Umzug ins Heim

Umzug ins Heim

Miete für Wohnung nicht absetzbar


Die Kosten für die Unterbringung im Pflegeheim sind als außergewöhnliche Belastungen absetzbar. Als Heimkosten absetzen können Sie nicht nur die Kosten für medizinische Leistungen und Pflege. Auch die Kosten für Unterkunft und Verpflegung im Heim mindern Ihre Steuern.

Hierbei rechnet das Finanzamt die so genannte zumutbare Belastung an. Dies ist ein gesetzlich zumutbarer Eigenanteil, der abhängt von Ihrem Einkommen, Familienstand und Zahl Ihrer Kinder. Es sind zwischen einem und sieben Prozent des Gesamtbetrags der Einkünfte. Bleiben die Ausgaben unter dieser Grenze, fallen die Kosten steuerlich gesehen unter den Tisch.

Kürzung um die Haushaltsersparnis

Lösen Sie bei einer Unterbringung im Heim wegen Pflegebedürftigkeit den privaten Haushalt auf, müssen Sie die absetzbaren Aufwendungen grundsätzlich um eine Haushaltsersparnis kürzen. Die Haushaltsersparnis beträgt

  • im Jahre 2017 monatlich 735 Euro
  • im Jahre 2018 monatlich 750 Euro

Lösen Sie die Wohnung jedoch nicht auf, ist eine Haushaltsersparnis nicht anzurechnen. Denn trotz Unterbringung im Heim ist der Heimbewohner mit den Fixkosten des Hausstandes wie Miete, Schuldzinsen, Grundgebühren für Strom und Wasser sowie Reinigungskosten weiter belastet.

Miete nicht absetzbar

Kündigen Sie jedoch die Wohnung aufgrund der Unterbringung im Heim, können Sie die noch weiter zu zahlende Miete der gekündigten Wohnung leider nicht als außergewöhnliche Belastungen abgesetzt – auch nicht bis zum Ablauf der gesetzlichen Kündigungsfrist (Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz, Aktenzeichen 5 K 2017/10).

Auf eine Anrechnung der Haushaltsersparnis wird verzichtet, wenn die Heimunterbringung nur vorübergehend erfolgt, etwa anlässlich eines Sanatoriumsaufenthaltes im Anschluss an eine Krankenhausbehandlung. Denn dem Steuerzahler kann dann nicht zugemutet werden, seine Wohnung aufzugeben.

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