Sky-Abo eines Fußballprofis

Sky-Abo eines Fußballprofis

Keine Werbungskosten


Ein Profikicker aus der zweiten Bundesliga wollte sein Sky-Abo als Werbungskosten von der Steuer absetzen. Doch seine Taktik ging nicht auf.

Training von der Couch aus

Fußball schauen mag sich für manch einen wie harte Arbeit anfühlen. Das dachte sich wohl auch ein Kicker aus der zweiten Bundesliga. Er setzte die Kosten für seinen privaten Pay-TV-Anschluss als Werbungskosten bei seiner Steuererklärung an. Jedoch ohne Chance.

Fußball-Abend als Arbeitszeit

Geklagt hatte der Fußballer, nachdem ihm das Finanzamt die Kosten für das Sky-Abo aus der Steuererklärung strich. Er begründete den Ansatz der Kosten damit, dass heutzutage die Schulungen auf dem Vereinsplatz längst nicht mehr ausreichen. Vielmehr sei weiteres Training von der heimischen Couch aus nötig.

Durch die Fernseh-Abende schule er auch nach Feierabend an seinen fußballerischen Fähigkeiten. Vor allem bereite er sich dadurch taktisch auf seine Gegenspieler vor. Dafür müsse er sich eben die Spiele der zweiten Bundesliga und des DFB-Pokals anschauen. Da diese jedoch größtenteils nur auf Sky zu sehen sein, sei er quasi zum Abschließen des Pay-TV-Abos gezwungen.

Reine Privatsache

Doch die Richter hatten kein Herz für den Kicker. Das Abo gehöre zu seiner privaten Lebensführung – wie bei jedem Otto-Normal-Zuschauer auch. Auch würde sich der Kicker sicher noch andere Spiele ansehen, wie beispielsweise aus der Champions League – und das obwohl er mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht gegen die Mannschaften und Spieler aus diesem Wettbewerb antrete.

Er könne sich sogar auch Spielfilme oder gar Golf anschauen – zumal er neben dem Bundesliga-Paket auch die Pakete Sky Welt, Film und Sport abonniert habe. Eine Aufteilung der Kosten von insgesamt 658,80 Euro sei zudem nicht möglich, da es an objektiven Kriterien fehle. Ob eine genaue Auflistung der geschauten Spiele – quasi eine Art Fahrtenbuch für den Fernseher- die Richter umgestimmt hätte, ist nicht bekannt.

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