Unterhalt an Angehörige

Ab 2013: Höhere Beiträge absetzen


Unterhaltsleistungen an bedürftige Personen sind bei der Steuer absetzbar. Nun wurde der abziehbare Höchstbetrag angehoben – rückwirkend ab 2013. Das Besondere hierbei: Es handelt sich um außergewöhnliche Belastungen der „besonderen Art“ – die zumutbare Eigenbelastung wird nicht angerechnet.

Anhebung des Höchstbetrages

Der abzugsfähige Höchstbetrag (bisher 8.004 Euro) orientiert sich am steuerlichen Grundfreibetrag. Da dieser 2013 sowie 2014 angehoben wurde, wurde nun auch der Höchstbetrag für Unterhalt erhöht – und zwar rückwirkend für das Jahr 2013 auf 8.130 Euro und ab 2014 auf 8.354 Euro.

Hat die unterstützte Person eigene Einkünfte und Bezüge, so vermindert sich der Unterhaltshöchstbetrag um den Betrag über 624 Euro hinaus.

Beispiel

Sie haben Ihren Sohn in 2013 mit 7.800 Euro unterstützt. Ihr Sohn hat selbst im gesamten Jahr 3.000 Euro aus einer Anstellung verdient. Als Einkünfte sind nun 2.000 Euro anzurechnen (3.000 abzüglich Arbeitnehmer-Pauschbetrag i.H.v. 1.000 Euro). In der Steuererklärung können Sie 6.754 Euro absetzen. [8.130 Euro Grundfreibetrag – (2.000 Euro Einkünfte – 624 Euro)]

Versicherungsbeiträge absetzen

Falls der Unterhaltszahler auch Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung des Unterhaltsempfängers übernimmt, kann er Beträge absetzen – über den Höchstbetrag hinaus. Dabei spielt es keine Rolle, ob er die Beiträge an die bedürftige Person oder direkt an die Versicherung zahlt. Noch besser: Es genügt für die Erhöhung des Höchstbetrages, wenn der Unterhaltszahler seiner Unterhaltsverpflichtung nachkommt. Dabei ist die Gewährung von Sachunterhalt, z.B. Unterkunft und Verpflegung, bereits ausreichend.

Unterstütze Person lebt im Ausland

Falls der Unterhaltsempfänger in einem Land mit niedrigerem Lebensstandard lebt, werden Höchstbetrag und Anrechnungsfreibetrag entsprechend der Ländergruppeneinteilung um ein, zwei oder drei Viertel gekürzt (Hier die aktuelle Einteilung).

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