WM gucken mit den Kollegen

WM gucken mit den Kollegen

Der Fiskus schaut mit


Fußball-Deutschland außer Rand und Band. Die Stimmung macht auch vor der Firma nicht halt. Trotz der späten Anstoß-Zeiten laden viele Chefs ihre Mitarbeiter zum Fußball-Gucken ein. Da kommt auch das Finanzamt gerne mit.

Fußball in der Firma

Schauen Sie sich zusammen mit Ihren Kollegen ein Fußballspiel an, hat dies grundsätzlich nichts mit Steuern zu tun. Werden Sie dabei jedoch von Ihrem Arbeitgeber bewirtet, gelten andere Regeln.

Zwei sind steuerfrei

Lädt der Chef die gesamte Belegschaft zum Fußballabend ein, gilt das als Betriebsveranstaltung. Steuerlich gesehen sind jedoch pro Mitarbeiter nur zwei Betriebsveranstaltungen pro Jahr erlaubt. Das ist meist schon mit Betriebsausflug und Weihnachtsfeier abgedeckt. Ab der dritten Veranstaltung werden Steuern fällig.

Fußball gucken kann Arbeitslohn sein

Doch wie immer im Steuerrecht gibt es hier Grenzen. Bei Betriebsveranstaltungen gilt: Betragen die gesamten Aufwendungen pro Mitarbeiter pro Jahr weniger als 110 Euro, liegt kein Arbeitslohn vor – und nichts muss versteuert werden. Dazu zählen alle Ausgaben des Arbeitgebers, die er für das Gemeinschaftsereignis aufwendet, wie Verpflegung, Miete für die Räumlichkeiten oder Leinwand.

Pauschal versteuert

Übersteigen die Kosten die 110-Euro-Grenze, sind die gesamten Kosten für alle Betriebsveranstaltungen in vollem Umfang Arbeitslohn. Es ist es jedoch sehr umständlich, jeden Mitarbeiter einzeln mit der anfallenden Lohnsteuer zu belasten. Daher gehen die meisten Chefs den bequemen Weg: Sie übernehmen die Lohnsteuer selbst und führen pauschal 25 Prozent an den Fiskus ab. Sie müssen dann nichts weiter tun – außer Jogis Jungs beim Tore schießen zuzujubeln.

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