Steuererklärung bei geringem Arbeitslohn

Steuererklärung bei geringem Arbeitslohn

Ab wann ist man zur Abgabe verpflichtet?


Die jährliche Steuererklärung – meist Pflichtprogramm, das so lange wie möglich aufgeschoben wird. Doch sind Sie überhaupt zur Abgabe verpflichtet?

Bei Arbeitnehmern und Pensionären, bei denen bereits monatlich Lohnsteuer einbehalten wird, vermutet der Fiskus trotzdem noch mehr Steuern. Denn es könnte sich ja aufgrund anderer Einkünfte eine noch höhere Steuerzahlung ergeben …

Daher wurden im Gesetz bestimmte Fälle verankert, in denen Sie verpflichtet sind, eine Einkommensteuererklärung abzugeben. Eine Erklärung müssen Sie demnach u.a. einreichen, wenn beim monatlichen Lohnsteuerabzug

  • ein Lohnsteuerfreibetrag für Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen berücksichtigt wurde
  • die Vorsorgepauschale höher ist als die tatsächlich abzugsfähigen Versicherungsbeiträge

Grenze beim Arbeitslohn

Doch halt! Auch wenn einer der beiden Punkte zutrifft, gibt es glücklicherweise noch eine Ausnahme. Sie haben sonst keine weiteren Einkünfte? Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass dann die Abgabepflicht nicht gilt, wenn Ihr Arbeitslohn eine bestimmte Grenze nicht übersteigt:

JahrAlleinstehendeEhepaare
2009 bis 201210.200 €19.400 €
201310.500 €19.700 €
201410.700 €20.200 €
201510.800 €20.500 €
201611.000 €20.900 €

Was gilt für Nicht-Arbeitnehmer?

Beziehen weder Sie noch Ihr Ehepartner Arbeitslohn aus einem aktiven Beschäftigungsverhältnis oder Versorgungsbezüge aus einem früheren Dienstverhältnis?

Dann gilt für Sie die Abgabepflicht, wenn Ihre die steuerpflichtigen Einkünfte – genauer: der „Gesamtbetrag der Einkünfte“ – den steuerlichen Grundfreibetrag übersteigen.

JahrAlleinstehendeEhepaar
20148.354 €16.708 €
20158.472 €16.944 €
20168.652 €17.304 €

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