Wichtig beim Aktienverkauf

Wichtig beim Aktienverkauf

Ist der Gewinn steuerfrei?


Das Jahr 2016 war für Aktienanleger nicht schlecht. Die Kurse an der Börse sind gegen Jahresende nochmals ordentlich angestiegen. Da liegt es nahe, dass so mancher Aktienbesitzer über Gewinnmitnahmen nachdenkt und die ein oder andere Aktie verkaufen will. Getreu der Anlageregel „Nur realisierte Gewinne sind echte Gewinne“. Dabei stellt sich die Frage: Verdient der Fiskus beim Aktienverkauf mit?

Wann wurden die Aktien gekauft?

Angesichts hoher Aktienkurse an der Börse weisen wir darauf hin, dass es für die Besteuerung von realisierten Veräußerungsgewinnen auf den Anschaffungszeitpunkt der verkauften Aktien ankommt:

Wurden die Aktien nach dem 01.01.2009 erworben, ist der Gewinn aus Veräußerung – unabhängig von einer Haltedauer – stets als Kapitalertrag steuerpflichtig. Der Gewinn unterliegt der Abgeltungssteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer.

Wurden die Aktien vor 2009 erworben, ist der erzielte Gewinn aus dem Aktienverkauf vollkommen steuerfrei. Denn für derartige Altbestände gilt weiterhin und zeitlich unbegrenzt das damalige Recht mit der Spekulationsfrist von 12 Monaten. Und diese Frist ist längst abgelaufen.

Was ist mit Verlusten aus dem Aktienverkauf?

Nach neuem Recht dürfen Sie Verluste aus dem Verkauf von Aktien ausnahmsweise nicht mit positiven Kapitalerträgen, z.B. mit Zins- und Dividendeneinkünften, verrechnen. Sondern nur mit Gewinnen aus dem Verkauf von Aktien, und zwar im selben Jahr und darüber hinaus in den folgenden Jahren.

Hingegen dürfen Sie Gewinne aus dem Verkauf von Aktien uneingeschränkt mit Verlusten aus anderen Kapitalanlagen verrechnen. Gewinne aus dem Aktienverkauf bleiben in Höhe des Sparerpauschbetrages von 801 Euro bzw. 1.602 Euro bei Verheirateten steuerfrei.

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