Einfach den Suchbegriff eingeben und Enter drücken, um die Suche zu starten. Drücken Sie ESC um den Vorgang abzubrechen.

Steuertipps

So holen Sie das Maximum aus Ihrer Steuererklärung


Nur noch wenige Monate, dann ist auch dieses Jahr vorbei. Doch bis dahin können Sie noch kräftig Steuern sparen. Mit ein paar einfachen und ganz legalen Tricks winkt Ihnen mit der Steuererklärung eine ansehnliche Erstattung. Wir helfen Ihnen dabei — und zwar mit diesen zehn Steuertipps.

Mit 10 Steuertipps zur Steuererstattung

Wenn die Raketen am 31. Dezember um Mitternacht in den Himmel fliegen, ist das Steuerjahr vorbei. Nachträgliche Korrekturen? In der Regel Fehlanzeige. Der Grund: Üblicherweise gilt das so genannte Abflussprinzip, das besagt, dass Kosten nur in dem Jahr berücksichtigt werden, in dem sie auch bezahlt wurden.

Werden Ausgaben erst im Folgejahr geleistet, dürfen sie grundsätzlich auch erst dann in der Steuererklärung auftauchen. Das Prinzip gilt für alle steuermindernden Ausgaben: Werbungskosten, außergewöhnliche Belastungen, Sonderausgaben oder auch Handwerkerleistungen.

Doch gerade diese Zeitspanne bringt Ihnen bei rechtzeitiger Nutzung ein beachtliches Gestaltungspotenzial. Wenn Sie die Zahlung zeitlich geschickt planen, können Sie die im Einkommensteuerrecht geltenden Höchst-, Frei- und Pauschbeträge optimal ausnutzen. Wir helfen Ihnen dabei mit folgenden Steuertipps:

1. Krankheitskosten bündeln

Sie dürfen bei unseren Steuertipps nicht fehlen: die Krankheitskosten. Da Behandlungen und Medikamente oft teuer sind, tendiert man gerne dazu, sie auf mehrere Jahre zu verteilen. Wer dieses Jahr hohe Zahnarztkosten hatte, wartet mit der teuren Gleitsichtbrille lieber bis zum nächsten Jahr. Doch genau hier liegt der Fehler. Denn je mehr Sie auf einen Schlag absetzen können, desto höher kann Ihre Steuerersparnis ausfallen.

Nummer 1 unserer Steuertipps:

Bündeln Sie Ihre Krankheitskosten! Haben Sie bereits einiges für Ihre Gesundheit ausgegeben, verschieben Sie anstehende Ausgaben nicht in das nächste Jahr. Das Gleiche gilt auch umgekehrt: Hatten Sie in diesem Jahr kaum Ausgaben für Ihre Gesundheit, sollten Sie große Anschaffungen doch lieber auf nächstes Jahr verschieben– so sichern Sie sich die höchstmögliche Erstattung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Krankheitskosten absetzen Titelbild

Krankheitskosten von der Steuer absetzen

Der Sommer neigt sich dem Ende, der Herbst steht vor der Tür – und damit auch die Hochsaison für Grippe und Co. Wir können Sie natürlich nicht vor einer laufenden Nase bewahren – dafür zeigen wir Ihnen aber, wie Sie das Beste aus der Situation machen und Steuern sparen können. Denn die Ausgaben für Medikamente oder Ärzte sind Krankheitskosten, die Sie als außergewöhnliche Belastung absetzen können. Wie genau, erfahren Sie in diesem Beitrag.

2. Werbungskosten überschlagen

Dass man mit beruflichen Ausgaben Steuern sparen kann, ist wohl kein großes Geheimnis mehr. Doch auch hier kann man mit einigen Tricks noch mehr aus der Steuererklärung herausholen. Das Finanzamt rechnet jedem Arbeitnehmer automatisch pauschal 1.000 Euro an — auch wenn tatsächlich weniger ausgegeben wurde. Doch Sie können auch mehr angeben — und somit auch mehr Steuern sparen.

Nummer 2 unserer Steuertipps:

Überschlagen Sie Ihre Werbungskosten! Liegen Sie mit Ihren Ausgaben knapp unter oder über 1.000 Euro, lohnt sich jeder zusätzliche Cent. Falls Sie also eh eine Anschaffung für Ihren Job planen, kaufen Sie sie bereits in diesem Jahr. Denn: Ausgaben bis 1.000 Euro werden schließlich bereits mit dem Arbeitnehmer-Pauschbetrag abgedeckt. Das Gleiche gilt, wenn Sie deutlich unter der Grenze sind. Dann sollten Sie versuchen, Ihre Kosten im nächsten Jahr zu bündeln.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Schreibtisch Werbungskosten Titelbild

Werbungskosten

Werbungskosten mindern Ihre Steuern – davon haben Sie sicher schon gehört. So weit, so gut. Doch was genau gehört zu den Werbungskosten und wie gibt man sie in der Steuererklärung an? Alle Antworten dazu finden Sie in diesem Beitrag.

4 Kommentare

3. Bus- und Bahntickets vorzeitig kaufen

Viele Berufspendler nutzen für ihren Weg zur Arbeit die öffentlichen Verkehrsmittel. Dass die Kosten dafür als Werbungskosten abgesetzt werden können, dürfte den meisten klar sein. Was viele jedoch nicht beachten: Mit etwas Planung kann man auch hier den Steuervorteil durch Werbungskosten optimieren.

Nummer 3 unserer Steuertipps:

Kaufen Sie vorzeitig Ihr Jobticket! Denn Ihre Ausgaben innerhalb eines Jahres können Sie auch dadurch steigern, indem Sie sich das Job-Ticket fürs nächste Jahr bereits dieses Jahr kaufen. Denn: Wenn Sie das Job-Ticket noch vor dem Jahreswechsel kaufen, können Sie den Kaufpreis in der Steuererklärung für das aktuelle Jahr als vorweggenommene Werbungskosten absetzen.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Pendlerpauschale Titelbild

Pendlerpauschale

Fahren Sie mit dem Auto zur Arbeit? Dann beteiligt sich das Finanzamt an Ihren Fahrtkosten. Für jeden Kilometer gibt es 30 Cent – das ist die so genannte Pendlerpauschale.

25 Kommentare

4. Reparaturen noch im selben Jahr absetzen

Wussten Sie schon, dass Sie Lohnkosten für Handwerker, Putzhilfe, Gärtner & Co von der Steuer absetzen können? Diese Aufwendungen mindern zu 20 Prozent direkt Ihre Steuer. Der Bonus wird jedoch nur dann gewährt, wenn die Leistung in Ihrem Privathaushalt und gegen eine Rechnung erbracht wurde und Sie den Rechnungsbetrag per Überweisung bezahlt haben. Und genau hier knüpft auch unser nächster Steuertipp an:

Nummer 4 unserer Steuertipps:

Setzen Sie Kosten für Handwerker und Co. noch im selben Jahr ab! Grundsätzlich gilt: Sie können die Kosten in dem Jahr absetzen, in dem Sie die Rechnung bezahlt haben. Bei aktuell laufenden Baumaßnahmen, die sich bis ins neue Jahr hinziehen, sollten Sie mit dem Handwerker also noch für das aktuelle Jahr eine Abschlagszahlung vereinbaren – und diese auch noch in diesem Jahr überweisen. Denn auch hier gilt: Je höher der Betrag ist, den Sie ansetzen, desto üppiger kann die Steuererstattung ausfallen.

Steuertipps Banner

5. Mit Spenden Steuern sparen

Sobald zum Jahresende hin das Spekulatiusgebäck in den Supermarkt-Regalen erscheint, lassen auch die Spendenaufrufe nicht mehr lange auf sich warten. Denn je näher das Weihnachtsfest rückt, desto spendabler wird die Bevölkerung. Doch warum auch nicht? Vor allem, wenn man Gutes tun und gleichzeitig Steuern sparen kann?

Nummer 5 unserer Steuertipps:

Setzen Sie Ihre Spenden von der Steuer ab! Denn wer sich großzügig zeigt, kann den Fiskus an den Kosten beteiligen: Zahlungen an gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Organisationen dürfen Sie als Sonderausgaben abziehen.Die Höchstgrenze richtet sich nach Ihrem Einkommen: Sie können Spenden bis zu 20 Prozent Ihrer gesamten Einkünfte als Sonderausgaben absetzen. Für Spenden bis 200 Euro benötigen Sie zudem auch keine Spendenbescheinigung. Dem Finanzamt genügt als Nachweis ein einfacher Kontoauszug, wenn darauf der Spendenempfänger, das Datum und die Summe erkennbar ist. Bei höheren Beträgen müssen Sie sich jedoch eine Spendenquittung ausstellen lassen, die Sie dem Finanzamt als Nachweis vorlegen können.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Geld spenden Titelbild

Wie Sie Spenden von der Steuer absetzen

Wie wirken sich Spenden bei der Steuer aus? Und wie weisen Sie diese nach? Wie Sie Spenden absetzen erfahren Sie hier.

2 Kommentare

6. Verlustbescheinigung beantragen

Dieser Steuertipp ist vor allem für Kapitalanleger besonders interessant. Denn nicht immer werden mit dem investierten Geld nur Gewinne erzielt. Doch dann ist noch nicht alles verloren, denn die Verluste können Sie mit Ihren Gewinnen verrechnen und so immerhin Steuern sparen. Haben Sie dabei mehrere Depots bei einer Bank, läuft die Verrechnung bankintern.  Diesen Vorteil können Sie aber auch nutzen, wenn Sie Depots bei mehreren Banken haben.

Nummer 6 unserer Steuertipps:

Beantragen Sie eine Verlustbescheinigung. Bis zum 15.12. eine Jahres haben Sie Zeit, bei Ihrer Bank eine Verlustbescheinigung zu beantragen. Mit dieser Bescheinigung können Sie Ihre Verluste bei einer Bank mit den Gewinnen bei einer anderen Bank verrechnen und sich so einen Teil Ihrer Steuern zurückholen. Die Verrechnung erfolgt über Ihre jährliche Steuererklärung. 
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Sparen Sie sich die Nachzahlungszinsen: Was Sie jetzt wissen sollten

Verluste aus Kapitalvermögen: Schon eine Verlustbescheinigung beantragt?

Statt üppiger Dividenden nur Ebbe in der Kasse? Wer 2018 Geld investiert und Verluste verbucht hat, muss sich sputen. Noch bis Mitte Dezember kann eine Verlustbescheinigung bei der Bank beantragt werden.

0 Kommentare

7. Mit dem Ehepartner versöhnen

Ehepaare können sich bei Ihrer Steuererklärung für die Zusammenveranlagung entscheiden. Das nennt man Ehegattensplitting. In der Regel fällt das für beide Partner deutlich günstiger aus. Das geht jedoch nur, wenn das Ehepaar an mindestens einem Tag im Jahr zusammengelebt hat. Leben Sie das gesamte Jahr von Ihrem Partner getrennt, können Sie die Vorteile der Ehegattensplittings leider nicht nutzen.

Nummer 7 unserer Steuertipps:

Wenn Sie sich versöhnen möchten, verlieren Sie keine Zeit. Vor allem zum Jahresende hin, sollten Sie mit dem Zusammenziehen nicht allzu lange warten. Denn sobald Sie auch nur einen Tag zusammengelebt haben, können Sie für Ihre Steuererklärung auch wieder die Zusammenverlanlagung wählen — und zwar mit all ihren Vorteilen.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Ehe Splittingtarif Steuer Ringe Titelbild

Splittingtarif

Neben den beliebten Monaten im Sommer steht auch der Dezember bei den Heiratswilligen hoch im Kurs. Und das aus gutem Grund: Ein Jawort kurz vor Silvester bringt dank Splittingtarif nette Steuervorteile.

1 Kommentar

8. Geringe Einkünfte im nächsten Jahr — steuermindernde Ausgaben vorziehen

Sie gehen in denwohlverdienten Ruhestand? Oder erwarten Nachwuchs und bleiben dann erst mal zu Hause? Es gibt viele Gründe, warum man im nächsten Jahr mit weniger Einnahmen rechnen muss. Wenn Sie bereits jetzt wissen, dass Ihnen im nächsten Jahr weniger Geld zur Verfügung steht, sollten Sie einen genauen Blick auf diesen Steuertipp werfen:

Nummer 8 unserer Steuertipps:

Ziehen Sie Ausgaben, die Sie von der Steuer absetzen können, ins aktuelle Jahr vor! Der Grund: Bei höheren Einkommen wirken sich die Steuer-Vergünstigungen stärker aus. Stehen also ohnehin neue Anschaffungen an, sollten Sie das noch in diesem Jahr tun.
Vorziehen können Sie zum Beispiel folgende Kosten:

  • Werbungskosten wie Computer, Schreibtisch oder Fachliteratur
  • Krankheitskosten wie Zahnersatz, Brille oder Hörgerät
  • Kinderbetreuungskosten für Kindergarten, Kita oder Tagesmutter
  • Krankenversicherungsbeiträge

Genau anders herum verhält es sich bei Abfindungen wegen Entlassung: So sollten Sie die Zahlung ins nächste Jahr nach Wegfall des des laufenden Gehalts verschieben, kann die Zahlung mit einem niedrigeren Steuersatz versteuert werden. Auch wenn eine mehrmonatige Arbeitslosigkeit droht oder Ihre Elternzeit beginnt, lohnt es sich hier die Szenarien zu vergleichen.

9. Abfindungen planen

Eine Kündigung ist immer ärgerlich — auch dann, wenn man eine Abfindung erhält. Immerhin kann man mit ein paar Tricks die Steuern mindern, die für die Abfindungssumme anfällt. Grundsätzlich werden Abfindungen wie normaler Arbeitslohn mit dem persönlichen Steuersatz besteuert. Sie können aber auch eine begünstigte Besteuerung beantragen — und zwar dann, wenn Sie die komplette Summe auf einen Schlag erhalten. Manchmal werden Abfindungen aber auch in zwei Raten angeboten. Je nachdem, wie sich die Gesamtsumme auf die Raten verteilt, kann dadurch der Steuervorteil verloren gehen. Hier ist also Vorsicht geboten!

Nummer 9 unserer Steuertipps:

Planen Sie Ihre Abfindung! Wenn Ihnen die Summe in zwei Raten ausgezahlt wird, sollte die zweite Rate maximal 10 Prozent der gesamten Abfindungssumme betragen. So können Sie trotzdem noch von der begünstigten Besteuerung profitieren.

10. Bis zum Jahresende Riester-Vertrag abschließen

Riestern Sie? Dann sollten Sie daran denken, dass staatliche Zulagen gesondert beantragt werden müssen. Prüfen Sie, ob Sie einen solchen Antrag bereits gestellt haben. Auch Gehaltsänderungen oder andere Änderungen der persönlichen Verhältnisse können relevant sein und sollten angegeben werden. Sie haben es bisher noch nicht geschafft, den Riester-Vertrag abzuschließen? Dann sollten dann ist der letzte Steuertipp genau das Richtige für Sie:

Nummer 10 unserer Steuertipps:

Schließen Sie noch vor Jahresende einen Riester-Vertrag ab! Wenn Sie eh planen, einen Riester-Vertrag abzuschließen, sollten Sie sich damit nicht zu viel Zeit lassen und noch in diesem Jahr tätig werden. Denn Sie können noch die Förderprämie für das gesamte Jahr kassieren. Das sind immerhin 175 Euro Grundzulage je förderberechtigten Sparer. Zudem gibt es pro Kind  185 Euro, für ab 2008 geborenen Nachwuchs sogar 300 Euro. Junge Berufseinsteiger kassieren obendrauf einen einmaligen Bonus von 200 Euro.

Hinzu kommt meist noch ein Steuervorteil: Der Fiskus erstattet die Differenz, wenn die Steuervorteile höher sind als die baren Zulagen. Gefördert werden dabei maximal 2100 Euro an Riester-Beiträgen. Die Zulagen müssen Sie mit einem Dauerantrag einmalig beantragen.

Mit WISO Steuer mehr als nur Steuern sparen

Holen Sie sich mit WISO Steuer und unseren Steuertipps nicht einfach nur Ihre zu viel gezahlte Steuer zurück. Sparen Sie dabei auch noch jede Menge Zeit und zusätzliche Kosten für den Druck und Versand Ihrer Steuererklärung. Wie? Ganz einfach: Mit dem Steuer-Abruf holen wir Ihre Daten vom Finanzamt und tragen Sie an der richtigen Stelle in Ihrer Steuererklärung ein. So ist ein großer Teil bereits für Sie ausgefüllt. Sie sind fertig? Dann nutzen Sie den Steuer-Versand. Ihre Steuererklärung wird dann digital an Ihr Finanzamt übermittelt – das Ausdrucken, Unterschreiben und per Post Versenden gehört der Vergangenheit an.Steuertipps Banner WISO Steuer