Vorsorgeoption: Riester-Rente

Vorsorgeoption: Riester-Rente

Warum sparen Sie nicht allein?


Wer eine Riester-Rente abschließt, erhält vom Staat eine Förderung und zwar in Form der Altersvorsorge-Zulage bzw. eines zusätzlichen Sonderausgabenabzugs.

Warum so großzügig?

Das Rentenniveau wird bis 2030 von derzeit 50 auf etwa 43 Prozent des durchschnittlichen Netto-Einkommens absinken. Zum Ausgleich dieser Versorgungslücke greift der Fiskus für Sie in die Tasche.

Wer wird gefördert?

Unterschieden wird in einen unmittelbaren und in einen mittelbaren Anspruch auf Riester-Förderung.

Einen unmittelbaren Anspruch haben insbesondere die folgenden Personen:

  • Pflichtversicherte in der gesetzlichen Rentenversicherung,
  • Empfänger einer Besolung und von Amtsbezügen (z.B. Beamte, Richter, Soldaten),
  • Beschäftigte, die rechtlich wie Beamte behandelt werden und damit in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungsfrei sind,
  • Minister, Senatoren und parlamentarische Staatssekretäre,
  • die ab dem 01.07.2011 freiwilligen Wehrdienst oder Berufsfreiwilligendienst leistenden Personen.

Einen mittelbaren Anspruch haben hingegen diese Personen:

  • Selbstständige, sofern sie nicht in der inländischen gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind,
  • Personen, die freiwillig in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert sind,
  • in berufsständischen Versorgungseinrichtungen Pflichtversicherte,
  • Empfänger von Arbeitslosengeld II,
  • Altersrentner und Beamtenpensionäre,
  • geringfügig Beschäftigte, für die nur der pauschale Arbeitgeberbeitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt wird.
    Welche Geldanlagen werden gefördert?

Wie Sie sich sicher denken können, wird nicht jede Geldanlage gefördert. Es müssen schon bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Die wären:

  • Beitragszahlungen auf den Namen des unmittelbar oder mittelbar geförderten Anspruchsberechtigten lautenden zertifizierten Altersvorsorgevertrag oder
  • Beitragszahlungen eines Arbeitnehmers aus dem versteuerten Arbeitslohn, aus dem auch Sozialversicherungsbeiträge gezahlt wurden, im Rahmen der betrieblichen Altersversorge in einen Pensionsfonds bzw. eine Pensionskasse oder in eine Direktversicherung und
  • die Auszahlung erfolgt in Form einer lebenslangen Rente oder über einen Auszahlungsplan mit anschließender lebenslanger Rente
Hinweis:
Ob Ihre Anlageform – egal ob Banksparplan, Fondssparplan oder private Rentenversicherung – zertifiziert ist, erkennen Sie an der amtlichen Prüfnummer und dem Zusatz: „ Der Altersvorsorgevertrag ist zertifiziert worden und damit im Rahmen des § 10a des Einkommensteuergesetzes förderungswürdig.“

Altersvorsorgezulage: Was ist das?

Die Altersvorsorgezulage setzt sich zusammen aus einer Grundzulage und ggf. Kinderzulagen.

Grundzulage
Jeder für die Riester-Förderung berechtigte Sparer erhält vom Staat eine Grundzulage auf seinen Riester-Vertrag gutgeschrieben. Diese beträgt seit 2008 maximal 154 Euro.

Kinderzulagen
Für jedes Kind, für das Sie als Anspruchsberechtigter Kindergeld erhalten, wird eine Kinderzulage gewährt. Diese beträgt pro Kind seit 2008 maximal 185 Euro, für nach dem 31.12.2007 geborene Kinder maximal 300 Euro.
Grundsätzlich erhält die Mutter die Zulage. Auf Antrag kann die Zulage jedoch auch auf den Vater übertragen werden.

Aber auch hier ein ABER?

Die private Altersvorsorge wird nur gefördert, wenn Sie sich mit Eigenbeträgen an Ihrer Altersvorsorge beteiligen. Um die volle Zulage zu erhalten, ist jährlich ein sog. Mindesteigenbeitrag zu leisten. Den Mindesteigenbeitrag ersehen Sie aus der nachfolgenden Tabelle:

KalenderjahrJährlicher MindestbeitragssatzMindestens jedoch
Seit 20084 % der im vorangegangenen Kalenderjahr erzielten rentenversicherungspflichtigen Einnahmen maximal 2.100 Euro abzüglich möglicher Zulagen60 Euro

Zusätzlicher Sonderausgabenabzug: Klingt interessant. Was können Sie erwarten?

Im Rahmen der Einkommensteuer-Veranlagung überprüft das Finanzamt von Amts wegen, ob die Zulage oder der zusätzliche Sonderausgabenabzug für Sie günstiger ist.

Ist Letzteres der Fall, bekommen Sie die über die Zulage hinausgehende Steuerermäßigung vom Finanzamt direkt erstattet. Im Gegensatz zur Zulage erfolgt keine Gutschrift der Steuerermäßigung auf den Altersvorsorgevertrag.

Unmittelbar begünstigte Anspruchsberechtigte können ihre Beträge zuzüglich der erhaltenen Zulage als Sonderausgaben jährlich bis maximal 2.100 Euro abziehen. Nur mittelbar Anspruchsberechtigten bleibt der Sonderausgabenabzug verwehrt.

Der Sonderausgabenabzug setzt voraus, dass der Riester-Sparer gegenüber seinem Vertragsanbieter in die elektronische Übermittlung seiner Vertragsdaten (geleistete Beiträge, Vertragsnummer, Anbieterdaten) an die zentrale Zulagenstelle einwilligt.

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