Bogen rund

Streit um die Rente

Prozesskosten mindern Steuer


Gute Nachrichten für Rentner, die auf ihr gutes Recht pochen: Prozesskosten im Zusammenhang mit Renten sind nun als Werbungskosten abziehbar.

Streit um die Höhe der Rente

Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung und aus privaten Versicherungen sind unterschiedlich steuerpflichtig: Entweder mit dem günstigen Ertragsanteil, mit dem höheren Besteuerungsanteil oder gar in vollem Umfang. Immer wieder kommt es vor, dass es um die Rentenbewilligung oder Rentenhöhe Streit gibt – und deshalb die Sache vor Gericht geht.

 Als Werbungskosten steuermindernd

Nun wurde entschieden, dass Prozesskosten im Zusammenhang mit einer Berufsunfähigkeitsrente steuermindernd als Werbungskosten zu berücksichtigen sind. “Kosten einer Rechtsverfolgung können Werbungskosten sein, wenn der Gegenstand des Prozesses mit der Einkunftsart zusammenhängt, in deren Rahmen die Aufwendungen geltend gemacht werden” (Urteil des Niedersächsischen Finanzgerichts, Aktenzeichen 9 K 134/12).

Zeitpunkt der Entstehung egal

Als Werbungskosten absetzbar sind auch Kosten der Rechtsberatung im Zusammenhang mit einer Rente. Für die steuerliche Anerkennung der Rechts- und Prozesskosten spielt es keine Rolle, ob die Aufwendungen während des Bezugs der Rentenleistungen entstehen, im Zusammenhang mit der Beantragung oder schon vorher.

Wichtig: Die Ausgaben müssen immer in dem Jahr geltend machen, in dem sie gezahlt wurden.

Auch wenn die Renten nur in Höhe des Besteuerungsanteils bzw. in Höhe des Ertragsanteils zu versteuern sind, können Sie die Aufwendungen dennoch stets in voller Höhe als Werbungskosten absetzen. Als Rentner tragen Sie Ihre Werbungskosten in der “Anlage R” in der entsprechenden Zeile ein. Als Pensionär oder Betriebsrentner geben Sie Ihre Werbungskosten in der “Anlage N” auf der Rückseite an.

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