirkend abgeben. Müssen Sie eine Steuererklärung abgeben, dann haben Sie grundsätzlich bis zum 31.7. des Folgejahres Zeit. Bei freiwilliger Abgabe gilt sogar eine Frist von 4 Jahren.

Das ist das schnellste Finanzamt Deutschlands

And the winner is…: Die Finanzämter in Nordrhein-Westfalen stechen besonders hervor. Sie bekommen den ersten Platz. Beispielsweise das Finanzamt Steinfurt, Sankt Augustin und Siegen. Diese Finanzämter haben die Bescheide 2019 am 10.3.2020 verschickt. Bei den Steuerbescheiden 2018 waren die Finanzämter in Saarland die schnellsten.
Diese Bundesländer sind die Gewinner 2019, sie haben die schnellsten Finanzämter:

  1. Platz: Nordrhein-Westfalen
  2. Platz: Saarland
  3. Platz: Hamburg

Die Bearbeitungszeit beträgt dort rund 48 Tage – vom Eingang der Erklärung bis hin zum Versand des Steuerbescheides.

Finanzämter für den Publikumsverkehr geschlossen

Doch in den nächsten Wochen könnte es zu Verzögerungen kommen. Wegen der Ausbreitung des Corona-Virus sind bereits zahlreiche Finanzämter für den Publikumsverkehr aktuell geschlossen. Die Informations- und Annahmestellen bleiben vorerst zu. Ihre Steuererklärung können Sie natürlich trotzdem dort abgeben. Denn das machen Sie ganz einfach online mit WISO steuer:Web. Sie müssen also nicht abwarten bis Ihr Finanzamt wieder regulär geöffnet hat.

Wann erhalte ich meine Erstattung?

Bis wann eine Erstattung vom Finanzamt ausgezahlt wird, ist in den Steuergesetzen nicht genau geregelt. Zum Glück ist es aber so, dass die Auszahlung direkt mit dem Steuerbescheid kommt. Meistens haben Sie das Geld schon auf Ihrem Konto, wenn der Steuerbescheid im Briefkasten liegt.

Frist bei Nachzahlungen beachten!

Anders ist es bei Nachzahlungen von Steuern. Dies ist ganz genau geregelt. Sie haben bei der Einkommensteuer genau einen Monat Zeit, den Betrag zu überweisen. Gerechnet wird ab Erhalt des Steuerbescheides bzw. 3 Tage nach Versanddatum. Das genaue Datum finden Sie aber auch im Steuerbescheid.

Zahlen Sie nicht rechtzeitig, ist automatisch eine Strafe fällig. Zusätzlich zu der fälligen Nachzahlung fallen dann noch Säumniszuschläge an. Die Höhe ist immer 1 Prozent für jeden angefangenen Monat. Zum Glück nicht auf die gesamte Steuer, sondern nur auf den Betrag, der nachgezahlt werden soll. Bei 6 Monaten sind es also schon 6 Prozent. Daher empfehlen wir Ihnen: zahlen Sie lieber rechtzeitig. Eine weitere Möglichkeit wäre es, dem Finanzamt ein Lastschrift-Mandat zu erteilen. Denn wenn das Finanzamt automatisch bei Ihnen abbuchen kann, können Sie die Frist nicht verpassen.

Übrigens: Wenn Sie elektronisch Ihre Steuererklärung abgeben, erhalten Sie schneller Ihre Steuerrückerstattung. Am einfachsten geht das mit WISO steuer:Web – direkt im Browser, ohne Installation.

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Steuerberatung?

Einzelfragen zu Ihrer Steuererklärung darf leider nur ein Steuerberater beantworten. Wir freuen uns jedoch über Lob und Kritik und nehmen Ihre Anregungen gerne für zukünftige Beiträge auf.
Übrigens: In unserer Steuer-Software finden Sie eine ausführliche Hilfe und Tipps zu allen Themen rund um Ihre Steuererklärung.

15 Kommentare

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  1. 1
    Tim Kiesel

    Guten Tag,
    Ich habe beim Versand meiner Steuererklärung den elektronischen Steuerbescheid zugestimmt, leider musste ich heute erfahren, das dies technisch noch garnicht funktioniert. Aus diesem Grund befinden sich alle Erklärungen mit den elektronischen Versand in der Maschinellen Vorbearbeitung seit Wochen. Laut Finanzamt werde dieses Problem Frühstunden 2-3 Monaten gelöst werden können! Demzufolge werden viele gerade jetzt ihre dringende Erstattung weit später erhalten als erhofft!

    • 2
      Alexander Müller

      Hallo Herr Kiesel,
      ja, nach meinen Informationen soll es mit DIVA – also dem digitalen Verwaltungsakt erst Ende des Jahres in allen Bundesländern losgehen. Bis dahin wird es also immer noch den Papierbescheid auf jeden Fall geben.

      Viele Grüße,
      Alexander Müller
      Tax Specialist bei steuernsparen

  2. 3
    D. Gießler

    Sehr geehrte Damen und Herren
    vielen Dank für Ihren hilfreichen Artikel.,leider bin ich aber jetzt auch etwas verunsichert.
    Ich war dieses Jahr übereifrig und da ich alle Daten und Dokumente schon vorliegen hatte, konnte ich meine Steuererklärung am 16. Januar persönlich abgeben.
    Zu diesem Zeitpunkt hiess es zu mir, wie auch hier beschrieben die Bearbeitung beginge ab 16. März 2020.
    Da die momentane Lage durch das Corona Virus auch meinen Betrieb in dem ich beschäftigt bin, vorerst geschlossen hat, rief ich bei meinem zuständigen Finanzamt an.
    Ich wollte mich erkundigen wie die geschätzte Dauer durch die momentane Lage eingeschätzt wird, dort wurde mir mitgeteilt das durch Probleme mit der Software der Beginn auf Anfang April verlegt wurde.
    Nun habe ich darüber nachdem ich heute mal dachte ich informiere mich im Internet, nichts gefunden.
    Der aktuellste Artikel hierfür hat mich auf diese Seite gebracht.
    Ich bin in der Hoffnung das es vielleicht doch relativ zügig bearbeitet wird, da wir froh sind das wir durch die Erstattung ein finanzielles Polster haben
    Ich komme aus Pforzheim (Baden Württemberg) im letzten Jahr habe ich meine Erklärung am letzten Abgabetag eingereicht und circa 6 Wochen später war der Bescheid da.
    Wobei meine arbeitskollegin hat Ende April ihre Erklärung über den Postweg abgegeben und hatte ihren Bescheid 8 Tage früher wie ich.
    Beim Finanzamt hiess es zu mir im Januar das es keinen Unterschied mache ob online oder per Formular, bearbeitet würde nach Reihenfolge des Abgabedatum.
    Dies hoffe ich, dann sollte ich bald Post erhalten, da ich ja im Januar schon Startklar war.
    Jetzt verstehen sie vielleicht, warum verunsichert.
    Vielen Dank und viel Gesundheit wünsche ich Ihnen.

    • 4
      Carina Hagemann

      Sehr geehrter Herr Gießler,

      Vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihre guten Wünsche.
      Ich verstehe Ihre Verwirrung.
      Leider ist es so, dass die Finanzämter unterschiedlich schnell arbeiten. Unter anderem auch aktuell auch deshalb, weil in der aktuelle
      Lage durch Corona ein nicht unwesentlicher Teil des Personals ausfällt.
      Anscheinend erschweren, wie Sie schon sagen, dazu noch Programmfehler den Arbeitsablauf.
      Mir liegt aktuell leider auch keine andere Information vor, als die, die Ihnen Ihr Finanzamt schon geben konnte:
      Für gewöhnlich werden die Fälle nach Ihrem Eingangsdatum bearbeitet. Natürlich ist es dann wieder vom Fall abhängig,
      wie lange die jeweilige Bearbeitungszeit dauert. So kann ein Fall zwar früher begonnen werden als ein anderer.
      Trotzdem ist es möglich, dass der „spätere“ Fall von einem anderen Mitarbeiter z. B. aufgrund geringerer Komplexität früher fertig gestellt wird.

      Ich hoffe, dass für Sie das Warten bald ein Ende hat und Sie Ihren Bescheid in Kürze im Briefkasten finden.

      Weiterhin viel Durchhaltevermögen und Gesundheit,
      Carina Hagemann von steuernsparen

  3. 5
    Eduardo Gonzalez

    Sehr geehrte Frau Hagemann,
    vielen Danke für ihre Antwort. Ich ärgere mich ja nicht nur werde ich es nie verstehen, dennoch hoffe ich das in den nächsten Jahren durch die Digitalisierung alles etwas zügiger geht seitens der Behörden und eventuell mal ein Gesetz auf den Weg gebracht wird wo sich die Finanzämter und Behörden auch nicht ewig Zeit lassen dürfen.

    P.s Mein Arbeitskollege hat sein Steuerbescheid von Finanzamt Nürnberg ( Süd ) am Donnerstag den 02.04.20 bekommen ( Stichtag 23.03.20 ) und abgegeben hatte er seine Steuererklärung am Freitag den 13.03.20 per Post.
    Ich habe meine Steuererklärung elektronisch versendet am 20.02.20 und warte noch immer auf den Bescheid vom Finanzamt Erlangen. Mal schauen wie lange es dauert 😀

  4. 6
    Susanne Bach

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    das klingt ja prima, dass schon Bescheide in dieser schwierigen Zeit von Finanzämtern erstellt werden konnten! Ich hatte am 3.1.2020 meine Erklärung via Buhl SW abgegeben (wie auch schon im vergangenen Jahr und sehr früh). Bis heute habe ich noch nichts gehört vom Finanzamt Münster. Haben Sie Informationen, ob die Ämter in Münster die Bearbeitung der Steuererklärungen für 2019 schon aufnehmen konnten?
    Vielen Dank.
    Freundliche Grüße

    • 7
      Carina Hagemann

      Sehr geehrte Frau Bach,

      aktuell sieht es so aus, als hätten die Finanzämter in NRW tatsächlich die Nase vorn.
      Der bundeseinheitliche Start-Termin für die Bearbeitung der Steuererklärung (15.03) gilt auch für die Finanzämter Münster.
      Darauf verweisen die Ämter auch auf den Websites. Sie können also davon ausgehen, die Bearbeitung der Steuererklärungen bereits im Gange ist.
      Genauere Informationen liegen mir leider aktuell nicht vor.

      Ich drücke Ihnen auf jeden Fall die Daumen, dass Ihr Steuerbescheid Sie zeitig erreicht.

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann von steuernsparen

    • 9
      Alexander Müller

      Hallo,
      vielen Dank für Ihre Frage. Leider weiß ich nicht genau, worauf Ihre Frage abzielt. Um seine Umsätze darzustellen, muss man eine Gewinnermittlung machen. Für alle Freiberufler und viele kleinere Selbständige bietet sich dafür die Einnahmen-Überschussrechnung an. Diese können Sie mit dem WISO:Sparbuch oder auch steuer:Web erstellen. Falls Ihre Frage auf die Kleinunternehmer-Regelung abzielt: damit man Kleinunternehmer ist, darf man nach neuer Regelung nicht mehr als 22.000€ Umsatz im Vorjahr haben. Das meint alle Umsätze, also z.B. die Verkäufe oder Dienstleistungen. Leider reicht die Kommentarfunktion nicht, um alle steuerlichen Einzelheiten darzustellen. Schauen Sie doch gerne in eins unserer Produkte rein. Dort finden Sie auch ausführliche Hilfefunktionen.
      Viele Grüße,
      Alexander Müller
      Tax Specialist bei steuernsparen

  5. 10
    Eduardo Gonzalez

    Ich finde es ja super wenn es Finanzämter gibt die die Steuererklärungen sehr zügig bearbeiten. Ich mache meine Steuer auch seit 2015 nur noch elektronisch aber konnte bisher kein Unterschied wegen der Bearbeitungszeit feststellen. Mein Bescheid dauert meist genauso lange wie wenn ich die Steuererklärung auf dem Papier mache. Und nein meine Steuererklärung ist auch nicht komplex oder sonst was, einfacher Arbeitnehmer der absetzen tut was man absetzen darf/kann und fertig. Mein schnellster Bescheid war sogar noch auf dem Papier da hat es ca. 2 Wochen gedauert. Ich gebe auch spätestens bis 15. März meine Erklärung ab , also nicht so das ich einer der letzten wäre !

    Nur eines verstehe ich nicht……..??? Wie können manchen Finanzämter schon Bescheide für 2019 versandt haben wenn es Bundeseinheitlich beschlossen ist das die Finanzämter erst ab 15. bzw. 16.März 2020 ( Montag ) mit der Bearbeitung der Steuererklärung beginnen können ? LG

    • 11
      Carina Hagemann

      Sehr geehrter Herr Gonzales,

      Es ist wirklich sehr ärgerlich, dass Sie in den letzten Jahren trotz zeitiger Erstellung Ihrer Steuererklärung so lange auf Ihren Bescheid warten mussten.
      Auch wenn unter den Finanzämtern einige sehr schnell in der Bearbeitung sind – einige brauchen aus verschiedensten Gründen leider auch etwas länger.

      Sie haben Recht, in diesem Jahr wurde ein bundeseinheitlicher Termin für die Bearbeitung von Steuererklärungen beschlossen – und zwar der 15. bzw. 16. März.
      Wahrscheinlich sind kurz darauf schon in der Woche vom 16. März viele Bescheide direkt auf den Postweg gegangen.

      Vermutlich kommt es allerdings in vielen Finanzämtern aktuell auch aufgrund der Corona-Krise zu Verzögerungen.
      Dennoch hoffe ich für Sie, dass Sie dieses Jahr keine lange Wartezeit in Kauf nehmen müssen.

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann von steuernsparen

  6. 12
    Johannes Borowicz

    Auch in Berlin gibt es schnelle Finanzämter. Ich habe meine Steuererklärung am 26.02.2020 um 17:13 Uhr versandt und heute am 30.03.2020 im Posteingang den Hinweis erhalten, dass der Einkommensteuerbescheid 2019 abrufbar ist.
    Mit freundlichen Grüßen
    Johannes Borowicz

    • 13
      Carina Hagemann

      Sehr geehrter Herr Brorowicz,

      Vielen Dank für diese zusätzliche Info! Eine frühe Abgabe macht sich in Berlin also bezahlt.
      Bleibt zu hoffen, dass auch andere Finanzämter so schnell mit der Bearbeitung sind.

      Viele Grüße,
      Carina Hagemann von steuernsparen

  7. 14
    Hans-Jürgen Romeiser

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    leider bin ich unsicher ob der elektronische Versand meiner Steuererklärung wirklich geklappt hat, da ich einige Probleme mit den Passwörtern hatte. Ist dieser feeedback hier eine verbindliche Aussage?
    Für eine kurze Bestätigung wäre ich Ihnen dankbar.
    Mit freundlichen Grüßen
    H.-J. Romeiser

    • 15
      Alexander Müller

      Sehrt geehrter Herr Romeiser,
      Vielen Dank für Ihre Frage. Unser Artikel ist nur eine allgemeine Information, dass einige Finanzämter bereits begonnen haben Steuerbescheide für 2019 zu versenden.
      Zu Ihrer Frage: Leider weiß ich nicht, welche Software Sie genau verwenden. Normalerweise finden Sie im Bereich Steuererklärung abgeben eine Info „Ihre Erklärung wurde versendet“ und es gibt ein Dokument „Sendebericht“ – und das ist der Nachweis für den Versand.
      Falls Sie es aber genau wissen wollen, wenden Sie sich bitte an unseren Kundenservice unter https://www.buhl.de/kundencenter.html.
      Viele Grüße,
      Alexander Müller
      Tax Specialist bei steuernsparen

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