Übung macht den Meister

Häusliches Arbeitszimmer


Das in der eigenen Wohnung gelegene Übungszimmer eines Orchestermusikers ist ein häusliches Arbeitszimmer. Dies hat das Finanzgericht Baden-Württemberg entschieden.

Arbeit muss nicht schriftlich sein

Für die Beurteilung kommt es nach Auffassung des Gerichts nicht darauf an, dass der Übe-Raum nicht der Erledigung schriftlicher Arbeiten dient und weder mit einem Schreibtisch noch sonst mit bürotypischen Gegenständen wie etwa einem Computer oder einem Telefon ausgestattet ist.

Entscheidend sei vielmehr, dass der Musiker den Raum zur häuslichen Vorbereitung der späteren Aufführung der Musikstücke im Rahmen seines Orchesters und damit in einer Weise nutzt, die derjenigen anderer, bürotypischer Berufe vergleichbar ist.

1.250 Euro pro Jahr

Folge dieser Bewertung ist, dass die Aufwendungen für das Übezimmer regelmäßig nur bis zu 1.250 Euro im Jahr steuerlich geltend gemacht werden können. Da dies derzeit innerhalb der Finanzgerichtsbarkeit umstritten ist, hat der Senat die Revision zum Bundesfinanzhof zugelassen.

Finanzgericht Baden-Württemberg, 4 K 5121/09

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