Steuerermäßigung für Neubau und Umbau

Steuerermäßigung für Neubau und Umbau

Sichern Sie sich den Steuervorteil


Auch die Arbeitskosten für Neu- und Umbauten sind nun bei der Steuer begünstigt. Nur halten sich einige Finanzämter nicht daran. Wie Sie sich dagegen wehren können lesen Sie hier.

1.200 Euro Steuerermäßigung

Arbeiten von Handwerkern fördert der Staat mit bis zu 1.200 Euro im Jahr. Von den Arbeitskosten laut Rechnung werden 20 Prozent direkt von der Einkommensteuer abgezogen. Diese Grenze gilt pro Haushalt – bei Ehepartnern verdoppelt sich dieser Pauschbetrag somit nicht. Den Steuervorteil gibt es für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen. Darunter fallen auch Maßnahmen zur Instandsetzung, Erhaltung oder Wiederherstellung einer Immobilie.

Neubaumaßnahmen bisher außen vor

Kosten für Neubau- und Umbauten konnte man bisher nicht absetzen. Dazu zählen alle Arbeiten, die die Wohnfläche erweitern oder mit denen ein Objekt umfangreich saniert wird. Grund der Ablehnung: Die Finanzämter legten die gesetzliche Vorschrift wortwörtlich aus – von Neubaumaßnahmen ist hier nicht die Rede.

Positives Urteil für Steuerzahler

Mit dem jetzt veröffentlichten Urteil des Bundesfinanzhofs kam die Wende: Er entschied, dass es auf die Erwähnung des Wortes „Neubaumaßnahmen“ in der Vorschrift nicht ankomme. Alle Baumaßnahmen in einem bestehenden Haushalt seien begünstigt. Dabei sei es egal, ob die Arbeiten dem Erhalt des Hauses dienen oder etwas Neues geschaffen wird.

Finanzämter oft anderer Ansicht

Diese Auffassung verneinen jedoch bisher einige Finanzämter sowie Gerichte. So wurde der Bau einer Dachgaube sowie der Anbau eines neuen Wintergartens zuletzt nicht berücksichtigt. Der Neubau eines Kachelofens hingegen wird begünstigt.

BMF lässt auf sich warten

Das für den Steuerzahler positive Urteil wurde bereits amtlich veröffentlicht. Damit sind die Finanzämter offiziell zu dessen Anwendung verpflichtet – und muss die Kosten steuermindernd anerkennen. Klarheit herrscht trotzdem nicht. Ein neues Schreiben des Bundesministeriums für Finanzen speziell zu diesem Thema ist seit mehr als eineinhalb Jahren angekündigt. Veröffentlicht wurde es bisher jedoch noch nicht.

Tipp

Wenn das Finanzamt Ihre Handwerkerkosten nicht berücksichtigt, legen Sie Einspruch mit Verweis auf das Urteil des BFH, Aktenzeichen VI R 61/10 ein. Daneben beantragen Sie ein Ruhen des Verfahrens, so lange bis das angekündigte Schreiben des Bundesfinanzministeriums veröffentlicht wird.

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