Steuererklärung 2019: Neue Regeln bringt das neue Jahr

Steuererklärung 2019: Neue Regeln bringt das neue Jahr

Steuerzahler müssen sich auf Änderungen einstellen


Schon bald lassen die Silvesterraketen den Himmel glitzern und das neue Jahr bricht an. Für den Steuerzahler bringt 2019 zahlreiche Änderungen mit sich. Die wichtigsten haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Grundfreibetrag steigt

Ab 1. Januar 2019 steigt der Grundfreibetrag. Bei Ledigen bleibt dann das Einkommen bis zu 9.168 Euro steuerfrei. Bei Ehepaaren verdoppelt sich der Betrag auf 18.336 Euro. Ab 2020 ist eine weitere Erhöhung um 240 Euro auf 9.408 Euro bzw. 18.816 Euro vorgesehen. Entsprechend steigt auch der Höchstbetrag, bis zu dem der Steuerzahler Unterhalt abziehen kann.

Ab 2019 höherer Kinderfreibetrag und mehr Kindergeld

Auch Eltern können sich freuen: Der Kinderfreibetrag wird um 96 Euro auf 2.490 Euro pro Kind und Elternteil angehoben.

Der Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf bleibt bei 1.320 Euro pro Kind und Elternteil bestehen. Somit wird Eltern pro Kind ein Kinderfreibetrag von insgesamt 7.620 Euro gewährt.

Ab dem 1. Juli 2019 steigt auch das Kindergeld, pro Monat beträgt es:

  • für das erste und zweite Kind jeweils 204 Euro,
  • für das dritte und das vierte Kind jeweils 210 Euro und
  • für jedes weitere Kind 235 Euro.

Längere Frist für die Abgabe der Steuererklärung

Wer bisher verpflichtet war, seine Steuererklärung zum 31. Mai abzugeben, hat nun zwei Monate länger Zeit. Ab 2019 gibt es nämlich einen neuen Stichtag: Die Unterlagen müssen künftig zum 31. Juli eines jeden Jahres eingereicht werden. Für die Steuererklärungen für die Jahre 2016 und 2017 bleibt es hingegen bei der bisherigen Abgabefrist zum 31. Mai des Folgejahres.

Und wenn der Steuerberater bei der Steuererklärung hilft? Haben Sie ebenfalls entsprechend mehr Zeit: Bis zum 29. Februar 2020 für das Jahr 2018.

Per Bahn oder Rad: ab 2019 steuerfrei zur Arbeit

Jobtickets sind ab 1. Januar 2019 steuerfrei. Arbeitnehmer, die von ihrem Chef Jobtickets oder Zuschüsse für den öffentlichen Nahverkehr erhalten, müssen diese nicht mehr versteuern. Auf diese Weise will der Staat umweltfreundliches Fahren unterstützen. Wermutstropfen: Die steuerfreien Leistungen werden auf die Entfernungspauschale angerechnet.

Das Jobticket ist nur steuerfrei, wenn Arbeitnehmer es zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erhalten.

Auch das Dienstfahrrad wird steuerfrei: Der Arbeitnehmer muss dieses nämlich nicht mehr mit dem geldwerten Vorteil versteuern. Das gilt auch für Elektrofahrräder. Sofern sie nicht verkehrsrechtlich als Kraftfahrzeug eingestuft werden, also schneller als 25 km/h fahren. Die Steuerfreiheit für das Dienstrad ist befristet und gilt vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2021.

Ihr Dienstwagen ist ein Elektro- oder Hybridfahrzeug? Auch hier winken Steuervorteile: Bisher mussten Arbeitnehmer, die Privatnutzung des Firmenwagens monatlich mit einem Prozent des Listenpreises als geldwerten Vorteil versteuern. Für E-Autos, die nach ab dem 1. Januar 2019 angeschafft werden, gibt es künftig einen halbierten Satz von 0,5 Prozent. Auch hier gibt es ein Ablaufdatum: Der Steuervorteil gilt bis zum 31.12.2021.

Neuer Mindestlohn für Minijobber

Auch für Minijobber gibt es gute Nachrichten: Ab 1. Januar 2019 gilt der neue Mindestlohn von 9,19 pro Stunde.

Obacht

Die Verdienstgrenze für die geringfügige Beschäftigung liegt weiterhin bei 450 Euro. Wird diese überschritten, wird das Arbeitsverhältnis sozialversicherungspflichtig.

Neue Sachbezugswerte für Arbeitnehmer

Sachbezüge stellen geldwerte Vorteile dar und sind damit steuerpflichtig. Ab 1. Januar 2019 gelten höhere Sachbezugswerte. Dann beträgt der Wert für verbilligte oder unentgeltliche Mahlzeiten

  • für ein Frühstück 1,77 Euro und
  • für ein Mittag- oder Abendessen 3,30 Euro.

Höhere Werte gibt es auch für Unterkunft oder Miete: Im neuen Jahr beträgt dieser 231 Euro monatlich.

 

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